Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füge auch keinem Anderen zu!

Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füge auch keinem Anderen zu! Ich setze das Gute in jedem Menschen voraus. Johannes XXIII.
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:
 
"Lerne von Anderen, wie man es nicht machen sollte!"
 
"Der Meister wurde von einem Schüler gefragt, wie er es schaffe, immer so freundlich im Umgang mit anderen Menschen zu sein. "Wer hat es dich gelehrt und was muss ich beachten, wenn ich dir nacheifern will?" fragte der Schüler.
"Nicht ein Lehrer hat mich unterrichtet, sondern viele Lehrer haben mir die Freundlichkeit beigebracht, und ich lerne immer noch. Denn meine Lehrer waren die Unhöflichen. Ich habe mir stets gemerkt, was mir am Benehmen anderer Menschen mir gegenüber missfallen hat - und dann habe ich mich bemüht, dieses Verhalten meinen Mitmenschen gegenüber zu vermeiden.
So einfach ist das und doch so hilfreich."
Ihr Lieben,

als ich Kind und Jugendlicher war und grauenvolle Zeiten zuhause, in der Schule und meiner Freizeit durchleben musste, war meine eine Omi ein ganz wichtiger Halt für mich.
Sie wohnte zwar nicht im gleichen Ort wie wir, aber sie schrieb mir fast jede Woche einen kleinen ermutigenden Brief und besuchte uns regelmäßig jedes Jahr für mehrere Wochen.
Von ihr hörte ich zum ersten Mal den Satz: "Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füge auch keinem Anderen zu!" Dieser Satz hat sich mir unauslöschlich eingebrannt.

Ich weiß noch genau, dass ich mir im Alter von etwa acht Jahren innerlich angesichts dessen, was mir angetan wurde, schwor: "Ich mache das alles einmal ganz anders!" Ich hätte zum damaligen Zeitpunkt nicht genau beschreiben können, wie "das anders Machen" aussehen sollte, aber es ist meine Lebensmotto geworden.
Dieses Vorhaben durchzuhalten, war nicht leicht, aber immer wieder traf ich gute Menschen, die mich bei diesem Vorhaben unterstützten.
Aber entscheidend ist dies:
Freundlich gegenüber anderen Menschen, liebevoll zu anderen Menschen wird man nur dann, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:
Zum einen muss man den Groll und die Wut über das, was einem in der Vergangenheit angetan wurde, hinter sich lassen und tapfer seinen Weg in die Zukunft beschreiten. Vergessen kann man das, was einem angetan wurde, niemals, aber man kann es vergeben und vor allem kann man es in etwas Gutes verwandeln, indem man genau gegenteilig handelt, als mit einem umgegangen wurde.
Zum anderen muss man den freundlichen und liebevollen Umgang mit anderen Menschen täglich neu einüben. Und da geht es mir wie dem Meister in unserer Geschichte. Ich beobachte fast jeden Tag unfreundliche Menschen und das ist für mich Anstachelung, gerade anders zu handeln.
Auch in diesem Bereich möchte ich Euch einen guten Tipp weitergeben:
Wenn im Alltag etwas nicht klappt oder Menschen zu uns unfreundlich sind, dann erlebe ich es fast täglich, dass die Menschen immer gleich kritisieren und sich beklagen. Ich habe mir das ganz abgewöhnt.
Kritik üben - das tun doch alle und ich möchte nicht das tun, was alle tun!
Ich übe im Alltag keine Kritik mehr, aber wenn mir im Alltag Menschen begegnen, die freundlich sind, die hilfsbereit sind, dann lobe ich diese Menschen ausdrücklich und erlebe immer wieder, wie diese Menschen das dann freut und sie über das ganze Gesicht strahlen.
Zusätzlich streue ich Blumen der Freude über den Alltag.
Gestern habe ich z.B. unserem Briefträger ganz spontan einfach mal so eine Tafel sehr edler Schokolade überreicht, einfach, um ihm mal eine Freude zwischendurch zu machen.
Es macht mich selbst immer wieder sehr glücklich, wie voller Freude Menschen auf solche unerwarteten Blumen des Alltags reagieren.

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch heute einen fröhlichen Tag, ein angenehmes und liebevolles Wochenende und ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen,

Euer fröhlicher Werner

Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füge auch keinem Anderen zu!

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt



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