Warum Vertrauen so wichtig ist!

Von Wernerbremen

Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Hoch über dem Marktplatz einer kleinen Stadt hatte ein Seiltänzer sein Seil gespannt und vollführte dort oben unter den staunenden Blicken vieler Zuschauer seine gefährlichen Kunststücke.

Gegen Ende der Vorstellung holte er eine Schubkarre und fragte einen der Anwesenden:
“Sagen Sie, trauen Sie mir zu, dass ich die Karre über das Seil schiebe?“ –
„Aber gewiss“, antwortete der Gefragte fröhlich, und auch mehrere andere der Umstehenden stimmten der Frage sofort zu.


“Würden Sie sich dann meiner Geschicklichkeit anvertrauen, sich in die Karre setzen und von mir über das Seil fahren lassen?“, fragte der Schausteller weiter.Da wurden die Mienen der Zuschauer ängstlich. Nein, dazu hatten sie keinen Mut! Nein, das trauen sie sich und ihm nicht zu.


Plötzlich meldete sich ein Junge. “Ich setze mich in die Karre“, rief er, kletterte hinauf und unter dem gespannten Schweigen der Menge schob der Mann das Kind über das Seil.Als er am anderen Ende ankam, klatschten alle begeistert Beifall.
Einer aber fragte den Jungen:
“Sag, hattest Du keine Angst da oben?“
“O nein“, lachte der, „es ist ja mein Vater, der mich über das Seil schob!“



Ihr Lieben,

wenn wir mit unseren Lieben, unserer Partnerin/unserem Partner, unseren Kindern und Enkelkindern zusammenleben oder mit unseren Freunden etwas unternehmen, dann vergleiche ich diese Beziehungen zu unseren Lieben und die Freundschaften gerne mit einem Haus.


Es ist das Haus unseres Lebens.


Das Grundfundament unseres Lebenshauses bildet das Vertrauen.
Wenn wir einem Menschen nicht vertrauen können,
kann daraus keine gute Beziehung oder Freundschaft werden.


Und gerade, weil das Vertrauen das Grundfundament unseres Lebenshauses ist, ist es so wichtig, dieses Vertrauen aufzubauen und es vor allem nicht zu enttäuschen.  

Die Liebe bildet dann die Mauern unseres Lebenshauses, die Freude die Fenster und das Dach setzt sich zusammen aus der Hoffnung und der Zuversicht. Und die Atmosphäre im Haus sollte bestimmt werden durch den Frieden.


Aber wie bei einem richtigen Haus ist es ganz wichtig,
das Haus zu pflegen und instand zu halten.


Ein Haus, das nicht gepflegt wird, an dem nichts repariert wird, wird eines Tages in sich zusammenstürzen. Ein Haus, das einmal eingestürzt ist, kann man nicht mehr wieder aufrichten, ein Fundament, das zerstört ist, nicht wiederherstellen.


Daran sollten wir immer denken, wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern Vertrauen schenken.
Wir sollten es mit ganzem Herzen und ganzer Seele tun und das in uns gesetzte Vertrauen niemals enttäuschen, denn das ist neben der Lieblosigkeit das Schlimmste, was man einer kindlichen Seele antun kann.


So ist das auch mit unserem ganzen Lebenshaus.
Vertrauen darf nicht enttäuscht werden.
Liebe bleibt nur dort, wo Menschen offen miteinander reden und einander vergeben.
Und
die Freude ist auch nur dort gerne zuhause, wo wenig kritisiert und umso mehr gelobt und ermutigt wird.

Die Zuversicht und die Hoffnung beschützen uns vor Entmutigung und im Leid.
Deshalb dürfen wir sie niemals aufgeben, denn sie bilden das Dach unseres Lebenshauses. Ohne sie regnet es in unser Lebenshaus hinein.
Und der Friede sorgt dafür, dass sich alle im Haus wohlfühlen.

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch ein Lebenshaus, das voll intakt ist, in dem Freude, Friede, Zuversicht, Hoffnung, Vertrauen und Liebe das Klima bestimmen.


Ich wünsche Euch einen ermutigenden Nachmittag und grüße Euch aus meiner Studierstube in Bremen

Euer fröhlicher und zuversichtlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen