Donald Trump & Co. schossen auf alles, was dem Nicht-Trump-Bewegung-Amerika wichtig ist. Man sollte vorsichtig sein, dem Präsidenten Untätigkeit vorzuwerfen. Mittwoch explodierten die Politgranaten so heftig wie die Mörser bei Kim Jung-uns Raketenbeschuss des Meeres.
Die präsentierte “Mutter aller Steuersenkungen” ist pures Republikanisches Dogma mit Wall-Street-Turbo: Der Mega-Tax-Cut ist nichts anderes als eine weitere Umverteilung von den Ärmsten zu den Reichsten. Eine Explosion des US-Defizits scheint vorprogrammiert – ein willkommener Grund für weitere Kahlschläge im Sozialbereich.
Reagan, Bush Jr., irgendwer?
Präsentiert wurde der Radikalentwurf von zwei ehemaligen Goldman-Sachs-Bankern. Was die dramatischen Steuersenkungen kosten würden? Haben sie sich noch nicht ausgerechnet.
Der Steueroffensive war nicht das einzige düstere Highlight von Tag 97 der Trump-Ära:
- Der rechte “Freedom Caucus” im Repräsentantenhaus unterstützt jetzt eine radikalisierte Version von “Trumpcare”. Damit sind die Republikaner am Weg, die Kassen für 20 Millionen Maschen zu killen.
- Trump stellte auch ein Ende des Freihandelsabkommen NAFTA mit Mexiko und Kanada in Aussicht.
- “Mother Nature” blieb ebenfalls nicht verschont: Der Präsident will zahlreiche Nationalparks auflösen und “das Land den Amerikanern” (sprich Holzfällern, Bergbauunternehmen und Ölfirmen) zurückgeben.
- Was vergessen? Ach ja, das Berufungsgericht des “9th Circuit” in San Francisco möchte Trump auflösen lassen – da sie mehrmals gegen ihn stimmten.
Wahlen haben Bedeutung, heißt es. No kidding…
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