Walnussbaum pflanzen und pflegen: der Hausbaum im Garten

Der Walnussbaum wirkt erhaben, steht vorzugsweise in Einzelstellung und überdeckt Gartenflächen mit seinem breit gefächerten Blattwerk. Es ist der ideale Schattenspender in großen Gärten und gilt als beliebter Hausbaum. Mit bis zu 20 bis 30 Metern Höhe ist er das Hauptmerkmal des Gartens und das für bis zu 150 Jahre. Manche Exemplare erreichen sogar ein Alter von bis zu 600 Jahren. Je nach Sorte gibt es Abweichungen. Wer einen Walnussbaum im Garten haben möchte, sollte vor der Pflanzung einiges über den Baum in Erfahrung bringen. Wir zeigen Ihnen, worauf es wirklich ankommt, wenn Sie einen Walnussbaum richtig pflanzen und pflegen wollen. 

Walnussbaum pflanzen und pflegen: ein Überblick

  • Standort: Sonniger, warmer und geräumiger Platz
  • Zeitpunkt des Pflanzens: Frühjahr
  • Bewässerung: Im Wachstum viel und regelmäßig, bei ausgewachsenen Bäumen nur in Trockenzeiten
  • Düngung: Optional, z.B. mit Kompost
  • Rückschnitt: Optimal im Spätsommer
  • Blüte: Zwischen Mai und Juni, für vier Wochen
  • Ernte: Nachdem die Nüsse gefallen sind

Darf ich einen Walnussbaum im Garten haben?

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Walnussbäume breiten sich nicht nur in der Höhe aus. Auch unter der Erde vereinnahmen sie viel Platz. Die Wurzeln bilden ein dichtes Netz, das einen Durchmesser von mehreren Metern erreichen kann. Aufgrund dessen ist die Pflanzung eines Walnussbaums teilweise verboten. Denn es muss sichergestellt sein, dass die Wurzeln des Baumes das eigene Grundstück nicht überschreiten. Breiten sich die Wurzeln auf das Nachbargrundstück aus, können sie Flächen wie Terrassen und Plateaus beschädigen.

Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass auch das Blattwerk nicht auf das Nachbargrundstück reicht. Selbst wenn der Nachbar nicht vom Walnussbaum tangiert wird, könnte die Pflanzung verboten sein. Nämlich dann, wenn sich der Walnussbaum zu nah an den eigenen Gebäuden, Terrassen oder Wegen befindet. Gerade in Mietverhältnissen kann dies zu Streitereien führen. Bevor Sie also einen Walnussbaum pflanzen, sollten Sie mit Nachbarn, Kommune und Vermieter Rücksprache halten. 

Standort und Pflanzung

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Sonnige und warme Plätze im Garten sind für den Walnussbaum ideal. Zudem sollten lehmige, waldige und nährstoffreiche Bodenverhältnisse gewährleistet sein. In Einzelstellung gepflanzt, sollten Sie das zukünftige Wachstum des Baumes mit einkalkulieren. Bestenfalls befinden sich in einem Radius von mehreren Metern keine weiteren Pflanzen und schon gar keine Gebäude oder Befestigungen. 

Die Pflanzung ist im Frühjahr vorgesehen. Für die ersten Monate ist es sinnvoll, den Walnussbaum mit einem Pfeiler oder einer Rankhilfe zu befestigen, um ihm Stabilität zu geben. Im Laufe seines Lebens benötigt der Walnussbaum dann keine weitere Hilfe mehr. Der Stamm kann einen Durchmesser von etwa zwei Metern erreichen. 

Gießen und düngen

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Walnussbäume sind wie ein eigenes Ökosystem. Durch ihre dicken und breit angelegten Wurzeln ziehen sie über die Jahre notwendige Nährstoffe und Feuchtigkeit direkt aus dem Boden. Zu Beginn des Wachstums ist es jedoch wichtig, den Walnussbaum ausreichend zu gießen. Langfristig ist das Gießen nur noch in trockenen Perioden notwendig. Zu unterschätzen ist das Gießen dann aber nicht. Walnussbäume, die mehrere Meter hoch und breit sind, benötigen viel Wasser. Erhalten Sie dieses nicht, zeigen Sie es uns. Das Blattwerk neigt sich dann Richtung Boden. In solchen Phasen benötigt der Walnussbaum mehrere Liter Wasser. Ganze Regentonnen sollten für die Bewässerung des Walnussbaums im Hochsommer vorgesehen werden. Auch Zisternen im Boden bieten Abhilfe. Andernfalls können die Bewässerungskosten exorbitante Werte annehmen. 

Im Grunde ist der Walnussbaum jedoch ein pflegeleichter Gefährte, der in die Selbstversorgung geht. Eine regelmäßige Düngung unterstützt natürlich zusätzlich. Hier können Sie auf Kompost setzen. Der beste Zeitpunkt für die Düngung ist, nachdem alle Walnüsse auf den Boden gefallen sind. 

Schneiden und fällen 

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Im Spätsommer sind Schnittmaßnahmen am Walnussbaum besonders günstig. In dieser Zeit verheilen Wunden schnell und der Walnussbaum ist robust. Während der Schnittmaßnahmen sollten Sie sich nicht erschrecken: Walnussbäume „bluten“. Rinnsale treten aus den Wunden heraus. Im Spätsommer reduziert sich jedoch die Flüssigkeit. Denn zu dieser Zeit zirkuliert nur wenig Baumsaft in den Fasern. 

Allgemein ist ein Rückschnitt der Walnuss von Vorteil. Im Idealfall werden nur tote Äste aus dem Blattwerk herausgeschnitten.

Viele Gartenbesitzer versuchen jedoch, durch Formschnitte die Höhe und Breite der Walnuss im Zaum zu halten. Wichtig ist dann immer, dass sie den Baum zunächst auslichten, dann sehr dünne Triebe abschneiden und erst anschließend überhängende Äste entfernen. 

Sollte der Walnussbaum gestorben sein, ist das Fällen des Baumes notwendig. Dies sollten Sie niemals in Eigenregie tun, auch nicht bei kleinen Exemplaren. Nussholz ist extrem porös. Die Fallseite ist Laien nicht bekannt und auch Werkzeug kann schnell zwischen Ästen eingeklemmt werden, was wiederum eine erhöhte Verletzungsgefahr birgt. Darüber hinaus ist das Fällen des Walnussbaumes in der Regel genehmigungspflichtig. 

Krankheiten und Schädlinge

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Walnussbäume gelten als robust und resistent, jedoch sind auch sie nicht vor allen Krankheiten und Schädlingen gefeit. Bakterienbrand ist eine der bekanntesten Krankheiten des Walnussbaumes. Hier treibt das Bakterium Xanthomonas juglandis sein Unheil. Insekten sind es, die das Bakterium transportieren. Dunkle Flecken mit gelben Rändern auf den Blättern des Baumes weisen auf einen Befall hin. In diesem Fall hilft nur eines: Schere anlegen und die befallenen Triebe entfernen.

Der von Pilzen verursachte Mehltau ist ebenfalls eine mögliche Krankheit. Bei einem infizierten Baum ist weißer Belag auf den Unterseiten der Blätter zu sehen. Hier hilft es nur, auf den Laubfall zu warten und das Laub im Anschluss schnellstmöglich zu rechen und zu entsorgen. 

Bestimmte Schädlinge sind ebenfalls vorzufinden. Eine trägt sogar den Namen des Baumes: die Walnussfruchtfliege. Sie legt ihre Eier direkt in das Fleisch der Nuss hinein. Ein Befall zeigt sich bereits an der Nussschale. Sie ist schwarz verfärbt. Nach der Reinigung ist sie für uns Menschen aber immer noch genießbar. Zu schwarze Früchte sollten jedoch entfernt und nicht mehr verzehrt werden. 

Blüte und Ernte

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Walnussbäume sehen nicht nur schön aus, sie tragen auch Früchte, die wir im Spätsommer und Herbst knacken können. Bis zur ersten Blüte benötigen Besitzer jedoch etwas Geduld. Ein Baum blüht erst nach 15 bis 20 Jahren. Dann schmücken die Blütenkätzchen den Baum jedoch in voller Pracht und das etwa vier Wochen lang. Zwischen Mai und Juni können Sie die Schönheit bewundern und den Farbwechsel bestaunen. Zunächst blühen die Kätzchen in Grün, werden mit der Zeit jedoch braun-grau. Das ist der Zeitpunkt, in dem sie verblühen. Sie sind aber noch immer hübsch anzusehen sind.

Die Ernte der Nüsse findet erst einige Monate später statt. Denn nach der Blüte entwickelt der Walnussbaum zunächst seine Früchte. Die Nüsse sind während ihres Wachstums durch grüne Schalen geschützt. Erst wenn die Nüsse von Mitte September bis Ende Oktober herunterfallen, sind sie reif. Die Ernte kann jetzt beginnen. Nun können Sie so viele Nüsse knacken, wie Sie möchten. 

Fazit

Walnussbäume sind nicht nur wunderschön anzusehen, sie sind auch verhältnismäßig pflegeleicht. Dennoch gibt es bestimmte Dinge zu beachten. Vor allem das ausgeprägte Wurzelnetz kann zu Problemen führen. Deshalb sollten Sie auch nicht auf eigene Faust entscheiden, ob Sie einen Walnussbaum in Ihren Garten pflanzen. Solange Sie also Rücksprache mit allen relevanten Parteien gehalten haben und sich der Größe sowie der richtigen Pflege des Baumes bewusst sind, steht Ihrem Walnussbaum-Glück nichts mehr im Wege.

FAQ

Wo soll ich meinen Walnussbaum pflanzen?

Sonnige und warme Einzelplätze im Garten sind für den Walnussbaum ideal. Zudem sollten lehmige, waldige und nährstoffreiche Bodenverhältnisse gewährleistet sein. Das Wachstum sollten Sie stets miteinkalkulieren.

Wann soll ich meinen Walnussbaum pflanzen?

Die Pflanzung ist im Frühjahr vorgesehen.

Muss ich meinen Walnussbaum bewässern?

Zu Beginn des Wachstums ist es wichtig, den Walnussbaum ausreichend zu gießen. Langfristig versorgen sich Walnussbäume selbst mit Wasser. Das Gießen ist nur noch in trockenen Perioden notwendig, dann aber nicht zu unterschätzen. Denn große Walnussbäume benötigen viel Wasser.

Wann soll ich meinen Walnussbaum schneiden?

Im Spätsommer sind Schnittmaßnahmen am Walnussbaum besonders günstig. Im Idealfall werden nur tote Äste aus dem Blattwerk herausgeschnitten.

Muss ich meinen Walnussbaum düngen – wenn ja, wann?

Der Walnussbaum versorgt sich selbst. Eine regelmäßige Düngung unterstützt aber zusätzlich. Hier können Sie auf Kompost setzen. Der beste Zeitpunkt für die Düngung ist, nachdem alle Walnüsse auf den Boden gefallen sind. 

Darf ich meinen Walnussbaum fällen?

Ist ein Walnussbaum gestorben, muss er gefällt werden. Dies sollten Sie niemals in Eigenregie tun, auch nicht bei kleinen Exemplaren! Darüber hinaus ist das Fällen des Walnussbaumes in der Regel genehmigungspflichtig. 

Was mache ich bei Bakterienbrand meines Walnussbaums?

Dunkle Flecken mit gelben Rändern auf den Blättern des Baumes weisen auf einen Befall hin. In diesem Fall hilft nur eines: Schere anlegen und die befallenen Triebe entfernen.

Was mache ich, wenn mein Walnussbaum Mehltau hat?

Bei einem infizierten Baum ist weißer Belag auf den Unterseiten der Blätter zu sehen. Hier hilft es nur, auf den Laubfall zu warten und das Laub im Anschluss schnellstmöglich zu rechen und zu entsorgen. 

Wie gehe ich vor, wenn mein Walnussbaum von Walnussfruchtfliegen befallen ist?

Die Walnussfruchtfliege legt ihre Eier direkt in das Fleisch der Nuss hinein. Ein Befall zeigt sich bereits an der Nussschale. Sie ist schwarz verfärbt. Nach der Reinigung ist die Nuss für uns Menschen aber immer noch genießbar. Zu schwarze Früchte sollten jedoch entfernt und nicht mehr verzehrt werden. 

Wann blüht ein Walnussbaum?

Ein Baum blüht erst nach 15 bis 20 Jahren. Dann schmücken die Blütenkätzchen den Baum jedoch in voller Pracht und das etwa vier Wochen lang zwischen Mai und Juni. Zunächst blühen die Kätzchen in Grün, werden mit der Zeit, wenn sie verblühen, jedoch braun-grau.

Wann lassen sich Walnüsse ernten?

Wenn die Nüsse von Mitte September bis Ende Oktober herunterfallen, sind sie reif. Die Ernte kann dann beginnen.


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