Wahlkreisbüro international

Erstellt am 16. April 2015 von Stefanliebich

Unabhängig von Ämtern und Serviceeinheiten gibt es im Bezirksamt Pankow eine Reihe von Beauftragten für die unterschiedlichsten Themenbereiche. Das wußten wir schon und ein Treffen mit der Integrationsbeauftragten Katarina Katarina Niewiedzial stand schon lange auf Stefans Plan. Am Mittwoch klappte es dann.

Katarina Niewiezial (r.) und Amélie Petroni (l.) Gabi Kuttner

Katarina Niewiedzial, selbst aus einer polnischen Familie stammend und ihre italienische Mitarbeiterin Amélie Petroni besuchten Stefan im Wahlkreisbüro. Für Temperament war also gesorgt.

Auch wenn Pankow kein sozialer Brennpunkt ist, haben wir die meisten Zuzüge aller Berliner Bezirke. Jeder Zweite kommt aus dem Ausland. Die meisten aus Polen, Italien und Spanien. Nicht alle mußten vor Krieg, Not und Gewalt zu uns fliehen. Zunehmend kommen auch Menschen aus europäischen Krisenländern. Sie sind hoch motiviert und qualifiziert. Jede Gruppe sucht und braucht etwas anderes. In jedem Fall Unterstützung. Das ist K.N. wichtig! Denn, wie sie sagt: „Wir haben die Chance, Integration als positive Geschichte zu erzählen.“

Willkommenskampagne: GenauPankow! Künstlerin: Bianca Monroy

Trotzdem sollte auf politischer Ebene Integration nicht so stark mit dem Sozialbereich vermischt werden. Die Ansprüche sind und bleiben unterschiedlich und müssen von den Ämtern auch so behandelt werden. Es braucht eine Veränderung des Blicks auf diese Thematik. Die neuen Bürger machen nicht nur Arbeit, sie sind auch eine Bereicherung. Allerdings erschwert mangelnde Flexibilität bei einige Eingliederungsvoraussetzungen stark eine schnelle Integration. Wie bei der Anerkennungen von Diplomen oder der 2 Jahre dauernde Integrationskurs. Das deckt sich absolut mit den Aussagen der Projekte, mit denen Stefan bereits sprach. Genannt seien hier nur Ayekoo e.V., die OASE und Renate Stark von der Caritas. Mit all diesen Stellen arbeiten auch K.N. eng zusammen. Gut, wenn Netzwerke so funktionieren!

Willkommenskampagne: GenauPankow! Künstlerin: Gabriele Di Stefano

Sie sagt auch: . „Doch es reicht nicht, wenn die Integration aufgrund einer Kette von Zufällen gelingt. Wir müssen die Wege zum Integrationserfolg institutionalisieren." Integration passiert vor Ort und die Menschen brauchen gebündelte Informationen an zentralen Stellen. Ein ständiges Weg- bzw. Weitergeschicke in Ämtern schafft ja schon uns Einheimische und wir haben keine Sprachbarriere.

Das hat das Bezirksamt aber im Blick. Immer wieder wird an der Durchsetzung mehrsprachiger Beschriftungen und die der ausliegenden Formulare in den Bürgerämtern gearbeitet. Auch wird an die Teilnahme eines Englischkurses für MitarbeiterInnen mit Bürgerkontakt nachgedacht.

Willkommenskampagne: GenauPankow! Künstlerin: Gabriele di Stefano

Ein unterstützender Beitrag ist auch die bald vorliegende Studie darüber, welche Migrantengruppen welchen Bedarf sehen, und in welcher Form sie sich jetzt schon beteiligen. Denn ess geht darum, Möglichkeiten für strukturelle Veränderungen zu identifizieren.

Wichtig ist, die Wanderungen in der Welt werden nicht aufhören aber Integration darf nicht mit Assimilation verwechselt werden.