Waffen-Debatte immer irrer: „Amokläufer sind doch immer Demokraten“

Von Bauernebel

Die unter Druck geratenen Verteidiger von Waffen-Rechten schlagen immer wilder um sich.

Zuerst wurden in einer Welle wilder Conspiracy-Theorien Überlebende des High-School-Massakers als "bezahlte Schauspieler" denunziert - jetzt behauptet eine Republikaner-Angeordnete aus dem US-Staat New York, dass die meisten Massenmörder Demokraten seien.

Die bizarren Kommentare von Claudia Tenney sorgten für Fassungslosigkeit. Sie warf der couragierten Schülerbewegung, die ein Ende des Waffenwahns verlangt, vor, die Tragödie in Florida zu "politisieren". Und dann fügte sie bei einer Talk-Show an: Es sei doch interessant, "dass sich die meisten dieser Massenmörder am Ende als Demokraten entpuppen".

Statistiken oder Reports als Beweis für ihre Behauptung konnte sie keine nennen.

Trump will Lehrer bewaffnen

Weiter verwirrt agiert auch Donald Trump: Der US-Präsident wurde heftig kritisiert, als er bei einem Treffen mit Opferfamilien die Bewaffnung von Lehrern verlangte.

Auf Twitter kritisierte er "Fake News"-Medien wie CNN, wonach er das so nicht gesagt hätte - doch wiederholte dann den Vorschlag im gleichen Tweet.

Demnach sollten 20 Prozent der Lehrer, jene mit Waffentraining oder Militärerfahrung, Pistolen tragen, um Amokläufer zu stoppen.

Trump wiederholte dann auch eines der häufigsten Argumente der Waffenlobby NRA: Schulen als "waffenfreie Zonen" würden Killer nur anlocken.