Von Neujahrsvorsätzen und abergläubischen Tauben


Vorsätze fürs neue Jahr sind zu so etwas wie einem lahmen Witz verkommen. Es scheint gar so zu sein als wäre es "in", keine Vorsätze zu haben. Keiner meiner Freunde hat einen richtigen. "Aufhören kann man jeden Tag. Dazu muss man nicht erst auf den Jahresbeginn warten" heißt es dann oft.
Alles richtig, Schlauberger.... aber schadet es, ein markantes Datum, einen feierlichen Anlass und die Tatsache, dass viele andere Dinge des Alltags von Neuem beginnen (Steuerjahr, 2012 sogar das Ende der "Tag-Monat-Jahr-Dreifaltigkeit", die sich übrigens nicht nur Nummerologen und andere Esoteriker jährlich zum Anlass genommen haben ihrem Hochzeitstag ein leicht merkbares Datum zu verpassen) dazu zu nutzen, eine signifikante Änderung in seinem Leben einzuleiten? Nein, schaden tut es wahrscheinlich nicht.Warum also meiden so viele dieses für einen Vorsatz prädestinierte Datum?Ich vermute, es hat etwas mit einer Art umgekehrtem Aberglauben zu tun.
Die Idee, seinem Schweinehund die demütigende Niederlage zu bereiten, die er verdient, ist so alt, wie die Erfahrung daran zu scheitern. Wohl darum hat sich die Denkweise eingestellt, die beiden äußeren Enden des Jahres seien für einen „Change“ keine besonders glückliche Wahl. Die Assoziation legt die höchst naive Schlussfolgerung nahe: Jeder andere Tag sei darum um so geeigneter.
 Skinners abergläubische Tauben
Wie der berühmte Verhaltenstheoretiker B.F. Skinner in den 50er Jahren anhand von Experimenten gezeigt hat, sind schon gewöhnliche Tauben zu solcher „Logik“ fähig. Was wir hier nämlich haben ist ein klassisches Beispiel der Operanten Konditionierung. Vertretern dieser Theorie nach erfordern solche „Schlussfolgerungen“ genau genommen überhaupt keinen "Gedanken", sondern sind das Ergebnis einer primitive Verknüpfung von Reiz (Silvester) und Reaktion (Nicht-durchhalten).
Diese Prinzipien gelten in geringem Maße auch für Menschen. Im Gegensatz zu Tauben sind wir Menschen jedoch der Kognition fähig und sind (hoffentlich) in der Lage zu erkennen, dass die Gründe für unser Scheitern nicht im falsch gewählten Datum liegen, und darum keine Auswirkungen auf unsere Motivation haben müssen.
Wie die (eigene) Erfahrung aber oftmals zeigt, ist es meist doch so, das man sich weder an Silvester noch an einem anderen Tag etwas wirklich fest vornimmt. Schließlich ist es dem eigenen Selbstwertgefühl dienlicher, es nicht versucht zu haben, als bei einem Versuch gescheitert zu sein.
Allen Wahrscheinlichkeitsrechnungen zum Trotz bin ich seit 7 Tagen Rauchfrei.
Es sind noch ... ...bis zu einem rauch-freien Jahr.

1:0 Willenskraft vs. Schweinehund. Ein Jahr Nichtraucher.

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