Von Igeln, Bären und Vitaminen

05-016

Was haben Igel, Bären, Murmeltiere und Fledermäuse gemeinsam?

Genau, sie alle halten im Winter einen Winterschlaf.

Bären sieht man heutzutage nicht mehr all zu häufig.
Die Murmeltiere jedoch kann man in den Bergen beobachten: wenn der Schnee weg ist kommen sie als Klappergestell aus ihren Höhlen um auf den Alpweiden ihr geselliges Leben zu pflegen – und man hört sie auch, weil sie jede Gefahr mit Warnpfiffen anzeigen! Sie werden im Sommer immer zahlreicher und auch immer dicker – bis sie dann im Herbst wieder in ihren Löchern verschwinden zum großen Schlaf.

Im Sommer haben die Murmeltiere eine Körpertemperatur von beinahe 40°C – wenn sie aber im Winter eingeschlafen sind, machen sie nur noch einen einzigen Atemzug pro Stunde, das Herz schlägt in der Minute zwei mal und ihre Körpertemperatur ist bei bescheidenen 7 °C …

Murmeltier

Was bewirkt, dass diese Tiere einen Winterschlaf machen? Sind es die kürzeren Tage oder die fallende Temperatur? Sind es einfach die Gene?

Weshalb sind auch viele Menschen unglaublich müde im Winter?

In den letzten paar Jahren wurden viele neue Entdeckungen rund um das Vitamin D gemacht. Daher wurde letztes Jahr sogar die behördliche Verzehr-Empfehlung für uns Bürger verdoppelt. Man hat gemerkt, dass in bei uns offenbar fast alle Menschen an Vitamin D Mangel leiden. Das zeigt sich zum Beispiel in Müdigkeit, Kränklichkeit und langfristiger Gebrechlichkeit. Der Körper macht ja eigentlich dieses Vitamin mit Hilfe von Sonnenlicht selber. Aber im Winter ist die Sonneneinstrahlung zu gering und im Sommer schützen wir uns (zu recht) vor der Sonne. Und so haben wir den Mangel.

Zurück zum Winterschlaf: es erhärtet sich die These, dass die Tiere bei einem Vitamin D Abfall in den Winterschlaf fallen. Ob das Murmeltier wohl wach bleiben würde, wenn man ihm Vitamin D spritzt? Viele Menschen sind begeistert, dass ihre Wintermüdigkeit mit Vitamin D Tropfen/Tabletten verschwunden ist. Die bekommt man ja billig in jeder Apotheke. Der Evolutionsbiologe Jeff Bowles hat vor zwei Jahren viel Wirbel um seine ehrgeizigen Selbstversuche gemacht, (hier ein Zeitungsartikel dazu) und er hat letztes Jahr auch ein etwas reißerisches Buch veröffentlicht (siehe Link unten). Es kommt Bewegung in die Sache.

Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen, aber wie dem auch sei, ich nehme auf jeden Fall schon mal täglich meine Vitamin D Tropfen.


Totemtier / 63cm  x 42cm / Acryl auf Aquarellpapier / 2005, Nr.05-016


LINK zum Buch von Jeff Bowles:


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