Von einem nutzlosen Frosch zu “anderen Verwendungen”

Die erste Hälfte der dritten Staffel von Clone Wars war geprägt und weitgehend politischen Geschichten, die in Bezug auf Spannung, nun ja – Platz für Verbesserungen boten. Dazu kamen noch einige Sprünge in der Kontinuität, d.h. manche Geschichten spielten zeitlich vor Episoden, die bereits früher gezeigt worden waren, was es dem Zuseher nicht unbedingt einfacher machte, festzustellen wo in der CW Zeitleiste man sich gerade befand.

Dafür bot die zweite Hälfte dieser Staffel eine packende Geschichte nach der anderen.

Die ersten zwei Drittel der fünften Staffel war geprägt von Verschiebungen, d.h. die Reihenfolge der Ausstrahlung wurde mehrfach geändert, einige Folgen verschwanden überhaupt vom Ausstrahlungsplan und neue wurden kurzfristig eingeschoben. Und nicht alle diese Geschichten zählten unbedingt zum Besten was die Serie zu bieten hat.

Dafür bot das letzte Drittel dieser Staffel zwei wirklich packende Geschichten. Und ein Ende, von dem wir mittlerweile wissen, dass dieses Wort in mehr als einem Sinne zutrifft.

Werfen wir also gemeinsam – und zum letzten Mal – einen Blick zurück auf eine gesamte Staffel von CW: die Hitparade der 20 Episoden, wie schon in den Jahren zuvor auch diesmal wieder von hinten nach vorne:

20.: A Sunny Day in The Void

Ein Frosch will in einer trostlosen Gegend Selbstmord begehen und ein nervender Pit-Droide hält das für eine gute Idee, bevor die beiden auf seltsamen Vogeltieren am Horizont verschwinden. Zu den beiden nervendsten Figuren der SW Geschichte kommt auch noch ein absolutes Nichts an Handlung, was insgesamt nicht nur die schlechteste Folge dieser Staffel, sondern der gesamten Serie ergibt. Dave Filoni bezeichnete diese Folge im Vorfeld als experimentell. Nun, dieses Experiment ist komplett in die Hose gegangen.

19.: Secret Weapons

Eine Gruppe von Droiden und der Leitung einer Froschkreatur namens Mebur Gascon wird ausgeschickt, um den Separatisten ein Verschlüsselungsmodul zu stehlen. Was das Potential für eine interessante Geschichte hätte, wird durch die beiden nervenden Hauptfiguren leider komplett vernichtet. Nicht einmal R2-D2 kann hier noch viel retten.

18.: Point of No Return

Das Abschlusskapitel der D-Squad Geschichte weist mehr logische Fehler auf, als ein Wookiee Haare hat. So befinden sich auf einem Sternzerstörer, der eine Raumbasis der Republik rammen soll jede Menge Droiden, ebenso wie Hologramme der Besatzung, die jedoch niemand zu sehen bekommt. Und scheinbar macht es auch gar nichts, im Hyperraum eine Luftschleuse zu öffnen. Dafür werden wir am Ende wenigstens mit der spektakulärsten und farbenfrohesten Explosion der SW Geschichte entschädigt.

17.: Missing in Action

Die 100. Folge der Serie beschert uns nicht etwa einen erzählerischen Höhepunkt, dafür aber wenigstens einen Republic Commando mit Gedächnisverlust. Gascon und WAC fliegen aus einem Restaurant, dessen Koch ein Hawaiihemd trägt und am Schluss geht  Einiges in die Luft. Für das Jubiläum aber insgesamt ziemlich schwach.

16.: The Gathering

Vier Jünglinge müssen unter Aufsicht von Yoda und Ahsoka in den Eishöhlen von Illum die Kristalle für ihre Lichtschwerter finden. Die Folge gewährt uns zwar gewisse Einblicke in die Macht, ist insgesamt jedoch zu vorhersehbar, um wirklich zu fesseln. Wenn die Serie jemals wirklich junge Kinder im Fokus hatte, dann in dieser Episode.

15.: Front Runners

Im zweiten Teil der Onderon Geschichte führen die Rebellen verschieden Guerilla Angriffe auf Einrichtungen der Hauptstadt aus. Zwischen Saw und Lux Bonteri kriselt es immer noch und Letzterer ist dazu auch noch hin und hergerissen zwischen seiner Zuneigung für Steela und Ahsoka. Insgesamt eine Geschichte, bei der ich nicht den Eindruck hatte, dass sie die Handlung und die Charakterentwicklung sonderlich weiter bringt. Hätte man sie weggelassen, würde einem wohl kaum etwas abgehen.

14.: A War on Two Fronts

Im ersten Teil der Onderon Geschichte reisen Anakin, Obi-Wan, Ahsoka und Rex nach Onderon, um dort einer Gruppe Rebellen zu helfen, sich selbst dabei zu helfen sich gegen die Separatisten zu verteidigen.  Aus nicht wirklich ersichtlichen Grüden kann oder will sich die Republik nicht einmischen, also operieren die Jedi quasi undercover und bringen den Rebellen bei wie man schießt und mit EMP Granaten Boggia spielt. Ach ja, und Ahsoka ist eifersüchtig. Sonst passiert aber nicht viel.

13.: The Soft War

Noch mal Onderon, diesmal Teil drei, der die Handlung auch nicht wesentlich weiterbringt. Der von den Separatisten eingesetzte, weitgehend unfähige König will seinen legitimen Vorgänger köpfen lassen, was von den Rebellen verhindert werden kann. Dass ich mich an sonst nichts aus dieser Folge erinnern kann spricht auch nicht unbedingt für ihre Qualität.

12.: Bound for Rescue

Im dritten Teil der “Young Jedi” Geschichte machen sich die Jünglinge auf nach Florrum, um die gefangene Ahsoka zu retten. Auf ihrem Weg dorthin treffen sie eine Zirkustruppe und schließen sich dieser an. Was dann folgt ist eine Art “Das große Krabbeln meets Star Wars” und ein völlig besoffener Hondo Ohnaka wird hoch in die Luft geschleudert ohne sich beim Aufschlag den Hals zu brechen. Für Kinder vermutlich ganz reizend, ansonsten teilweise nervend.

11.: Sabotage

Anakin und Ahsoka werden nach einem imposanten Luftkampf über Cato Neimodia nach Coruscant gerufen, um einen Bombenanschlag auf den Jedi Tempel zu untersuchen, da der Rat niemandem traut. Warum man dann ausgerechnet Anakin, den absoluten Liebling des Rates mit dieser Aufgabe betraut bleibt ein Rätsel. Jedenfalls ist der vermeintliche Täter, bzw. die Täterin unter Verwendung allerlei moderner Kriminaltechnik bald gefunden, doch wer denkt, dass die Geschichte damit zu Ende ist, der irrt. Es kommt Alles nur noch schlimmer…

10.: A Test of Strengh

Wer Hondo Ohnaka bisher für einen netten Kerl gehalten hat wird hier eines Besseren belehrt: um an die Kristalle für Laserschwerter zu gelangen, entert er das Schiff, auf dem sich Ahsoka und die Jünglinge sowie ein 1000 Jahre alter Droide befinden und will die Kinder sogar umbringen lassen, um sein Ziel zu erreichen. Ahsoka hat da etwas dagegen und es kommt zu einem ziemlich beeindruckenden Kampf, bei dem Ahsoka gefangen wird und Hondo beinahe ins Vakuum gesaugt wird. Das wirklich gelungene Ende reicht für Platz 10.

9.: Eminence

Darth Maul und Savage Opress treffen auf Pre Viszla und die Death Watch. Und auch sonst tummelt sich in dieser Folge, in der Maul eine eigene Armee für die Eroberung der Galaxis zusammentrommelt so ziemlich der gesamte Abschaum des SW Universums. Die Szene, in der die Anführer der Black Sun von Savage geköpft werden bleibt leider der DVD vorbehalten, sonst wäre es vielleicht sogar noch ein Platz weiter vorne geworden.

8.: A Necessary Bond

Zum Abschluss der “Young Jedi” Geschichte ist Hondo doch wieder nett, tötet weder die Jünglinge noch Ahsoka, sondern hilft mit Grievous und die Separatisten von Florrum zu vertreiben. Die Slave I taucht voll flugfähig wieder auf und das imposante Duell Ahsoka gegen Grievous bedeutet möglicherweise den letzten Auftritt des Cyborg Generals in der Serie.

7.: Revival

Der erste Teil der Maul/Opress Geschichte wurde an den Anfang dieser Staffel gestellt was einige Probleme mit der Kontinuität aufwirft: so stirb Adi Gallia in dieser Folge, nur um in der nächsten Episode (die eigentlich vor dieser Folge spielt) wieder im Jedi Rat zu sitzen. Jedenfalls tauchen die beiden Sith Brüder auf Florrum auf, mischen Hondos Piratennest gehörig auf bevor Obi-Wan und Adi Gallia auftauchen und Maul auf der Flucht ein Bein und Opress einen Arm verliert. Obi Wan muss sich einmal mehr mit den beiden Zabraks prügeln und Hondo wird für seinen Einsatz fürstlich belohnt.

6.: Tipping Points

Der Abschluss der Onderon Geschichte beschwert uns eine recht epische Schlacht, Ahsoka hat plötzlich doch eine Lust mehr auf Lux und Steela stirbt den Heldentot, woran Ahsoka nicht ganz unschuldig ist (auch wenn sie eigentlich gar nichts dafür kann und sogar in den Rücken geschossen wird). Alles recht dramatisch und gut umgesetzt und am Ende tritt Lux in die Fusspuren seiner Mutter.

7.: To Catch A Jedi 

Ahsoka auf der Flucht tut sich mit Asajj Ventress zusammen, was nicht unbedingt Anakins Hoffnung stärkt, dass seine Schülerin tatsächlich unschuldig ist. Kurz darauf wird sowohl Ventress als auch Ahsoka von einer mysteriösen Gestalt angegriffen und Ahsoka verhaftet. Um wen es sich dabei handelt ist zu diesem Zeitpunkt im Prinzip schon sonnenklar, denn es gibt eigentlich nur eine Verdächtige. Der Kampf von Ahsoka und Barriss ist beeindruckend leidet aber ein bisschen daran, dass in den Folgen davor noch beeindruckendere Kämpfe zu sehen waren. Und wir erfahren endlich wie Katzen im SW Universum aussehen.

4.: The Jedi Who Knew Too Much 

Mit der Verhaftung von Letta Turmond als angebliche Bomberin des Jedi Tempels in “Sabotage” fängt der Ärger erst an, denn plötzlich wird Ahsoka verdächtigt hinter all dem zu stecken und sie muss vor Anakin und einem ganzen Haufen Klone zuerst durch das Industrieviertel und dann die Unterwelt von Coruscant flüchten. Da ist extrem gut umgesetzt, ebenso wie Ahsokas Fähigkeiten und ihre Verzweiflung sowie Anakins Zweifel, ob er nicht vielleicht doch die “richtige” Täterin jagt

3.: Shades of Reason

Platz drei in dieser Staffel geht an die Folge, in der Maul, Opress und ihre Verbrecherbande versuchen Mandalore aufzumischen, Pre Vizsla endlich Rache an Satine nehmen kann und sich zum neuen Anführer über den Planeten aufschwingt. Seine Herrschaft währt jedoch nicht lang, denn Maul fordert ihn zu einem Zweikampf heraus, in dem alles erlaubt ist. Wer nach dieser Folge behauptete, gerade das beste Duell der SW Geschichte gesehen zu haben, der hatte absolut recht. Bis zur nächsten Episode!

2.: The Wrong Jedi

Die letzte Folge dieser Staffel (wie überhaupt einer CW Staffel) bringt uns einen der emotionalsten Momente der gesamten Saga. Ahsoka wird zunächst zum Tode verurteilt bevor Ankin es schafft, Barriss Offee als die von den Wegen der Jedi völlig verstörte Täterin zu überführen. Vom mangelnden Vertrauen des Rates und dem Verrat ihrer Freundin desillusioniert beschließt die Togruta den Orden, Anakin und die Serie zu verlassen. Ob wir sie jemals wiedersehen ist höchst ungewiss. Drehbuch, Dialoge, Umsetzung, Optik und auch die Musik in dieser Folge sind absolut top!

1.: The Lawless 

Ich bin immer noch nicht sicher, ob dies nun die beste Folge der Serie ist oder doch Mortis, auf jeden Fall aber hat sie sich knapp aber doch den obersten Podestplatz dieser Staffel verdient. Ian Abercrombies letzter Auftritt bedeutetet auch das erste Erscheinen von Darth Sidious in Fleisch und Blut. Und was für ein Erscheinen! Im Kampf gegen Maul und Opress (und dies ist nun das beste Duell der Saga) lässt er die beiden wie Schulbuben aussehen, tötet Savage und lässt Maul am Leben, da er “andere Verwendungen” für ihn hat. Dass Satine zuvor noch vor den Augen von Ob-Wan von Maul erstochen wird, der damit versucht, den Jedi auf die dunkle Seite zu ziehen gibt dieser nahezu perfekten Folge nur noch mehr Gewicht.

Nachdem dies nun also die letzte komplette Staffel von Clone Wars war zu Abschluss noch meine persönliche Reihung der vergangenen 5 Seasons:

  1. Staffel 3 (ja trotz der verpatzten ersten Hälfte, aber wegen der fantastischen zweiten und vor Allem wegen Mortis)
  2. Staffel 5 (auch hier ein recht holpriger Start, aber ein grandioses Finale)
  3. Staffel 2 (dank der fulminanten zweiten Schlacht von Geonosis, der Gehrinwürmer und des Zilo Monsters)
  4. Staffel 4 (eine Staffel ohne wirkliche Höhe- und Tiefpunkte)
  5. Staffel 1 (einige gute Geschichten, aber nicht wirklich episch)

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