Von der WM zur Ahnenforschung

Nach dem Ausscheiden der deutschen und nun der spanischen Nationalmannschaft wird es natürlich für unsere deutsch-spanische Familie ganz schwierig mit dem Weiterfiebern.

Doch die Jungs halten ganz gut mit. Zu EM 2016-Zeiten nach dem Aus der Deutschen gegen Italien waren Spaghetti, Pizza und Eis tabu. Ein Beleidigtsein des Nachwuchses, wie man es eigentlich nur von Donald Trump kennt. Glücklicherweise ist bei uns russisches Essen nicht auf dem regulären Speiseplan.*

Ein kurzes „Pfannkuchen wollen wir nicht mehr!“ kam als wütender Aufschrei (Die Kindernachrichtensendung Logo hatte Pfannkuchen als Leibspeise der Russen angedeutet). Aber mit einem beschwichtigenden „Dann essen wir halt Crêpes“ konnte diese Gefahr für Leib und Magen abgewendet werden.

Schwieriger wird es nun, welcher – verbleibenden – Nationalmannschaft wir unser Herz schenken wollen. In der Familie wird nun Ahnenforschung betrieben. Momentan gehen wir mit Kolumbien, die Familie der spanischen Gattin hat da viele Jahrzehnte gelebt. Und sonst muss halt mein Blogname Andreas Clevert ran: ‚Clevert‘ verweist auf die real existierende mütterliche Linie, wo meine hugenottischen Vorfahren nach der Bartholomäusnacht nach deutschen Landen auswanderten. Na, ein Glück, dass es damals den Seehofer noch nicht gab. Für wen hätte man denn sonst noch bei der WM dann sein können?

*Wobei: Wenn mir jemand ein Land nennt, wo Nutella das Leibgericht ist, würde ich alles dafür geben, dass Deutschland gegen dieses Land verliert. Dauerhaft.

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