Vom Suchen und Finden der Liebe

Helmut Dietl wird dieses Jahr 70. und feiert das auch noch am selben Ehrentag wie ich (also nicht, dass ich 70. geworden wäre…). Da scheint es schon in den Sternen zu stehen, dass ich heute hier sitze um über einen seiner Filme zu schreiben.

 

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Worum geht es?

Komponist Mimi Nachtigal (Moritz Bleibtreu) und Sängerin Venus Morgenstern (Alexandra Marie Lara) verlieben sich unsterblich ineinander, streiten sieben Jahre lang und trennen sich schließlich. Doch dann wird beiden schmerzlich bewusst, dass sie die Liebe ihres Lebens verloren haben. Zunächst versucht jeder den Kummer auf seine Weise zu bewältigen: Venus nimmt sich einen neuen Freund, Mimi im Gegenzug das Leben. Alles scheint zu spät. Doch die Liebe ist stärker als der Tod. So steigt Venus, wie einst Orpeus, in die Unterwelt hinab, um ihren Geliebten zurückzuholen…

 

Die romantische, hochdramatische und absolut herzzerreißende Liebesgeschichte von Mimi Nachtigal und Venus Morgenstern

In der Gestalt einer mythologischen Operette wandelt hier eine Geschichte über die Leinwand, die so im deutschen Film noch nie erzählt worden ist und wohl auch nie wieder erzählt werden wird, weil den Filmschaffenden dafür der Mut fehlt. Es ist keine Umsetzung für den Mainstream, aber für das Herz.

Ich kann mich verlieben

Seit Mimi und Venus weiß ich, dass ich Filme anders sehe als der Durchschnittszuschauer. Ich kann mich total verlieren, wenn Mimi davon spricht wie seine Venus ihre Aura auf seine Klaviertasten gelegt hat (genauer gesagt in der mittleren Lage vom tiefen bis zum eingestrichenen c). Und ich kann über den bierernst durchgezogenen Witz zwischen Helena (Anke Engelke) und Theo (Uwe Ochsenknecht) auch viel mehr in Freude zergehen, als bei jeder kommerziellen Komödie, die nur auf den zu erwartenden Witz hinausläuft.

Wohin geht die Liebe, wenn sie geht?

Auf jeden Fall hat sich die Liebe in die Dialoge gelegt und lässt sich charmant von den Schauspielern erwärmen. Moritz Bleibtreu könnte ich ohnehin stundenlang zuhören, weil es keinen deutschen Schauspieler gibt, der eine schönere Prosodie in seiner Sprache bestitzt. Und die liebe Alexandra Marie Lara… so oft den Tränen so nahe, dass ich sie in den Arm nehmen möchte.

Der Tod wird uns ja quasi mit der Geburt mitgeliefert

Und die Liebe ist eines der wenigen Mittel, die wir gegen den Tod einsetzen können um uns am Leben zu halten. So ähnlich hat es Helmut Dietl in dem wirklich sehenswertem Making Of formuliert. Ich könnte schon wieder zergehen…

Okay, der Film ist nicht Mainstream…

… und wird bei Weitem nicht jedem gefallen. Aber er hat mein Herz zum Glühen gebracht.

 

 



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