Vom Kleinerwerden – Zeit, einen Dank auszusprechen

Von Andreas Clevert @andreasclevert

Ein Zufall will es, dass unsere Piratenmannschaft zu diesem Sommer geschlossen vom Status ‚Größter‘ in Status ‚Kleinster‘ wechselt.
Der Piratenkapitän wechselt von der zweiten in die dritte Klasse. Und eine Besonderheit unsrer Grundschule bringt es mit sich, dass diese zwei Standorte hat. Einen Standort für die ersten und zweiten Klassen, und einen für die dritten und vierten Klassen.
Der Piratensteuermann wechselt vom Kindergarten in die Grundschule.
Der Piratenschiffsjunge vom U3-Kinderhort in den Kindergarten.

Beherrschte der Zweitklässler den Pausenhof, wird er nach der Sommerpause mal wieder schauen müssen, wie die großen Viertklässler so drauf sind.
War das Vorschulkind häufig genug meinungsbildend für die Kindergartenrasselbande, dürfte er als Erstklässler erst einmal wieder kleinerer Brötchen backen müssen.
Und meinte der Dreijährige wohl, dass man immer Anführer einer Mannschaft von kaum laufenden, teils noch krabbelnden Babys ist, wird er als ‚jüngeres Kind‘ im Regelkindergarten erst einmal mitlaufen müssen.

Ein kleines Innehalten sei mir deswegen an dieser Wegmarke erlaubt. Und so möchte ich meinen Dank all diesen Pädagoginnen und Pädagogen (Erzieher, OGS-Kräfte, Praktikanten, Grundschullehrer, Betreuer – das weibliche Pendant sei mitgedacht) aussprechen, die unsere Kinder mit zu dem geformt haben, was sie heute sind.
Es war sicherlich nicht immer einfach. Geduld und auch Strenge war da bestimmt das ein oder andere Mal notwendig. Wir Eltern aber durften in dieser Zeit unsere Kinder erleben, mit welcher Selbstverständlichkeit und oftmals Vorfreude (und selten mit Dramen) sie des Wochentags das Haus verließen. Wir Eltern durften unsere Kinder wieder in Empfang nehmen, wenn sie müde und erschöpft von einem tollen Tag nach Hause kamen. Und uns die ein oder andere Begebenheit mit großer Begeisterung erzählten.
Danke.