Völlerei

Von Sabienes @sabienes

Die 6. der 7 Todsünden ist die Völlerei, also das übermäßige Essen über den Hunger hinaus und wird (wie die anderen Todsünden auch) laut dem christlichen Glauben mit der Hölle und dem Erleiden von ewigen Schmerzen bestraft.
Wenn ich hier von Völlerei spreche, meine ich keine Essstörungen oder die Frage, ob man nun 1 Stück Schokolade oder gleich die ganze Tafel essen sollte. Es geht hier um das unsinnige Fressen und in sich Hineinstopfen von Lebensmitteln zum Zweck der Unterhaltung, zum Beispiel bei den immer häufiger veranstalteten Wettessen.

Wettessen

In New York hat ein gewisser Joey Chestnut den Weltrekord im Hotdog Essen aufgestellt, in dem er innerhalb von 10 Minuten 69 dieser Wurstbrötchen vertilgt hat. Dieser Kerl ist quasi Wiederholungstäter, denn er hat diesen Esswettbewerb bereits zum 7. Mal in Folge gewonnen.
Diese Wettessen werden weltweit organisiert und es gibt dabei verschiedene Disziplinen, bzw. Nahrungsmittel die auf Zeit und Menge gegessen werden könnten, z.B. : Hamburger, Eier, Butter oder Kakerlaken.  Dabei geht es weder um Geschmack, Genuss oder Hunger. Hier wird Essen schlichtweg vernichtet und das ist in meinen Augen dann kein Spaß mehr, sondern asozial. 
Denn auch in New York gibt es genügend Menschen, die Hunger leiden und auf der ganzen Welt sowieso. Die Teilnehmer trainieren auf diese Wettbewerbe hin, so dass sich ihr Magen weitet und eventuelle Würgreflexe unterdrückt werden können. Früher oder später bezahlen sie ihren Ehrgeiz mit Problemen im Verdauungstrakt – was ja die Bestrafung mit den ewigen Schmerzen dann ein wenig vorweg nimmt. Es gab bei solchen Wettessen bereits schon einige Todesfälle, und zwar während oder kurz nach der Veranstaltung. Ein ausgelobtes Preisgeld von 10.000 Dollar, die oben genannter Hotdog-Spezialist nun erhalten hat, rechtfertig diese Verschwendung und Zerstörung am eigenen Körper auf keinen Fall.

Schnappwort

Das Wort Völlerei ist mir zu negativ belegt, deswegen wähle ich heute als Schnappwort für Sandra die gleichsam sympathische, wie schmackhafte

Semmelknödel.

Die auf dem Foto zu sehenden Semmelknödeln hatten übrigens die Größe eines Handballs und ich habe nicht einmal einen halben geschafft – also nix Völlerei und Todsünde!.

Zum Schnappwort: Jeder kann sich am Schnappwort beteiligen. Das ist wirklich erwünscht, denn in Sandras’ spannender Story ohne Namen muss es weiter gehen. Sucht euch einfach ein Wort, schaut vorsichtshalber im Register nach, ob es schon einmal verwendet wurde. Dann schreibt ihr einen Artikel und teilt der Sandra die URL in einem Kommentar mit.
Und schon seid ihr dabei und Sandra kann weiterschreiben!

Foto: Semmelknödel ©Sabienes
Text: Völlerei ©Sabienes