Vitamine für alle

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Jeder dritte Deutsche greift zu Nahrungsergänzungsmitteln, wie Vitaminpräparaten oder ähnlichem. Diese Tendenz ist steigend und für Anbieter bedeutet es immer höhere Umsätze. Nun aber wird auch die Pharmaindustrie auf das Geschäftssegment aufmerksam.

Vitaminpräparate, Pflanzenextrakte oder Kapseln mit Omega3-Fettsäuren sind in Deutschland in aller Munde. Dafür gibt jeder Kunde etwa 300 Euro im Jahr aus. Dadurch setzt die Branche jährlich vier Milliarden Euro hier zu Lande um. Durch das steigende Gesundheitsbewusstsein wächst der Markt mit diesen Zusatz-Präparaten jährlich um drei bis fünf Prozent.

Dieses junge Segment zieht hunderte kleine Betriebe an. Nur wenige große Anbieter wie Klosterfrau oder Abtei greifen in den Markt der Nahrungsergänzungsmittel ein. Verkauft werden diese Produkte rezeptfrei in Apotheken, Supermärkten, im Internet oder über das Fernsehen. Das Besondere daran: Weder auf der Verpackung, noch in der Werbung dürfen die Hersteller Versprechungen zur Heilung von Krankheiten machen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, wird von Pharma- oder Chemieunternehmen abgemahnt, die sonst um ihre gesetzlich festgelegte Abgrenzung bangen.

Bislang gewinnt der Absatz im Internet immer mehr an Bedeutung, auch im Fernsehen sind Werbeeinblendungen regelmäßig zu sehen. Für viele Unternehmen sind Preisverhandlungen mit Apotheken nicht effektiv genug, denn die geforderten Provisionen sind zu hoch. So bleibt bislang die Branche mit Nahrungsergänzungsmitteln ein wenig im Verborgenen.

Dies könnte sich jetzt ändern. Großunternehmen, wie der Pharmariese BASF greift aktiv in diesen Markt ein. Durch ihrem medialen Vorteil könnten sie mit Werbung vielen kleinen Unternehmen den Garaus machen. Sie sind mit ihrem Namen einfach präsenter.

Es droht nun ein Umbruch in diesen jungen Segment. Unternehmen, wie Bayer oder der britische Konsumgüterkonzern Banckiser haben schon sehr viel Geld investiert, um Vitamin-Produzenten aufzukaufen oder ein eigenes Segment zu schaffen. Viele kleine Unternehmen spezialisieren sich auf bestimmte Produkte, um finanziell rentabel zu arbeiten. Es ist zu wünschen, das nicht nur die Pharmagrössen den Markt beherrschen. Dies kann für uns Verbraucher keine positive Entwicklung sein.

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Joern Petersen Joern Petersen

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