Viel mehr ist viel zu wenig

Viel mehr ist viel zu wenigKaum hatte Paulo Pinkel sein Schlußwort in der "Debatte um Thilo Sarrazin" (dpa) gehalten, kippte auch die Realität. Zum sechsten Mal in den vergangenen vier Jahren meldete das Statistische Bundesamt, dass Deutschland gar nicht ausstirbt, wie der frühere Bundesbanker behauptet hatte, sondern die "Zahl der Geburten in Deutschland" vielmehr "kräftig ansteigt" (Die Welt u.a.) Wie einst die damals noch als Bundesfamilienministzerin dillettierende Ursula von der Leyen, die den herbeigewünschten "Trend zu mehr Geburten" (Leyen) stets mit den Zahlen von Januar bis September belegte, macht auch das staatliche Statistikamt mit der Auswertung von neun Monaten Stimmunt. "Von Januar bis September 2010 sind in Deutschland deutlich mehr Kinder geboren worden als im gleichen Zeitraum 2009", heißt es. 510.000 Kinder kamen zur Welt, im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es nur nur 492.000 gewesen.
Ein Plus zum Plan, das Sarrazin verstummen lassen muss. 3,6 Prozent mehr Kinder, hochgerechnet aufs Jahr eine Geburtenzahl von 680.000 nach nur 665.000 im letzten Jahr. "Ein derart großer Zuwachs ist im gesamten letzten Jahrzehnt nicht feststellbar gewesen", macht die "Süddeutsche Zeitung" Lust auf Zukunft.
Ob nun 665.000 oder 680.000 ist allerdings bei genauerer Betrachtung gleichgültig. 2008 waren es noch 682.000 Geburten, 2007 687.000. Immer liegen die Werte jedoch weit unter 1,4 Kindern pro Paar - die Deutschen sterben weiter hocheilig aus, nur mal ein bisschen schneller schneller und mal ein bisschen weniger schnell. Denn erst ein Wert von 2 würde die einfache Reproduktion gewährleisten. Der wäre bei rund 900.000 Neugeborenen im Jahr erreicht.


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