Viel Lärm um ein Salzburg- Filmchen

Viel Lärm um ein braves Salzburg-Filmchen 3SAT zeigt am Sonntag "Abseits der Festspiele -Salzburg und die Kunst" Von Günter Verdin Eine Vorweg-DVD für den Rezensenten hätte es wirklich auch getan! Stattdessen bemühte man für die Voraufführung des Fernsehfilms "Abseits der Festspiele-Salzburg und die Kunst" im als Kino denkbar ungeeigneten , weil lichtdurchfluteten Foyer des "republic" sogar die Festspielpräsidentin Rabl-Stadler und deren Hofberichterstatterin Barbara Rett. Hätte der Regisseur Peter Beringer sein Filmchen "Salzburger Künstlerporträts" genannt, könnte man ihm jetzt nicht vorwerfen, sein Thema schlicht verfehlt zu haben. Der Galerist Thaddaeus Ropac, die Malerin Martina Stock, die Jazzmusikerin Sabina Hank, der Violonist Benjamin Schmid, der Breakdancer Alexander Wengler, der SN-Karikaturist und Architekt Thomas Wizany  und der ehemalige Konzertdirektor der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser  kommen in (zu) langen Einlassungen zu Wort und berichten von gerne besuchten Allgemeinplätzen. Natürlich ist Salzburg als Kunstmarkt zu klein, selbstverständlich ist Salzburg, was moderne Architektur betrifft, tiefste Provinz, und natürlich ist die Altstadt abends menschenleer, was sich von den Fussgaengerzonen weit groesserer Städte auch berichten liesse. Und dass Salzburg ausserhalb der Festspiele vor allem durch die Begeisterung und den Idealismus vieler Kunstschaffender und einem kulturell  aufgeschlossenen Publikum lebt, lässt sich mühevoll aus den im Film verstreuten  rhetorischen Mosaiksteinchen zusammensetzen. Pardon, aber der Blickwinkel von aussen- der beim ORF vielbeschaeftigte und handwerklich hochachtbare Filmemacher Beringer ist Deutscher - ist snobistisch. Beringer sucht nämlich auch wieder nur die Hochkultur abseits der Festspiele, da muss es schon der Star-Galerist und der Star-Geiger sein. Wie ein Film über das Kulturleben Salzburgs ohne das Salzburger Landestheater, das Schauspielhaus, das Kleine Theater, das Salzburger Ballett, die ARGE Nonntal, das Literaturhaus und die vielen anderen Initiativen, die hier auf kargem finanziellen Boden gedeihen, einigermassen ernst genommen werden will, ist mir schleierhaft. Schade auch, dass es der Regisseur optisch bei den abgedroschenen Postkarten-Motiven, die jeder Tourist im Sucher hat , bewenden lässt. Apropos,  liebe Salzburger Kultur-Leidtragende: das Touristen-Bashing könnte langsam beendet werden, nimmt doch jeder Besucher, wie auch immer er sich auf diese Stadt einlässt, ein Stück Kultur mit in seinen Alltag. Möglich, dass die Salzburger nur Weltstadt spielen, wie der ehemalige Präsident der Salzburger Festspiele, Heinrich Wiesmueller im Film bekundet. Die Weltstadt der Herzen ist Salzburg allemal!

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