Verunreinigen Mikroplastikpartikel das Meersalz?

Verunreinigen Mikroplastikpartikel das Meersalz? Gefahr aus dem Meer

Die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll, vor allem durch Wasserflaschen, die den Hauptanteil der jährlich über 13 Millionen Tonnen ausmachen, nimmt weiter zu. In Meersalz, das in den USA, UK, Spanien und China untersucht wurde, konnten Mikroplastikpartikel nachgewiesen werden. Sherri Mason, eine Professorin der State University of New York at Fredonia, die die letzten Untersuchungen zur Salzverunreinigung leitete, konstatiert: „Plastik ist überall in unserer Gesellschaft, nicht nur was den täglichen Verbrauch angeht, es ist auch überall in der Umwelt nachweisbar. Plastik ist überall, in der Luft, im Wasser, im Seefisch den wir essen, im Salz das wir zu uns nehmen."

Mason fand heraus, dass Amerikaner, wenn sie der Empfehlung folgen, 2,3 g Meersalz pro Tag zu sich zu nehmen, bis zu 660 Plastikmikropartikel pro Jahr zu sich nehmen. Eine weitere bedenkliche Tatsache ist, dass die Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health und der Arizona State University in ihrer Studie 2013 bereits folgendes nachweisen konnten: in 95% der Urinproben der Erwachsenen in den USA findet sich der Stoff Bisphenol A, der im direkten Zusammenhang mit Plastikflaschen steht. Polyethylene und Polypropylene, aus denen Plastikflaschen mehrheitlich hergestellt werden, ließen sich daher auch in 17 Meersalzproben aus 8 Ländern, die 2018 durchgeführt wurden, dokumentieren.

Bildnachweis: Pixabay / Textnachweis: Auszugsweise „The Guardian", 07. September 2017


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