Verehrt, verraten und missbraucht–geplante Obsoleszenz

 

geschrieben von Steven Black:

Wir kommen auf die Welt, müssen verschiedene “Stadien” durchlaufen, vom Baby, Kind, Jugendlichen, um endlich dann als “Erwachsene” zu gelten – wobei dies leider, wohl nicht auf jeden zutrifft ..  man nennt dies, man weiß es, einen Zyklus.

Obwohl es im Grunde ja mehrere Zyklen sind, aber egal, auch daß ist bekannt, weil das Leben stets in Zyklen verläuft ..

Gibts eigentlich jemanden, der noch nicht wüsste was ein “Produkt” ist? Wozu bitte, die blöde Frage? Och, nur so, der Überleitung wegen, wisst ihr, weil würden wir, sagen wir aus lauter “Jux und Tollerei”, diese verschiedenen Begriffe vereinen, also Zyklus, Leben und Produkt, dann bekämen wir den Begriff “Produktlebenszyklus” heraus. 

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Wisst ihr, was ein “Produktlebenszyklus`” ist? Möglicherweise, in diesen Tagen wird jener Begriff nämlich heftig diskutiert, im Zusammenhang mit einer sogenannten “geplanten Obsoleszenz” . Allerdings in keinem positiven, erfreulichem Kontext ..

Der Begriff Obsoleszenz (von lat. obsolescere ‚sich abnutzen, alt werden, aus der Mode kommen, an Ansehen, an Wert verlieren‘[1]) bezeichnet, dass ein Produkt auf natürliche oder künstlich beeinflusste Art veraltet ist oder altert. Das zugehörige Adjektiv obsolet im Sinne von nicht mehr gebräuchlich bzw. hinfällig bezeichnet generell Veraltetes, meist Normen, Therapien oder Gerätschaften.

 

Der Ausdruck Obsoleszenz bedeutet also, die natürliche Alterung eines Produktes. Kein Menschen denkt eigentlich drüber nach,  daß es Leute gibt, die sich tatsächlich damit konkret beschäftigen.

Jedoch gibt es eine “unerfreuliche Erweiterung” davon, die “geplante Obsoleszenz”:

Was dann klarerweise, auf eine geplante Veralterung hinausläuft, eine Absicht, um den Konsumenten zu schröpfen und ihn finanziell “auszulutschen” .. damit er erneut loshampelt und sich ein schickes, neues Gerät besorgt – man gönnt sich ja sonst nix ..

Allerdings, wenn wir ein wenig zurückdenken – und ganz besonders unsere “älteren Semester”, ja, genau, ich meine jene Jungs und Mädels unter uns, die nun in ihren “ewigen 30 ern” sind – wie etwa auch ich Smiley mit herausgestreckter Zunge – dann könnte sich der eine und andere gewiss daran erinnern, wie wir als Jungspunde, immer schon solche Vermutungen und Verdächtigungen miteinander ausgetauscht haben.

Solche Geschichten, wonach mit Absicht und bewusster Käufertäuschung, Produkten irgendwas eingebaut, oder sonstwie dran gedreht wurde, damit es vorzeitig “in Pension” geht, die gab’s im Grunde immer schon ..

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Die meisten von uns haben weise dazu genickt und so getan, als ob sie dies längst gewusst hätten, doch wirklich daran geglaubt, das haben dann doch eher wenige Leute. (Nee, sowas würde doch keiner machen ..) 

Doch, doch – würden sie, ich meine, stellt man sich das zähe Ringen vor, in welches Firmen mit ihren diversen Konkurrenten verstrickt sind, stets im Hinterkopf, mehr zu verkaufen und abzusetzen als die ungeliebte Konkurrenz, dann beginnt sich zumindest mein persönliches Vertrauen, in Firmen und ihre Produktqualität, einfach zu verflüssigen – seht, da rinnt es hin ..

Natürlich dürfte es ziemlich schwierig sein, daß auch zu BEWEISEN! Das sind 2 paar Schuhe, einen konkreten Verdacht zu haben, oder einen definitiven Beweis zu erbringen daß etwas so sei ..  diese Leute sind ja nicht doof, gierig, ja, maßlos, aber nicht dumm ..

Obwohl man da trefflich streiten könnte, denn so mancher würde Gier, als eine ziemlich dumme Verhaltensweise verstehen ..

Aber fraglos ist etwas dran, an solchen Verdächtigungen, betrachten wir einfach einige Fälle und entscheiden dann, was dran ist, in Ordnung?

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Habt ihr gewusst, daß im Jahre Anno 1881 die durchschnittliche Brenndauer einer Glühlampe, satte 1586 Stunden betragen hatte? Präsentiert wurde dies auf der ersten Elektrizitätsaustellung im Jahre 1881, in Paris. 

Tatsächlich, aber es wird noch besser,  jedoch nur im fernen Ausland, China etwa, erzeugte nach seinem “Sieg des Kommunismus” (Rockefeller-Rothschild  Revolution) Glühbirnen mit ca. 5000 Stunden Betriebsdauer.

1981 begann die Firma Tungsram in Ungarn, die Produktion von Resista, einer Glühbirne, die eine Lebensdauer von 2500 Stunden hatte zu produzieren. Später sollte sie von der Firma Narva, unter dem Markenartikel und Namensbezeichnung"Langlebensdauerglühlampe" hergestellt werden.

Laut Klaus Stanjek, hat es Glühbirnen der Firma Merkur gegeben, die 5.000 Stunden gebrannt haben.

JEDOCH, die Geschichte der Welt, wie wir sie kennen, ist eine weniger schöne:

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Nachdem sich in Berlin, am 12.1.1901 die Firmen von Siemens & Halske, wie sie einst noch hieß,  AEG, sowie weitere mittelständische Unternehmen zur Vereinigung deutscher Elektrizitätsfirmen (VDE) zusammenschlossen, deren Satzung unter anderem die “nette Idee” vorsah, die Produktpreise  für alle “angemessen” zu halten, sollte diese Art von Preisabsprache Schule machen.

Schon wenige Jahre später, am 24 12.1924, sollte aus zuvor regionalen Glühlampenkartellen, die Phoebus S.A. entstehen( Phoebus S.A. Compagnie Industrielle pour le Développement de l’Éclairage) , ein MOLOCH wie sich zeigen sollte, welcher weltweit, Preise, Lebensdauer und so ziemlich ALLES woran an Glühbirnen zu drehen war, selbst festsetzte.

Die Beteiligten setzten sich aus  Osram (Deutschland), International (USA), Philipps (Holland), Compagnie des Lampes (Frankreich), Associated Electrical Industries (England) und Tungsram (Ungarn, seit 1989 von General Elektrik übernommen) ) zusammen, sie kontrollierten den Markt.

Sie gründeten 1925, das “1000 Hour Life Commiteeund führten gestaffelte Konventionalstrafen für kürzere oder längere Brenndauer ein. Deswegen musste die Lebensdauer von Glühlampen in vielen Ländern drastisch reduziert werden, damit sie nicht den Kartellen ans “Bein pinkelten”. Zeitgleich nützten sie die Tatsache schamlos aus, da keine vergleichbare Konkurrenz existierte, die solche Produkte hätte liefern können – schwupps, Preise hoch .. doppelter Gewinn, kürzere Lebensdauer und Preiserhöhungen ..

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Sie verkürzten die Betriebsdauer der Glühbirnen von einstmals 5.000 Stunden, auf zuerst 2.000 Stunden, sowie nach Ende des 2. Weltkrieges, eine weitere Reduzierung, auf die heutigen 1.000 Stunden

Behauptet wird, nachdem die  USA 1940 in den Krieg eintrat, sollte im Jahr 1941 das Kartell offiziell beendet worden sein. Es wird gesagt, es gäbe bisher wenig überzeugende Beweise, für ihre weitere Existenz -  außer natürlich, den gesunden Menschenverstand. Warum sollten sie wohl eine solch lukrative Sache fallen lassen? Intelligenter erscheint wohl, sie lösten es OFFIZIELL auf, aber behielten ihre Absprachen ..

Das Glühbirnenkartell Phoebus S.A., das sich später umbenannte in “International Electrical Assoziation” (IEA) und sich in Pully bei Lausanne niederließ, teilte 1992 mit, dass sich das Kartell im Herbst 1989 aufgelöst habe. "Wer’s glaubt, wird selig", meinte dazu der brasilianische Kartellforscher Rudolf Mirow. Er besuchte damals das Kartellamt in Berlin und schimpfte anschließend: "Das sind keine Kartellverhinderer, sondern Kartellhüter ..

So würde ich es auch sehen, übrigens, lustigerweise wird behauptet, der Grund, warum auch heute noch,  die am Markt befindlichen Glühlampen nicht länger als die einst willkürlich festgesetzten 1000 Stunden halten würde, wird von Sprechern der Industrie mit einem Kompromiss zwischen Lebensdauer und Lichtausbeute begründet … “nett”, oder?

Ein noch immer “brennender Beweis” für derlei Unsinn, glimmt tapfer, in der Livermore Pleasanton Fire Dept. Feuerwache vor sich hin, die seit 1902 ununterbrochen dort “die Welt” erhellt, liebevoll auch “die Jahrhundertglühlampe” genannt ..  welche man übrigens, live, in Farbe und bunt, per Webkamera beobachten kann. Sie hat – ha, ha, ha – schon zwei Webkameras überlebt, die pünktlich, nach 3 Jahren “eingingen” ..

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Feuerwache Livermore/die legendäre Glühbirne, die seit 110 Jahren im Dienst ist.

Es gibt keine geplante Obsoleszenz? Sag bloß ..

- was würde wohl Dieter Binninger dazu sagen? Der Mann hatte eine Glühbirne entwickelt und selbst produziert, die bis zu 150.000 Stunden hielt(das wären satte 42 Jahre). Eine wirklich interessante Lebensgeschichte, jedoch,  nachdem er seine Kaufofferte für die DDR Firma Narva abgegeben hatte, stürzte Binninger mit dem Flugzeug ab. Nun ja, man kennt das, leider ..

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Aber das wird ja langweilig, ewig auf derselben Sache rumzunörgeln, war das etwa alles?

Nicht doch, nicht doch, das folgende wird unseren werten Damen gefallen ..

Denn die Entwicklung der “Feinstrumpfhose” gibt ebenfalls ein prima Beispiel für eine geplante, beabsichtigte und durchgeführte Obsoleszenz ab.

E. I. du Pont de Nemours and Company, kurz DuPont genannt und Teil der “Globalen Elite”, präsentierte der Konzern 1935 sein Wundergewebe “Polyhexamethylenadipinsäureamid”, sprich NYLON.  Es war hauchzart, durchsichtig und extrem reißfest. Im Mai 1940 auf den Weltmarkt eingeführt, in nur sehr noblen, ausgesuchten Geschäften der USA verkauft und alsbald sorgten Schlangenstehende Damen für nicht abreißenden Absatz, bis alle eine hatten und erst dann stellte man fest, sie hielten und hielten, Quell Malheur, und waren einfach nicht kaputt zu kriegen ..

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Was nun macht eine Firma wie Du Pont, in solchen Nöten ? Immerhin brauchte kaum mehr jemand eine, zumindest zu wenige für DuPont. Naheliegender Weise beauftragten sie ihre Entwickler damit, eine vieeeel schönere, bessere, jedoch dünnere und nun ja, etwas weniger haltbarere Strumpfhose zu kreieren  ..

Im Jahre 1802 als Unternehmen für Sprengstoffe gegründet, wandelte sich DuPont zu einem Konzern für Chemie, Materialien und Energie. Heute erstreckt sich die Produktpalette von DuPont auf die Bereiche Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit, Elektronik, Kommunikation, Sicherheit, Haushalt, Bau, Verkehr und Bekleidung. Und ist  einer der weltweit größten Konzerne der Chemischen Industrie und in ca. 80 Ländern aktiv- ein weiterer MOLOCH.

Nicols Fox, Autorin: „Mein Vater arbeitete vor und nach dem Krieg für Dupont in der Nylonabteilung. Er erzählte mir, wie sie das Nylon für die Strümpfe getestet haben.”

“Sogar Männer lobten die Reißfestigkeit der Nylonstrümpfe.”

Dupont erteilte Nicols Fox Vater und seinen Kollegen neue Anweisungen.

Dieselben Chemiker, die die Strumpfhosen zuerst so robust machen konnten, gehorchten und machten sie nun empfindlicher. Die unverwüstliche Faser verschwand aus den Fabriken. Und es gab nun wieder  Luftmaschen und die Strümpfe hielten nicht mehr so lange ..

Ach, komm schon, das sind doch olle Kamellen, ist dir das nicht zu peinlich, sag mal?! 

Isses mir peinlich? Nööö! Ich liebe es .. Smiley mit herausgestreckter Zunge

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«Geplante Obsoleszenz gibt es, und sie ist ein junges Phänomen», sagt Christian Kreiss, Professor an der Hochschule im deutschen Aalen, der sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

In gesättigten Märkten sei die Verkürzung der Lebensdauer von Produkten eine der wenigen Möglichkeiten, den Umsatz wieder anzukurbeln, erklärt er. Seiner Einschätzung nach betreffe dies mehr als die Hälfte aller Produkte auf dem Markt.

«Natürlich darf der Kunde das nicht merken», führt Kreiss aus. Deshalb werde die Lebensdauer meist langsam, aber stetig verkürzt. Erst kürzlich, erzählt er, sei in einem Fachblatt die folgende Frage thematisiert worden: Wie schnell darf eine Ware verfallen, ohne den Kunden zu enttäuschen.

Damit sind wir erst am Beginn, es gäbe noch viele Beispiele und zwar jüngeren Datums. Nehmen wir etwa, wie einigen Internet Usern gewiss bekannt ist, den Fall des Epson Druckers .. ein Freund erzählte mir kürzlich davon:

Epson, bei dem in einem Chip, die Anzahl der maximalen Druckvorgänge gespeichert war – wurde dieser Wert nämlich erreicht, streikte der Drucker ohne ersichtlichen Grund.

Marcos Lopez: „Ich habe den Chip gefunden. Es ist ein EEPROM, der die Zahl der Ausdrucke speichert, und wenn die voreingestellte Anzahl erreicht ist, hängt sich der Drucker auf und druckt nicht mehr.“

Die Reparatur wäre jeweils derart teuer gewesen, daß man besser mit einem Neukauf davonkam.  Ein russischer Internetfreak entwickelte daraufhin eine einfache Software, die den Epson-Zähler auf Null zurücksetzte – und die Drucker liefen wieder einwandfrei.

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Oder was ist mit den ersten iPods von Apple? Lebensdauer wurde limitiert, durch sein schwächstes Bestandteil – dem Akku!

Der eine oder andere mag sich erinnern, daß deren Akkus nach etwa 18 Monaten, einfach den Geist aufgab und nicht austauschbar ­waren, weil sie wie “Unterwasserradios” versiegelt waren. Die Leute von Apple empfahlen frecherweise den Leuten, kauft euch am besten einen neuen ..

Doch es regt sich in diesen Tagen Widerstand, gegen die “geplante Obsoleszenz”: 

Casey Neistat, Videokünstler: "Der Durchbruch gelang uns mit einem Film über den iPod. Ich war völlig bankrott und mein iPod hat 400 – 500 Dollar gekostet. Acht oder vielleicht 12 Monate später war der Akku kaputt. Ich rief bei Apple an und bat um einen neuen. Aber damals empfahlen sie jedem, einen neuen iPod zu kaufen. Nicht der kaputte Akku nervte mich, denn wenn bei meinem Nokia-Handy der Akku kaputt war, dann kaufte ich mir einen neuen, auch bei meinem Apple Laptop mache ich das so. Aber beim diesem teuren iPod muss das ganze Gerät ersetzt werden. Mein Bruder hatte die Idee, ein Film darüber zu machen. Mit einer Schablone sprühten wir über jedes iPod-Plakat: ‘Der nicht austauschbare Akku des iPod hält nur 18 Monate.’
Wir stellten das Video auf unsere Website www.iPodsdirtysecret.com , nach ein paar Wochen hatte es schon 5 – 6 Millionen.”

Elizabeth Pritzker, eine Rechtsanwältin aus San Francisco, hatte von dem iPod-Film gehört und klagte Apple daraufhin, ganze 2 Jahre nach  der Markteinführung des iPods und satten drei Millionen Stück verkauften IPods später, begann der Prozess.

Elizabeth Pritzker, Rechtsanwältin: "Wir baten Apple um einige Unterlagen über die Lebensdauer der iPod-Akkus und erhielten eine Menge technischer Daten über Entwürfe und Tests. Wir entdeckten, dass der Lithium-Akku im iPod so konzipiert worden war, dass er nicht lange halten sollte. Ich glaube, Apple wollte den iPod mit geplanter Obsoleszenz entwickeln."

Nach Monaten harter Verhandlungen kam es zu einer Einigung: Apple richtete einen Austauschservice ein und verlängerte die Garantiezeit auf zwei Jahre. Den Klägern wurden Entschädigungen angeboten ..

Und was ist heute? Apples Akkus, etwa in den 3GS-iPhones, daß weiß ich durch einen Kollegen, haben zwar eine längere Lebensdauer, sind aber nach wie vor so verbaut und verleimt, dass Laien sie kaum ausbauen und ersetzen können. Ich selbst würde mir niemals so ein Teil zulegen, schlimm genug, eine solche DOR Schleuder in der Wohnung zu haben. Ganz abgesehen davon, daß wir durch einen Handykauf, in die blutigen COLTAN Kriege, in Afrika mitverwickelt/mitbeteiligt/mitverantwortlich sind .. ihr wisst schon: Angebot und Nachfrage ..

Und ganz persönlich, beobachte ich seit etwa 20 –30 Jahren, eine stetige Verkürzung von Lebenszeit bei allen möglichen elektrischen Geräten. Wem ist es nicht schon aufgefallen, daß angefangen von Kaffeemaschinen, Waschmaschinen,Kameras, Notebooks, , Drucker, Computer, Röhren-Fernseher, Funkweckern, Rauchmelder, diverse Monitore,  usw. usw…!

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Erst kürzlich, bevor wir zum Camp zusammenkamen verabschiedete sich mein Computer – OHNE einen Grund, “einfach so” .. am Vorabend abgeschaltet, am nächsten Morgen eingeschaltet – und BOING-Empty! 

Und leider, wie die meisten anderen Leute auch, hab ich mir rasch ein neues Gerät gekauft, anstatt es einzupacken und dem Ladenbesitzer, der ihn mir angedreht hat, auf den Kopf zu hauen, zwecks kognitiver Leistungssteigerung .. ! 

Auffällig ist jedenfalls, relativ bald, nachdem die Garantiezeit erloschen ist, verabschiedet sich auch das Gerät und geht in Frühpension ..

Und, sie machen es relativ clever, durch Manipulation unseres Denkens, werden wir dazu verführt, gewisse Produkte nach einiger Zeit als “unmodern” wahrzunehmen und so mancher ist gar nicht so traurig, wenn sein “altes Teil” den Geist aufgibt, juhu, kann er sich ein neues, moderneres kaufen .. oh Freude ..  denn wir wissen auch, zur Reparatur bringen ist nicht so prickelnd .. und teurer meist obenhin. Und überhaupt:

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Daß jedoch das Neue Gerät, in seiner FUNKTION kaum anders ist, gleichschnell kaputt geht und UNMODERN wird, daran denken eher wenige ..

Erzeugende Wunschfabriken, Marketing und Werbung ,sind der Grund und Teilverantwortliche  für eine von-heute-auf-Morgen-veraltete-Ware.

Leute, die “Wahrheit” ist – zumindest in diesen speziellen Fällen, der “geplanten Obsoleszenz”, daß man uns sukzessive daran gewöhnt hat, Wertlosen Plunder als Markengeräte anzunehmen, deren “Modernität” sich meist nur auf Farbe und ein schickes Design erstreckt, jedoch ohne großartige Qualität. Wir sind Müllproduzenten und eine Wegwerfgesellschaft geworden, leider ist auch daß eine “Binsenweisheit” und sollte längst jedem bewusst sein.

Diese Massenproduktion in den “zivilisierten Ländern” produziert gigantische Müllberge und benötigt unglaubliche Ressourcen, die wir zwar haben, aber andere Völker hätten die auch ganz gerne ..

Apropos, da fällt mir ein, ich fahr nie mehr nach Neapel .. Menschii, was hat das gemieft ..

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Wisst ihr noch? Früher hatten wir richtig stabile, massive Holzmöbel, man konnte die immer wieder etwas abschleifen, etwas Lack drauf, et voila, schon wieder fast wie neu. Ich kenne privat kaum jemand mehr, der sich die leisten kann, die diversen Möbelhäuser drehten uns Möbel aus Span-und Furnierholzblättern an, nannten es Ultramodernes Wohnen ..  mit einer beschämenden Lebensdauer ..

Regelrechte "Zeitzünder" werden immer wieder im Kerngeschäft des R. U. S. Z. , (Reparatur- und Service-Zentrum)entdeckt, bei der Reparatur von Elektrogeräten: Wenn bei Flat-TV-Geräten etwa zu schwach dimensionierte Kondensatoren eingebaut werden – die dann in der Hitze des Betriebes nach drei, vier Jahren den Geist aufgeben. Und das tun sie – vor allen bei jenen frühen, stromfressenden Flachbildschirmen, die auch getrost als Heizung verkauft werden könnten.

Nicht nur beim Essen ist das so, wir alle kennen die Geschichten, der Butterberge der EU und vergleichbarer Zustände. Es ist jedoch nur eine Teilwahrheit, den Firmen die Alleinschuld zu übertragen.

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Tatsache ist doch, wäre die Mehrheit nicht so apathisch und würde aufhören, sich das alles gefallen zu lassen, würden wir relativ bald, ein “Umdenken” der Firmen erleben, nun ja, wahrscheinlich nur eine Strategieänderung, doch was solls, Hauptsache, es funktioniert ..  

Es fehlt den Menschen an einem Bewusstsein dafür, daß wir die meisten Dinge GAR NICHT wirklich brauchen, wir kaufen aufgrund von INNEREN, meist emotionalen Mängeln, welche von den Marketingexperten gezielt stimuliert und dann in ein Produkt kanalisiert werden. Und wie “Lämmergeier” stürzen wir uns drauf ..

Wer IN SICH ruht und ein wenig in die SELBSTLIEBE gekommen ist, der benötigt auffallend wenige Produkte zu seiner Zufriedenheit. Nein, kein Verzicht, sondern bewusstes einkaufen und nachdenken, brauch ich das denn wirklich –und warum? 

Ein Wandel innerhalb unserer Gesellschaft, wird immer dringlicher – und ist letztlich unsere einzige Chance ..

Verehrt, verraten und missbraucht–geplante Obsoleszenz

 

Quellennachweise:

http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz#Geplante_Obsoleszenz

http://www.gluehbirne.ist.org/kartelle.php

http://www.gluehbirne.ist.org/buchtips.php#gluehbirnenbuch

http://de.wikipedia.org/wiki/Tungsram

http://www.zeit.de/1992/48/eckdaten-einer-bestimmten-gluehbirnensforschung

http://www.gluehbirne.ist.org/docs/studie-greenpeace-stanjek.pdf

http://www.gluehbirne.ist.org/ewigkeitsgluehbirne.php

http://www.centennialbulb.org/cam.htm

http://www.beobachter.ch/konsum/konsumfallen/artikel/reparaturfaelle_der-geplante-defekt/

http://tv.orf.at/groups/magazin/pool/newtonablaufdatum280112txt

http://derstandard.at/1348284293466/Geraete-mit-gezielt-eingeplantem-Ablaufdatum

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