Vegane Schwangerschaft – das erste Trimester: Erfahrungen und Tipps

Von Lapapillonista

Wir sind überglücklich. Im Oktober werden wir Eltern. Im ersten Augenblick sind es tausend Gefühle die mich überströmten, als ich die Sicherheit hatte, dass das alles real war und ich ein kleines Baby in mir trug. Dann ging plötzlich alles sehr schnell. Von einem Tag zum anderen veränderte sich mein Körper.

Übelkeit während des ersten Trimesters

Glücklicherweise hielt die starke Übelkeit bei mir nur ca. 6 Wochen lang an. Aber sie hatte es in sich. Den ganzen Tag fühlte ich mich körperlich erschöpft, war müde und es war mir speihübel. Geholfen hat frische Luft, Ablenkung und Schlaf. Und viel Zitronenwasser.

Gerne würde ich an dieser Stelle ein Universalmittel für die Übelkeit während der Schwangerschaft nennen. Ich bin aber überzeugt davon, dass jede Schwangere andere Mittel hat, die ihr helfen. Im Internet habe ich viele Tipps entdeckt (Spagyrik, Zitronenwasser, Zwieback, kleinere Mahlzeiten, Ingwerbonbons,…) Ich habe mir das rausgenommen, was mir gepasst hat und habe mit viel Geduld, Schlaf und freudigen Gedanken an unser Baby die 6 Wochen sehr gut überstanden.

Punkt genau mit dem Ende des ersten Trimesters verschwanden wie von Zauberhand alle genannten besonderen Umstände (ich nenne es bewusst nicht Beschwerden) und ich blühte innerhalb von Wochen wieder zu voller Energie auf. Natürlich bin ich auch heute noch einiges müder, als vor meiner Schwangerschaft.

Hilfe bei Müdigkeit

Zur Unterstützung nehme ich zwei sehr gute, natürliche Eisenpräparate. Ich gönnte mir während des ersten Trimesters viel Ruhe, Schlaf und Erholung. Ein Check der Eisenwerte ist sicher ratsam, werdet ihr aber während der Schwangerschaft sowieso machen. Im nächsten Blogbeitrag erfahrt ihr übrigens mehr über alle hilfreichen Supplemente die ich während der Schwangerschaft zu mir nehme. Sobald er online ist, verlinke ich ihn hier.

Appetitlosigkeit

Sie hielt bei mir nur wenige Tage an, mir halfen kleine Portionen und Snacks immer wieder zwischendurch. Und viel trinken! Das hat mir auch wunderbar für die Übelkeit geholfen.

Sport & Bewegung

Während des ersten Trimesters habe ich mich sehr mit Sport eher zurückgehalten, war aber so erfreut darüber, mein Training bald wieder regelmässig (in vereinfachter Art und Weise) aufzunehmen. Ich spazierte dafür viel an der frischen Luft, das tat mir sehr gut. Die Bewegung und die frische Luft.

Vegane Schwangerschaft: Was muss ich beachten?

Als allererstes sei klargestellt: Jede Schwangere (egal ob omnivor, vegetarisch oder vegan) sollte auf eine ausgewogene und sehr gesunde Ernährung achten. Allenfalls auch Supplemente zu sich nehmen. Da gibt es absolut keinen Unterschied zwischen Veganerinnen und Allesesserinnen.

Wichtig ist, dass ihr viel trinkt, euch gut informiert und allenfalls Supplemente zu euch nehmt (wie jede omnivore Schwangere übrigens auch!). Und wenn ihr komische/unvegane Gelüste habt: Dann gebt ihnen nach (natürlich im Mass!) und geniesst sie einfach! So habe ich das zumindest gehandhabt. :-)

Macht euch darauf gefasst, dass nun euer Umfeld wieder aktiv wird und euch (kritische) Fragen stellt. Tipps zur «besten» Ernährung kommen jetzt von allen Seiten her, vor allem von älteren Allesessern. Diese Fragen und Tipps enstehen oft durch Unwissen eurer Liebsten, deshalb ist hier Verständnis gefragt. Auch wenn das nicht immer einfach ist. Klärt Sie ruhig und sachlich auf, beruft euch darauf, dass ihr euch sehr gesund und ausgewogen ernährt und ihr darauf achtet, dass ihr genügend an allen lebenswichtigen Nährstoffen zu euch führt. Ihr dürft den Personen auch gerne erklären, dass ihr sehr viel über das Thema gelesen habt, vielleicht auch schon eure Blutwerte kontrollieren lassen habt und ihr deshalb genau wisst, was ihr tut und ihr fest davon überzeugt seid, dass diese Ernährungsform die gesündeste für euch und deshalb auch für das Baby ist.

Hier einige hilfreiche Links zum Thema vegane Schwangerschaft:
Broschüre: Vegane Ernährung für Kinder, Schwangere und Stillende
Peta
Provegan.info

Freut euch auf eine wunderschöne Zeit mit eurem Baby im Bauch. Geniesst es. Seid stolz und schaut gut zu euch und eurem Baby!

* Dieser Artikel ist meine persönliche Meinung und ersetzt auf keinen Fall eine fachmännische Beurteilung durch einen Arzt oder Hebamme.