van Elst und der Versuch der Wiederherstellung des feudalen Klerus

An und für sich war zu erwarten, dass nach seriöseren Informationen, wie sie der Kirchenrechtler Prof. Thomas Schüller bei ANNE WILL beisteuerte, die Auseinandersetzung um Bischof Trebatz-van Elst ganz anders darstellt, auch wenn Anne Will es vermied, auf die Kernaussage einzugehen. Klargestellt wurde unter Anderem, dass Bischof van Elst einem ganz anderen Seelsorge-Konzept folgt, geradezu im diametralen Gegensatz zu dem neuen Papst Franziskus.

Bischof van Elst wollte nach diesem Hinweis dem Exodus aus der katholischen Kirche dadurch begegnen, dass er die Bedeutung der bischöflichen Seelsorge, eingebunden in ein Konzept attraktiver Baulichkeiten, verfolgte und dadurch seine Gegner auf den Plan rief. Während van Elst den Bischofssitz zum Zentrum religiöser Begegnung ausbauen wollte, halten seine Gegner, dazu gehört auch der Kirchenrechtler Prof. Schüller, an der dezentralen Glaubensverkündung und der Seelsorge fest; sie bekämpfen geradezu die Absicht der Wiederherstellung der kirchlichen Dominanz der Bischofssitze.

Pikant war in der Sendung von ANNE WILL der Hinweis, dass offensichtlich sogar ROM über den NUNTIUS über die Stückelung der Investitionen informiert wurde. Es darf vermutet werden, dass konservative Kreise in der katholischen Kirche, die misstrauisch den Weg des neuen Papstes verfolgen, den Versuch der zentrierten bischöflichen Seelsorge begrüßen dürften.

Vor diesem Hintergrund noch rudimentärer Informationen wird klar, dass es sich in Wirklichkeit um den Versuch gehandelt hat, auf der Ebene der Bischofssitze eine andere Kirchenpolitik durchzusetzen.

Hier geht es c.p. weniger um Prunk und Verschwendung, sondern um den Versuch, im bischofsnahen Bereich der Städte und Gemeinden die Seelsorge und den damit verbundenen Einfluss auf die Gläubigen wieder stärker zu zentralisieren und die weitere Entwicklung stärker durch die Bischöfe selbst beeinflussen zu können.

Es liegt nahe, dass Bischof van Elst offensichtlich der Ansicht war, dass den Gläubigen Baulichkeiten angeboten werden, in denen sie sich gerne aufhalten. Dass der Bischof aufgrund seiner persönlichen Veranlagung, Bauten modern und großzügig auszustatten, vielfältige Angriffsmöglichkeiten für seine Gegner bot, liegt auf der Hand.

Bemerkenswert ist, dass die JOURNAILLE sich überwiegend von den GEGNERN des Bischofs van Elst blenden ließ, das gilt jedenfalls für die, die sich so einfach der Hatz angeschlossen hatten, ohne selbst über die Hintergründe nachzudenken. Es wurden bisher auch von den Medien keine naheliegenden Parallelen zur Zivilgesellschaft, wie etwa Eigentum verpflichtet, gezogen. Nicht nur die Kirche sollte für Gerechtigkeit und die Bekämpfung der Armut eintreten, auch das im Grundgesetz verankerte Postulat Eigentum verpflichtet sollte endlich die ethische Grundlage für Unternehmen und Konzerne und die UNION sein! Wie wir wissen, ist die Gier und die Abzockermentalität die zerstörerische Kraft der letzten 20 Jahre geworden, auch weil die Alt-Parteien sich weigern, der Wirtschaft angemessen entgegenzutreten und beispielsweise die “Spielcasinos” und die “Steueroasen” zu schließen.

Bischof van Elst verfolgte mit seinen modernen und großzügigen Bauten und Einrichtungen die Absicht, den Gläubigen eine Umgebung zu schaffen, die sich von den alten, zumeist kalten und muffeligen Gebäuden löst. Dass er dabei auch an sein eigenes Wohlergehen in seiner privaten Wohnumgebung gedacht hat, erscheint allenfalls als lässliche Sünde. Niemand wird von den Eliten in der Gesellschaft erwarten, dass sie ihre prunkvollen Villen, Urlaubssitze und teuren Spaß-Autos aufgeben. Da ist vielmehr zu hören, dass der gezeigte luxuriöse Lebensstil vielmehr auch (eigener) Ansporn ist, mehr zu leisten und damit die Gesellschaft insgesamt nach vorne zu bringen. Der ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein, weiß die Bibel zu verkünden.

Es bleibt festzuhalten, dass einmal mehr die “informierten” Journalisten die Öffentlichkeit getäuscht haben, jedenfalls diejenigen, die von den Absichten der konservativen Kreise in der katholischen Kirche Kenntnis hatten.

Diese Täuscher weigern sich gleichzeitig, die Parallelen zur WIRTSCHAFT aufzuzeigen. Denn Kriege, Umweltzerstörung, Hungerstote und die Zerstörung der Gesundheit vieler Menschen ist auf die unendliche Gier und Abzockermentalität zurückzuführen, die ungezügelte Machtausübung des GELDES bzw. der Drahtzieher, die über beinahe unendliche GELDMACHT verfügen.

Frau/Mann mag nun selbst beurteilen, ob Bischof van Elst den Gläubigen eine attraktive “seelsorgerische Umgebung” schaffen wollte, auch weil er mit anderen Würdenträgern die Armutshaltung als nicht alleine zielführend ansieht, oder ob er nur aus persönlichen Gründen einer ungezügelten Verschwendungssucht unterlag. Wie häufig, wird es eine Mischung sein. Dennoch hat er Anspruch darauf, christlich behandelt zu werden, insbesondere von seinen Glaubensschwestern und Glaubensbrüdern. Davon war jedenfalls in der Öffentlichkeit wenig zu hören und zu sehen. Vielmehr verhielten sich einige Katholiken spürbar unchristlich; ein mögicherweise “deutsches Phänomen”, wie ein fehlgeleitetes Gen, das zur Vernichtung des/der Gegner wie selbstverständlich führen soll. Der vermeintlich SCHULDIGE soll existenziell vernichtet werden, wenn auch die geforderte Höchststrafe nicht (mehr) zum Tode führen soll.



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