Urban Art Forms 2015: Back to where your heart beats

Von Pressplay Magazin @pressplayAT

Man ist heuer wieder zurückgesiedelt, vom schönen Schwarzlsee bei Graz back to the roots, where it all began, ins burgenländliche Wiesen.

Natürlich trauern wir sehr um das kalte Bier in der warmen Sonne am noch nicht ganz so warmen See - aber mit Wiesen kann man sich schon auch wieder schnell anfreunden. Die Shuttlebussituation nach Wien ist aber auch einfach zu gut gelöst: Freunde des Nichtcampens hatten so also auch die Möglichkeit, in eigentlich angenehmer Fahrtzeit nach Wien zurückzupendeln. So auch das pressplay-Team.

Um den zugegebenermaßen schon ein bisschen zu offensichtlich blöden, aber leider so passenden! Spruch noch einmal zu bringen: „Ihr habt die Fragen, wir haben Die Antwoord" muss man schon auch dazu sagen, dass das schon großes Kino war. Also ging es gleich einmal am Donnerstag mit einem der Hauptkracher los. Doch schon im Vorfeld hat's gebrodelt, ganz besonders gefreut haben wir uns für, mit und über Konea Ra, österreichisches Elektro-Duo, die als einer der Opener ebenfalls den Donnerstag beheizt haben.

Dass das Urban Art Forms Festival eigentlich eine riesige Party ist, war uns auch schon immer klar. Und an diesem Konzept hält man - egal in welcher Location - treu Stand: man hat eigentlich niemanden gesehen, der sich nicht auf irgendeine Art und Weise bewegt hätte. Stillstand ist nicht. Will meinen, es gibt einfach keine nicht tanzwütigen Menschen am UAF. Umso schöner!

Wer es schon ganz früh am Freitag (schwer, nach dieser Eröffnungssause) aus dem Bett oder Zelt geschafft hat, durfte sich über ein feines Set von Sven Väth freuen. Aber der eigentliche Burner war natürlich auch an diesem Abend der Hauptact auf der Main Stage: Camo & Krooke d. Schon letztes Jahr in die Sonne hinein gespielt, haben sie auch bei ihrem diesjährigen Auftritt am UAF so ziemlich alle Erwartungen weggeblasen, die wir hatten. Schlichtweg ein Traum.

Schon nach Tag eins und zwei also völlig glücklich, hat der Samstag musikalisch das Sahnehäubchen aufgesetzt und so fast schon kitschig gemacht. Ein besonderes Schmankerl und an dieser Stelle, Geheimtipp gelüftet, Etherwood. Eine selten feine und gut abgemischte Show, die uns noch einmal so richtig auf den letzten Partyabend eingestimmt hat. Dann aber doch noch schnell hinüber zur Main Stage, die glorreicherweise - und dem Regen trotzend - überdacht war: Netsky haben hier den fulminanten Abschluss hingelegt. Für viele mag das Ohrenbluten bedeuten, im Rahmen des UAF können sich aber offenbar wirklich alle auf ein bisschen zu laut und zu schnell einigen. Wie war das noch gleich? Eat, sleep, rave, repeat.

Fazit: Musik schön, Bier schön. Menschen: ausgesprochen schön. Also: Merci beaucoup, du schönstes österreichisches Festival.

Aufgabenbereich selbst definiert als: Groupie, nichtsdestotrotz. Findet „Schrecklich amüsant aber in Zukunft ohne mich" (David Foster Wallace) immer wieder treffend.