Unwissenheit und Unsicherheit verhindern Energiewende im Heizungskeller

Von Energystar @energynet

Grüne Technologien auf der ISH 2011 – Quelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel

In Frankfurt am Main findet vom 12. bis 16. März 2013 die ISH statt – die weltgrößte Messe für innovatives Baddesign, energieeffiziente Heizungs- und Klimatechnik sowie erneuerbare Energien (Sonderseite zur Messe). Wie aktuell diese Themen auch mit Blick auf die Energiewende sind, zeigen aktuelle Zahlen:

Die durchschnittlichen jährlichen Kosten eines Einfamilienhauses in Deutschland für Heizung und Warmwasser betragen rund 2.500 Euro. Und die Verbraucher „verheizen“ jedes Jahr Milliarden, weil sie veraltete Heiztechnik nutzen. In vielen Heizungskellern laufen in die Jahre gekommene Anlagen. Hier schlummert enormes Potenzial, denn mit neuer Technik ließe sich etwa die Hälfte der Heizenergie und damit bares Geld einsparen.

Aber Unwissenheit und Unsicherheit blockieren die Energiewende im Heizungskeller. Das ergab eine repräsentative Umfrage* der Messe Frankfurt anlässlich der ISH 2013: Zwar wissen rund 90 Prozent der Befragten, wie alt ihre Heizungsanlage ist. Fast die Hälfte schätzt jedoch den Anteil von Heizung und Warmwasser an den Nebenkosten zu gering ein – dieser liegt aktuell bei rund 55 Prozent.

Die Umfrage zeigt weiter: Trotz vorhandener Investitionsbereitschaft bei Mietern und Vermietern scheuen viele eine Modernisierung. Als Gründe nennen sie neben dem baulichen Aufwand und den Investitionskosten mangelnde Übersicht über das Angebot sowie die fehlende Transparenz und Sicherheit staatlicher Anreiz- und Förderprogramme.

Starker Hebel Energieeffizienz: ISH zeigt sofort einsetzbare Technik

Energieeffizienz und Ressourcenschonung sind die übergeordneten Themen der ISH 2013. Obwohl sie einen wichtigen Beitrag zur
Energiewende leisten können, wird dieser starke Hebel in der aktuellen Energiediskussion, die auf den Ausbau erneuerbarer Energien und den Strompreis fokussiert, oft übersehen. Das gilt auch für den Endverbraucher. So gaben in der Umfrage 63 Prozent der befragten Wohneigentümer und Vermieter an, zu hohe Kosten würden sie von einer Modernisierung ihrer Heiztechnik abhalten.

„Leider wird oftmals verkannt, wie viel Einsparpotential die neuen Technologien bieten“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. „Dabei lassen sich vielfach bis zu 50 Prozent Energie einsparen, so dass sich die Investitionen schnell amortisieren – Und ganz nebenbei erhöhen sich Komfort und Wohlbefinden. Hier zeigt die ISH vielfältige, hochinnovative Lösungsansätze auf.“

Auf der ISH 2013 führen 2.434 Aussteller (2011: 2.382), darunter alle Marktführer aus dem In- und Ausland, in den beiden Bereichen ISH Water und ISH Energy ihre Weltneuheiten für Bad, Heizung und Klimatisierung vor. Auf einem für die ISH ausgebuchten Messegelände zeigen die Anbieter marktreife Produkte und Technologien für Ressourcenschonung in zukunftsweisenden Gebäuden. Dabei stellt das SHK-Handwerk die stärkste Besuchergruppe der ISH dar.

Starke SHK-Branche: Industrie und Handwerk stehen bereit

Die ISH ist die weltgrößte Leistungsschau der Branchen Sanitär, Heizung und Klima (SHK). Damit ist sie auch eine wichtige Exportplattform für deutsche Hersteller, die europa- und weltweit in vielen Bereichen führend sind. Insgesamt etwa 50.000 überwiegend mittelständische Firmen aus Industrie, Handel und Handwerk prägen die deutsche SHK-Branche und bieten fast eine halbe Million Arbeitsplätze (2012: 478.000). Der Jahresumsatz lag 2012 erstmals bei über 50 Milliarden Euro. Aufgrund der enormen Energiesparmöglichkeiten bei Heizung und Warmwasser nimmt die Branche eine Schlüsselposition in den Bereichen Energieeffizienz und Ressourcenschonung ein – und damit für die Energiewende. Industrie und Handwerk stehen dafür bereit. Die ISH zeigt hierfür Möglichkeiten auf.

Starke Plattform: ISH vereint Bereiche Water und Energy

Die ISH ist die weltweit größte Leistungsschau für den Verbund von Wasser und Energie. Ob es um nachhaltige Sanitärlösungen geht, innovatives Baddesign, energieeffiziente Heiztechnologien in Kombination mit erneuerbaren Energien oder umweltschonende Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik – die Weltleitmesse deckt mit ihrem Angebot in Breite und Tiefe alle Aspekte zukunftsweisender Gebäudelösungen ab. Die Messe zeigt dabei aber auch, dass intelligentes Wohnen nicht nur für eine Energie- und Kostenersparnis steht, sondern dem Verbraucher zugleich ein Plus an Komfort und Sicherheit bietet.

Im Bereich ISH Water präsentieren sich Aussteller mit nachhaltigen, designorientierten Badlösungen. Außerdem widmet sich der Bereich ISH Water dem Umgang mit der Ressource Wasser mit den Aspekten Trinkwasseraufbereitung und Nachhaltigkeit. Ergänzt wird dies um die Themen generationenübergreifendes Bad sowie Komplettbad und dem damit einhergehenden Trend zu ganzheitlichen Raumkonzepten, die das Bad innenarchitektonisch gliedern.

* Zur Methodik der Umfrage: Vom 23. bis 26.01.2013 befragte TNS Infratest 1.043 Haushalts(mit)entscheider in Deutschland in Telefoninterviews unter Nutzung des TNS CATIBuses. Auftraggeber ist die Messe Frankfurt anlässlich der internationalen Fachmesse ISH vom 12. bis 16. März 2013 in Frankfurt am Main.