Unser Sturmglas lies uns diese Woche nicht im Stich

Unser Sturmglas lies uns diese Woche nicht im Stich
Wie heißt es schön? Verkaufe das, was Du selber nutzt und nutze das selber, was Du verkaufst. So hängt natürlich seit Jahren ein dänisches E.S. Sörensen Sturmglas an der Aussenseite unseres Fensters und erwies uns gerade diese Woche gute Dienste. Denn bei der Wettervorhersage hat man leider zunehmend das Gefühl, dass die Reporter den Rechtsgrundsatz, dass die Wettervorhersage eben nun mal nicht einklagbar ist, allzu wörtlich nehmen.
Bei Lichte besehen hätte man so vielleicht gar das schreckliche Unglück auf der A19 vorige Woche bei Kavelstorf verhindern können. Sonst stehen ja auch an allen möglichen und unmöglichen Stellen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Warum aber nicht genau an einer Gefahrenstelle wo seit Jahren bekannt ist, dass links und rechts der Autobahn freies Feld ist und der Boden eben im Frühjahr auf Grund noch nicht vorhandenen Bewuchses dazu neigt, sich eben in Form von Sand bei Sturm in die Luft zu erheben.
Ähnlich, wenn auch zum Glück mit nicht so drastischen Folgen sah diese Woche in Potsdam aus. In der Innenstadt war von Sturm nicht viel zu merken und im regionalen Radio sowie TV sowieso nicht. Die machen ja immer einen so schön auf lustig bis gar halb infantil, wenn sie das Wetter vorhersagen. Muss halt alles heute neudeutsch als Event präsentiert werden.
Vielleicht wäre es hier sinnvoller, wenn man einfach Fakten nennt und bspw. darauf verweist, dass auf den Havelseen gerade Windstärke sieben bis acht herrscht und diese Havelseen die verdammte Eigenschaft haben, einen Wellengang bis über einen Meter zu entwickeln, wie wir letzten Sonnabend selbst auf dem Zernsee zwischen Werder an der Havel und der Insel Töplitz erleben konnten. Mit einem richtig guten Windbreaker von Ivanhoe of Sweden.de macht das richtig Spass, bei diesem Wetter draußen mit dem Boot zu sein.
Und so war uns gestern morgen schon klar, wie es auf dem Zernsee aussehen muss, als wir früh unser Sturmglas betrachteten. Prompt rief der Hafenmeister an. Unser Boot hatte sich über Nacht losgerissen. Die Bolzen am Steg waren abgeschert.
Wenn man mit so netten Leuten wie dem Team von der Marina Ringel zu tun hat, ist so was kein Problem. Dem Boot ist nichts passiert, die Leute von der Marina Ringel hatten es wieder eingefangen und festgemacht. Dankenswerter Weise mit einem extra starkem Tau, welches freundlicherweise leihweise unsere Stegnachbarn von Yacht Charter Heinzig zur Verfügung stellten.
Bleibt als Fazit: Unser Sturmglas hat das getan, wofür es da ist. Es hat einfach zuverlässig den Sturm vorhergesagt. Mehr wollten wir auch gar nicht wissen. Denn einmal ehrlich. Wer hat denn wirklich etwas davon, wenn die elektronische Wetterstation den Luftdruck bis auf 85.000 Stellen nach dem Komma anzeigt?
Beim Sturmglas genügt der Blick eines geübten Auges und man ist im Bilde. Wer regelmässig drauf schaut, der weiß sehr schnell sehr präzise den Kristallisationsgrad der in Flüssigkeit gelösten Kampfersalzkristalle zu deuten. Der alte Fitzroy hat sich da eben echt was gutes einfallen lassen. Nicht umsonst nutzte man im 19. Jahrhundert an den Küsten von Old England ein Messnetz von Sturmgläsern zur Wettervorhersage.


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