und schon wieder (m)ein Geburtstag!

und schon wieder (m)ein Geburtstag!Der ein oder andere wird es wissen; seit gestern bin ich mal wieder ein Jahr aelter und nachdem ich letztes Jahr bereits meinen 30. Geburtstag gefeiert habe, kann ich die weiteren Jahre nun etwas gelassener angehen. War ja alles halb so schlimm! Ich teile mir diesen Geburtstag uebrigens mit der Schweiz, der erst 1891 eingefuehrt wurde, 600 Jahre nach deren Gruendung (ja das hat gedauert....). Viele meiner Arbeitskollegen sind Schweizer und wollten diesen Tag natuerlich gebuertig unter sich feiern, weswegen ich meine Geburtstagsparty einen Tag vorverlegte und wir am Samstag in meinen Geburtstag hineinfeierten. Wir begannen in der Old Spaghetti Factory, die sich langsam aber sicher zu meinem Lieblingsrestaurant entwickelt. Wie gross sind die Chancen, dass an diesem Tag noch ein anderer Tisch fuer mehr als 10 Personen auf meinen Namen reserviert wurde? Sehr hoch, denn diese andere Katja sass mit ihren Gaesten am Nebentisch und sie kamen aus Oestereich. War klar, schliesslich gibt es den Namen Katja nicht im englischsprachigen Raum.
Das Preis-Leistungs-Verhaeltnis in der Spaghetti Factory ist unschlagbar, schliesslich bekommt man frisches Brot, Salat oder Vorsuppe, Hauptspeise, Tee oder Kaffee und eine Kugel Eis alles zu einem Preis. Einer meiner Arbeitskollegen muss den Angstellten den speziellen Anlass gesteckt haben, denn mit dem Eis gab es auch noch ein Geburtstagsstaenund schon wieder (m)ein Geburtstag!dchen von der Belegschaft. Ein wenig peinlich, aber trotzdem schoen. Nach dem Essen ging es aufgrund eines kleinen Verkehrschaos im Schneckentempo zur Burrard Bridge, wo wir das Abschlussfeuerwerk der Celebration of Light Knallerei, diesmal ausgetragen von China, beobachteten. Die Bruecke war gekrachte voll und ich konnte absolut nichts sehen, deswegen kletterte ich mit vielen anderen auf die Betonabsperrungen, die die Fahrbahn von dem Fahrrad-und Fussgaengerbereich abgrenzen. Die Polizei sah das gar nicht gern und forderte uns einige Male zum Absteigen auf, aber wir ignorierten sie einfach und kletterten wieder auf, schliesslich wollten wir etwas sehen.
Nach dem Feuerwerk liesen wir uns von dem Strom der Menschen treiben und landeten irgendwann in einem Irish Pub, wo wir dann in meinen Geburtstag hineinfeierten. Auch hier wurde nochmal gesungen und inzwischen musste halb Vancouver von meinem Geburtstag und schon wieder (m)ein Geburtstag!wissen! Allzulange blieben wir dort allerdings nicht, denn nach einem anstrengenden Tag auf Arbeit waren wir alle muede. Wir verabschiedeten uns also und machten uns auf den Heimweg.
Am Sonntag gings frueh raus und nach den obligatorischen Skype Sessions mit der Family gings in Richtung Stadt, denn Katrin und ich wollten heute nach Whistler fahren. Montag der 2. August ist bei uns ein Feiertag (British Columbia Day) und ich muss an diesem Tag nicht arbeiten (Katrin allerdings schon), deswegen wollte ich ueber Nacht bleiben. Wir boardeten den Bus fuer 10 Uhr und befanden uns auf dem Sea to Sky Highway nach Whistler. Bevor es losging, hatte ich nochmal den Wetterbericht gescheckt und der versprach 27 Grad! Der Busfahrer allerdings sorge schon recht bald fuer zerplatzte Vorfreude, meinte er doch, dass es am Morgen geregnet hatte. Na toll!
Waehrend der Fahrt holte ich ein paar Stunden verpassten Schlaf nach uund schon wieder (m)ein Geburtstag!nd in Whistler angekommen, fuehrte ich Katrin erstmal rum und machte sie mit der Stadt vertraut. Vieles hat sich im Vergleich zu den 3 Wochen, die ich dort als Freiwillige gearbeitet habe, geaendert und ich musste mich erstmal wieder neu orientieren, gerade was Bushaltestellen usw. betraf. Das Wetter war nicht gut genug fuer einen Trip auf die Berge, deswegen entschieden wir uns nach langem hin und her fuer einen Walk um den Lost Lake. Dort zeigte sich auch endlich mal die Sonne, die durch die Wolken hindurchlugte.
Katrin wird momentan uebrigens noch angelernt und zwar in Sachen Muelltonnen oeffnen. Viele Muelltonnen in Staedten und vorallem in der Natur sind 'baerensicher' gebaut, um die Baeren am Pluendern des Muells zu hindern und um somit eine Abhaengigkeit von Menschen zu vermeiden. Einige Muelltonnen sind leider so sicher, dass auch Katrin sie nicht oeffnen kann. Vom Grundprinzip sind alle Tonnen gleich - man steckt seine Hand in einer kleine Oeffnung, in der sich eine Lasche befindet, die man entweder hoch-oder runterdruecken muss.
Meine Unterkunft hatte ich in der Jugendherberge gebucht und dabei handelt es sich um ein niegelnagelneues Hostel. Gelegen im alten Athletendorf handelt es sich hier um meine alte Wirkungsstaedte, denn das Gebaeude diente als Zentrale der Resident Services, fuer die ich im und schon wieder (m)ein Geburtstag!Dorf waehrend der Paralympischen Winterspiele gearbeitet hatte. Wie schoen, wieder hierher zurueckzukehren, obwohl sich im alten Dorf noch nicht viel getan hat. Die Behausungen werden momentan verkauft und eine neue kleine Gemeinde ist im entstehen. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis all der Krempel verschwunden ist, die Freiflaechen gruenen und genuegend Infrarstruktur errichtet wurde. Und 11 km vom Whistler Stadtkern entfernt zu sein, gefaellt nicht jedem, fuer andere allerdings mag dies der ausschlaggebende Punkt sein, hierherzuziehen.
Katrin musste abends den Bus zurueck nach Vancouver nehmen und ich machte es mir in meinem super geraeumigen Zimmer gemuetlich. Nun hatte ich endlich mal ein wenig Zeit, durchzuatmen und diesem Umstand habt Ihr auch die letzten Blogbeitraege zu verdanken. Das Wetter ist auch heute am Montag nicht so berauschend, mal sehen, was ich am heutigen Feiertag noch so anstelle, bevor es dann heute nachmittag auch fuer mich zurueck nach Vancouver geht.