Und plötzlich war Kassel bunt: 4 gute Gründe, warum du die nächste Connichi nicht verpassen solltest

Vorurteile, die nicht umzubringen sind, bringen uns um – oder zumindest um eine ganze Menge Leben.

Ernst Ferstl

Manchmal muss man eben spontan sein! Sagt mein Mann – ich bin in dieser Hinsicht eigentlich leider das ganze Gegenteil. Spontan steht mir nicht, wie ich finde. Ich bin der Besonnenere von uns beiden, doch als er am vergangenen Freitag auf die Idee kam, einfach mal so auf eine der größten Anime-Conventions in Deutschland nach Kassel zu fahren, kam ich aus der Nummer nicht raus. Es wurde Samstag und ich musste mit auf die Connichi.

Warum ich wider allen bösen Vorahnungen nicht in meiner persönlichen Hölle landete und davon überzeugt bin, dass jeder wenigstens einmal in seinem Leben auf der Connichi gewesen sein muss, will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Jenna Bee, als Ryuko

Jenna Bee, als Ryuko

1. Ein Heer netter Menschen

Die Connichi, dass ist Deutschlands größte Anime Convention von Fans für Fans. Wenn Fans etwas für ihres gleichen ausrichten, dann für gewöhnlich anständig – entsprechend schwarnte mir nichts Gutes. Ich hatte zwar bereits Mangas in der Hand, doch ich lese sie nicht. Ich sehe hin und wieder Animes und fand die Serie Fullmetal Alchemist wirklich toll, doch als Fan würde ich mich nicht bezeichnen. Ich finde die japanische Kultur spannend, doch ich begeisterte mich nicht für sie. Was also würde mich auf dieser Convention erwarten?

Als wir Kassel erreichten und bereits an der ersten Ampel einem jungen Mann in Halo Rüstung (wie ich mir sagen lies) antrafen, sah ich vor meinem geistigen Auge bereits Hallen gefüllt mit kichernden Halbwüchsigen und kreischenden Teenys in quietschbunten Kostümen. Doch bereits in der Schlange der Tageskasse dämmerte mir, dass ich da gewaltig falsch lag.

Zu behaupten, jeder zweite Besucher der Connichi erscheint in einem Cosplay Kostüm, wäre schlichtweg falsch – es dürften sehr viel mehr sein! Und ja, die Kostüme sind bunt und die meisten Cosplayer zwischen 16 und 25 Jahren alt. Und, sie sind nett, freundlich und N00bs – wie ich einer bin – gegenüber sehr aufgeschlossen!

2. Shopping

Für eingefleischte Fans ein bisschen wie im Paradies, für Greenhorns wie mich irgendwie spannend. Die Preise sollen zwar nicht immer die günstigsten sein, doch gerade der Handel mit gebrauchten Artikeln boomt! Wem also noch der ein oder andere Manga in seiner Lieblingsserie fehlt, oder wer gern in Artbooks schmökert, kommta auf der Connichi voll und ganz auf seine Kosten und auch für das nächste Cosplay Kostüm kann das ein oder andere Accesoire geshoppt werden.

Connichi2014_Impressionen_Fernweh_Katzelin

3. Workshops

So unvermittelt, wie es mich auf die Connichi verschlagen hat, so unvorbereitet war ich auch auf die angebotenen Workshops und die Frage, ob ich denn den ein oder anderen besuchen möchte. Die Workshops bedurften keiner Anmeldung, also packte ich die Gelegenheit beim Schopfe und während die Massen in einen Workshop zur Tee-Zeremonie trotteten, verschlug es mich mit meiner Begleitung in einen Workshop zur Cosplay-Fotografie für Cosplayer und Anfänger. Gehalten wurde der Workshop von FREAKed, der frei nach dem Motto “Gute Fotos auch ohne Spiegelreflexkamera” sowohl für Anfänger hinter als auch vor der Kamera Tipps und Ratschläge für gelungene Fotos hatte und mit aussagekräftigen Beispielen nicht geizte.

Zum Ausklang schlich ich mich in einen Workshop mit dem vielsagendem Namen “Lustgrotte und Liebesspeer”, in dem es um das Schreiben erotischer Literatur gehen sollte. Gehalten wurde der Workshop von Kerimaya, ihres Zeichens Autorin erotischer Kurzgeschichten, Novellen und Romane und als solche auch unter den Namen Kira Maeda oder Jasmin Eden bekannt. Ich hegte noch die Befürchtung, das ganze könnte in einer eher, nennen wir es verklemmten Peinlichkeit enden, als Kirimaya sich mit einem Grinsen auf ihren Stuhl sinken ließ und ihren Vortrag mit den Worten “So, ihr seid also die kleinen Schweinchen, die sich für Schweinisches interessieren?” begann. Das Eis war gebrochen und es folgten eine 30 minütige Präsentation solider Handwerkstipps mit viel Witz und Charm, gefolgt von einer halbstündigen offenen Diskussionsrunde, während der Kerimaya sich auch nicht lumpen ließ und selbst ein paar Zeilen aus einer eigenen Novelle zum Besten gab. Alles in allem war ihr Vortag so gelungen und vor allem lustig, dass ich ihn am liebsten gleich noch einmal gehört hätte.

4. Cosplay

Cosplay gehört auf eine Anime Convention, wie die Sonne an den Himmel – ohne all die Cosplayer in ihren schrillen, gruseligen, aufreizenden und witzigen Kostümen wäre so eine Convention vermutlich nicht halb so bunt und aufregend und vielleicht sogar so trüb und langweilig, wie die meisten Messen. Wer wirklich schönes Cosplay erleben möchte, ist auf der Connichi genau richtig. Der Großteil der Convention-Besucher erscheint im Kostüm – von einfach und lustig, bis unglaublich aufwendig und beeindruckend war alles vertreten. Bereits im Palais kam ich aus dem Staunen kaum heraus – es war schließlich meine erste Convention dieser Art – doch im Außenbereich, der ohne Eintrittskarte zugänglich war, steppte im wahrsten Sinne des Wortes der Bär.

Ich könnte Euch nun mit Unmengen an Fotos überschütten, doch eine Auswahl muss an dieser Stelle genügen – die Bilder sprechen für sich. Einen ganz lieben Dank jedoch an dieser Stelle an die Cosplayer, die so freundlich waren, ihre Fotos zur Veröffentlichung freizugeben: Skunk, als eine absolut überzeugende Posion Ivy, Lexor, als ?-Box (wer sich im Angesicht dieses Cosplay Kostüm korrekt verhielt, wurde wirklich und wahrhaftig mit einem Taler belohnt!), Greenius, als ein absolut göttlicher Emporio Ivankov, Kylia, in einem sehr aufwendigen und schönen Maskerade Kostüm zu Guild Wars und Jenna Bee, als sexy Ryuko.

Skunk als Poison Ivy Und plötzlich war Kassel bunt: 4 gute Gründe, warum du die nächste Connichi nicht verpassen solltest Und plötzlich war Kassel bunt: 4 gute Gründe, warum du die nächste Connichi nicht verpassen solltest Und plötzlich war Kassel bunt: 4 gute Gründe, warum du die nächste Connichi nicht verpassen solltest Und plötzlich war Kassel bunt: 4 gute Gründe, warum du die nächste Connichi nicht verpassen solltest

Mehr Impressionen und tolle Bilder gibt es im Youtube Video von Konterer zur Connichi 2014:


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