Und das sind die aktuellen Zahlen der Bundesregierung zum "Jobwunder" in Deutschland!

Wunder gibt es immer wieder? Oder man kann sich nur wundern über diese Statistiken.  Am 19. März provozierte ich bereits mit der Glosse: "Und hier nun endlich die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen für Deutschland! Echt, rein und pur!"

sind aktuellen Zahlen Bundesregierung

Oh Gott, wie bekomme ich einen vernünftigen Job, wenn ich mal groß bin? Bild pixabay


Noch nie waren in Deutschland so viele Menschen in Lohn und Brot wie heute. Allerdings sind die meisten neu entstandenen Jobs nur Teilzeit-Beschäftigungen! Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesregierung hervor.
Massive Ausweitung von Mini- und präkeren Jobs
Das deutsche Job-Wunder ist eher ein Teilzeit-Wunder: Fast 42,5 Millionen Beschäftigte hat die Bundesagentur für Arbeit zuletzt registriert, so viele wie nie. Allerdings ist die Zahl derer, die weniger als 35 Wochenstunden arbeiten, seit dem Jahr 2004 um fast 2,4 Millionen auf 10,7 Millionen gestiegen.
Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Etwa drei Viertel des Job-Zuwachses in diesem Zeitraum gehen also auf eine Ausweitung der Teilzeit-Beschäftigung zurück. Die grüne Arbeitsmarkt-Expertin Brigitte Pothmer sieht die Teilzeit-Stellen als Armutsfalle: Diese Beschäftigten könnten keine eigenständige Alterssicherung aufbauen. Und! Zeitarbeit ist hier noch garnicht berücksichtigt.
Vor allem Frauen betroffen
Betroffen davon sind vor allem Frauen. Nach dem jüngsten „Fortschrittsbericht“ der Regierung zur Fachkräfte-Situation, der letzte Woche im Bundestag debattiert wurde, liegt die Erwerbstätigen-Quote bei den Frauen zwischen 20 und 64 Jahren inzwischen bei 72,5 Prozent, ein Plus von 7,5 Punkten seit 2006. Allerdings arbeitet fast die Hälfte der Frauen (46 Prozent) in Teilzeit; unter den Männern sind es nur neun Prozent. Zudem räumt die Bundesregierung ein, dass fast jede dritte Teilzeitkraft weniger als 15 Wochenstunden arbeitet – das entspricht einem Mini-Job.
Diese Personengruppe ist seit 2004 um etwa ein Fünftel auf knapp 3,2 Millionen angewachsen. „Gerade diese Menschen kommen nicht aus dem Niedriglohn-Sektor heraus“, mahnt Pothmer. Die Vermutung, dass Mini-Jobber gar nicht länger arbeiten möchten, trifft jedenfalls nicht zu: Nach Angaben der Bundesregierung würden 54 Prozent der Frauen und 57 Prozent der Männer mit geringfügiger Beschäftigung ihre Arbeitszeit gern ausweiten. Nur jeweils gut ein Drittel will die Arbeitszeit so lassen, wie sie ist. Bei diesen Angaben stützt sich die Regierung auf repräsentative Befragungen. Pothmer pocht deshalb auf die Umsetzung der Koalitionspläne, Teilzeit-Jobbern einen Rechtsanspruch auf Vollzeit zu gewähren. Bislang haben Beschäftigte in Deutschland nur ein Recht, von Vollzeit in Teilzeit zu wechseln. 
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