Unberechenbar

In der Theorie geht das alles prächtig auf: Bis Ende Monat sind wir an drei Vormittagen vollkommen kinderfrei. Zeit, sich von den Strapazen der vergangenen Wochen zu erholen, neue Kräfte zu sammeln und Liegengebliebenes zu erledigen.

In der Praxis sieht es natürlich mal wieder ganz anders aus. Mal fühlt sich der Zoowärter zu krank, um in den Kindergarten zu gehen, nur um voll aufzudrehen, kaum habe ich ihn bei der Lehrerin abgemeldet. Dann wieder fällt bei einem der Kinder der Unterricht aus, mal weil die Lehrerinnen des FeuerwehrRitterRömerPiraten Weiterbildung haben, dann wieder, weil Luises Lehrerin krank ist. Hin und wieder kommt es vor, dass das Prinzchen sich weigert, lange Hosen anzuziehen und in kurzen lasse ich ihn nicht in die Waldspielgruppe gehen. Also bleibt er zu Hause. Wenn dann doch mal alle aus dem Haus sind, kommt bestimmt ein Anruf der Lehrerin, die uns mitteilt, dass sie den FeuerwehrRitterRömerPiraten nach Hause schicken werde, weil er so blass und müde sei. Und falls ausnahmsweise mal nichts von all dem geschieht, habe ich bestimmt einen Zahnarzttermin, den ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung für einen der kinderfreien Vormittage vereinbart habe.

Ich will mich nicht beklagen, das Familienleben ist nun mal unberechenbar. Ich frage mich nur, wann ich endlich damit aufhöre, an das Märchen von der Erholungsinsel zu glauben.

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