Uli Hoeneß: 118,9 Millionen Verlustvortrag?

An und für sich ist es schon verwunderlich, dass in der Öffentlichkeit erst jetzt “vorsichtig”, abgesehen von der Zeitschrift STERN, über den “steuerlichen Verlustvortrag” gesprochen und geschrieben wird. Da sich Journalisten nur vorsichtig äußern, ähnlich wie Georg Mascolo in der Talk-Runde gestern bei JAUCH, wird die Tragweite dieser Zahl für den Laien in Steuersachen nicht erkennbar.

Der bis Ende 2008 in Höhe von 118,9 Millionen Euro aufgelaufene Verlustvortrag wirft viele Fragen auf.

Fraglich ist, wie dieser Verlustvortrag bei einem “Würstchen-Fabrikanten” entstehen konnte?

Steuerlich klar ist, dass diese Verlustvorträge aus “Veräußerungsvorgängen” stammen, also aus dem Verkauf von Wertpapieren, Beteiligungen oder Immobilien.

Es liegt der Verdacht nahe, dass aus den dubiosen “Wertpapiergeschäften” in der Schweiz solche Verluste womöglich trickreich “zugewiesen” wurden, ohne dass Hoeneß hierfür den “Finanzabfluss zu tragen hatte!? Sofern das zutrifft taucht die Frage auf, wer bzw. welche Firma den Verlust finanziell getragen hatte?

Bekannt ist, dass Uli Hoeneß mit hunderten Millionen Euro (Stichwort: Hebelfunktion bei Derivaten) spekulieren durfte. Mehr als dubios dabei ist, wer und warum diese “Spekulationsgrundlage” zur Verfügung gestellt wurde? Bekanntlich hat niemand etwas zu verschenken.

Da liegt der Verdacht sehr nahe, dass über windige “Gesellschaftskonstruktionen” in der Schweiz oder in anderen Steueroasen “steuerliche Verluste” aus Wertpapiergeschäften “nutzbar” gemacht werden sollten, damit Uli Hoeneß im INLAND Gewinne mit diesen dubiosen Verlustvorträgen verrechnen kann.

Damit würde der zu vermutende STEUERBETRUG ganz andere Dimensionen erreichen, auch weil “Partner” vorhanden sein müssen, die dies erst ermöglicht hatten.

Zu den unübersehbaren Widersprüchen bezogen auf den Verlustvortrag von 118,9 Millionen Euro schreibt der STERN folgendes:

“Hoeneß machte selbst Angaben

In einem Interview hat Hoeneß selbst Angaben gemacht, die auf seine Einkommensverhältnisse schließen lassen. Er habe insgesamt sicher 50 Millionen Euro an Steuern gezahlt, sagte der 62-jährige der "Zeit". Man kann bei dem Manager und Wurstfabrikanten Hoeneß wohl den Höchststeuersatz und damit rund das Doppelte an Einkünften unterstellen. Wie damit aber Verluste über 118 Millionen Euro gedeckt werden können, bleibt ein Rätsel.”

Tatsache aber ist, dass Hoeneß mit hunderten Millionen Euro zocken durfte! Aus welchen Gründen wurden diese Summen verfügbar gemacht? Handelte es sich ebenfalls um unversteuertes Schwarzgeld? Wie sind diese “Wohltaten” steuerlich zu beurteilen? Und handelte es sich um “Verlustzuweisungen” von Dritten, die, aus welchen Gründen auch immer, diese Verluste nicht selbst steuerlich geltend machen konnten?

Fragen über Fragen, die auch Günter Jauch nur mit einer faden Scherz-Äußerung gestern kommentierte, weil wohl auch er da nicht tiefer einsteigen wollte/durfte!

Der Verlustvortrag schreit geradezu nach Aufklärung, auch weil Uli Hoeneß bisher alleine angeklagt ist und seine “Mittäter” (noch) im Hintergrund bleiben.

Und wo blieb angesichts solcher “Verlustvorträge” die Steuerfahndung? Der Hoeneß-Fall könnte die bisherigen “Amigo-Sümpfe” bei weitem übertreffen!

 



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