UK: Die Zahl der Food Bank User hat sich in einem Jahr verdreifacht!

Der Trussel Trust, des UK’s größter Betreiber von (fast 400!) Food Banks, von Ausgabestellen für von Wohlfahrtsorganisationen zur Verfügung gestelltes Gratis-Essen für Bedürftige, habe zwischen April und September 2013 im UK doppelt soviel Essen zur Verfügung gestellt, wie in des entsprechenden sechs Monaten des Vorjahres 2012 geschah. Das war die gute Nachricht!

Die schlechte Nachricht ist, dass der Zuspruch in diesen sechs Monaten sich von 113.264 auf 355.985 Bedürftige verdreifacht hat. Für jeden Einzelnen gab es im Schnitt also ein Drittel weniger als im Vorjahr.

Die zynische Nachricht:
Unter den Bedürftigen sollen 120.000 Kinder sein. Die brauchen ja schließlich nicht so viel, oder?

Keine pure Nostalgie:
Das Rote Kreuz will in diesem Winter erstmals in der Nachkriegszeit Lebensmittelhilfen in Großbritannien verteilen.

Bravo, David Cameron:
Das sei die direkte, messbare Folge von Verschlechterungen in Unterstützungsleistungen, neuen Steuern und Lohnabschlüssen unterhalb der Inflationsrate sowie der exorbitanten Erhöhungen bei den Energiepreisen.

Kein Geld für Luxus:
Bedürftige brächten Essen das erwärmt werden müsse zurück, weil sie sich den benötigten elektrischen Strom dafür nicht leisten könnten!

„Etwas sehr ernstes geschehe den Menschen am Boden der Gesellschaft, das nicht in den offiziellen Zahlen ausgedrückt werde“, sagte der ehemalige Labour-Minister Frank Field, „ wenn Sie mir dies vor zehn Jahren erzählt hätten, so hätte ich Ihnen nicht geglaubt!“ Er habe David Cameron vor 14 Monaten erstmals zu diesem Thema gefragt und warte immer noch auf eine Antwort. Der Premier glaube wohl, sich irgendwie durch die nächsten Wahlen mogeln zu können?

Chris Mould vom Trussel Trust:
„Das Niveau der Lebensmittelarmut, des Hungers im UK ist skandalös und inakzeptabel. Als Nation müssen wir akzeptieren, dass hier etwas schief läuft und wir müssen etwas tun, dass der Hunger in Großbritannien nicht weiter zunimmt!“

Chris Johnes, Oxfam’s Direktor für das Armuts-Programm im UK:
„Es ist komlett inakzeptabel, dass in der siebtreichsten Nation auf diesem Planeten, sich die Zahl derer die Lebensmittelhilfe benötigen verdreifacht hat!“

Sprecher der Regierung bezweifeln den Zusammenhang zwischen den Kürzungen im Wohlfahrtsbereich und der Zunahme der Hungernden: „Dafür gäbe es keine belastbaren Beweise“, und „an den Zuständen trage sowieso die Labour-Vorgänger-Regierung Schuld!“



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