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Es ist ein oder zwei Jahre her. Unsere Familie saß um den gedeckten Mittagstisch.Auf dem Tisch dampften  selbstgemachte Klöße, Rouladen und Gemüse.Die Kinder noch mit von der Kälte geröteten Wangen,waren nach dem Toben im Schnee hungrig. Es war ein eisiger Winter.

Ungeduldig griff jeder zu, als  der Genuss durch ein Klingeln unterbrochen wurde.”Ein Paket?” rätselte Karla.”Die Nachbarin vielleicht”, sagte Anna. In der Tür stand eine ältere Frau. Zu klobigen Schuhen trug sie einen derben schwarzen Baumwollrock. Ein ebenso schwarzes Kopftuch hatte sie um ihr Haar gebunden.

Sie hielt mir eine dieser eingeschweißten Karten entgegen—Haus ist abgebrannt, Mann gestorben.Ich fragte mich wer so etwas noch glaubte.

Zigeuner klauen, wenn du der was gibst kommen zehn andere nach, die Strukturen beim Betteln sind oft, denen der  im letzten Sonntag im Tatort gezeigten Drückerbanden http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/2012/ein-neues-leben-100.html nicht unähnlich.

Sämtliche klischeehaften Vorurteile flirrten durch meinen Kopf.Ich wog das Für und Wider  ab, brachte ihr dann was zu essen.  Aber nur  den Flur, in das Wohnzimmer ließ ich sie nicht.Sie fragte nach Käse, Milch, einer dicken Jacke, Strumpfhosen. Nach Geld fragte sie nicht.

Die Kinder hatten das Mittagessen vergessen und liefen los um die benötigten Dinge in eine Tasche zu packen.

Sie weinte. Unablässig rannen Tränen über ihre Wangen, während sie auf der Treppenstufe saß und aß. Irgendwann nahm sie die nun gefüllte  Tasche, küsste den Kindern die Hand und ging.

Erst später las ich ,das etwa 400 Roma http://de.wikipedia.org/wiki/Roma sich in die Stadt geflüchtet hatten. Für diese Stadt war das neu.

Tenor der Tagespresse: sehen wir zu ,dass wir sie los werden. Wenn wir denen was geben kommen noch mehr nach. Kleiderspenden ja, Sozialleistungen nein.

Das Ziel wurde erreicht die Roma verschwanden. Ein paar clevere Vermieter hatten aus dem ganzen noch Profit geschlagen und wenig Wohnraum für viel zu viele Menschen zu völlig überteuerten Mieten vermarktet.

Und wir? Es klingelte tatsächlich noch öfter an unserer Tür. Ich habe nichts mehr gegeben, und die Kleiderspenden lieber zum von der Tagespresse angebenen Ort gebracht. Ich fand die Drückerbandenstruktur des Bettelns auch schwierig, hätte mich aber gern anderweitig engagiert. Dazu sollte es keine Möglichkeit mehr geben.Roma hätten hier keine Chance , deshalb schickte man sie zurück wo sie hergekommen waren.Da hatten sie sicher mehr Chancen…

Sie im Film zu sehen, ist freilich ganz nett. So schön frei und stolz stellen sie für unser Hab und Gut keine Gefahr da…(polemisch, ich weiß)

.http://www.youtube.com/watch?v=TmhA1993LWY&feature=related



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