Twitter sperrt Mobile Clients aus

Twitter speert Mobile Clients aus.
Über das Wochenende gab es ein bisschen Aufruhr im Twitterverse - Twitter hatte nämlich am Freitag einige populäre mobile Clients kurzerhand suspendiert.
Betroffen waren UberTwitter (BlackBerry, iPhone), UberCurrent (iPhone) und Twidroyd (Android) aus dem stetig anwachsenden Pool von Twitter-Clients, die der amerikanische Investor Bill Gross mit seinem Idealab dieser Tage zusammenkauft - zuletzt hatte er sich das populäre TweetDeck einverleibt, das alllerdings von der Twitter-Sperre verschont blieb.
Twitter begründete die Aussperrung von UberTwitter, UberCurrent und Twidroyd mit einem nicht näher spezifizierten Verstoß gegen die AGB. Bill Gross erklärte sich dazu allgemeiner im Ubermedia-Firmenblog und konkreter auf der Q&A-Webseite "Quora". Twitter hatte demnach bemängelt, dass 1. UberTwitter und Twidroyd den Tweet-Verlängerungsdienst tmi.me unterstützen, der unter Unständen private Nachrichten auf einer öffentlichen Webseite postet, dass 2. UberCurrent Links aus einem Affiliate-Programm in Ubermedia-eigene verwandele und 3. der Name UberTwitter nicht genehm sei.
Ubermedia hat die gewünschten Änderungen vorgenommen - UberTwitter heißt deswegen nun "UberSocial" - und entsprechende Updates für seine Apps veröffentlicht beziehungsweise zur Freigabe eingereicht. Alle genannten Clients sollten daher in Kürze wieder ordnungsgemäß gegen die Twitter-API funktionieren, sofern sie das nicht bereits tun.
Aus den Kommentaren zur Quora-Frage und auch anderswo im Web, beispielsweise einer Meldung von "TechCrunch" zu dem Vorfall, geht eindeutig hervor, dass bei dem Vorfall eindeutig um mehr geht als ein paar eher harmlose Verstöße von Ubermedia gegen die Twitter-TOS: Twitter empfindet Ubermedia mit seinen Clients (die aktuell geschätzte 20 Prozent der Twitter-Nutzer verwenden) offenbar zunehmend als unerwünschten Schmarotzer seines Ökosystems, der zudem noch eine erfolgreichere Monetarisierungs-Strategie etabliert hat als Twitter selbst.
Schade allerdings, dass der Kleinkrieg zwischen Plattformbetreiber und Value-Add-App-Entwickler - Twitter bedient mit seinen eigenen Apps bislang nur Simpel-Nutzer seines Dienstes - auf dem Rücken der Twitter-Nutzer ausgetragen wird.


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