Tutte le strade portano a Roma

Von Lamiatrattoria

  Veröffentlicht in 23. Mai 2014 Von Verena Becker

 Kommentar

…Pastagerichte wie Cacio e Pepe, alla Matriciana, alla Carbonara, Gnocchi, ausgebackenes Gemüse wie frittierte Zucchiniblüten und Artischocken und deftig-würzige Fleischgerichte wie gebratenes Spanferkel, Saltimbocca und Polpette al sugo dürfen in Rom auf keiner Karte fehlen. Doch auch Innereien von Lamm, Kaninchen und Geflügel sind hier keine Ausnahme. All diese Speisen geben einen schönen Einblick in die authentische römische Küche, wie sie nicht nur in einer kleinen Osteria oder Trattoria zu finden ist, sondern teilweise sogar in der gehobeneren Gastronomie von Rom. Einfach, volkstümlich und gerne auch deftig – so ist mir die römische Küche  während meines einjährigen Aufenthalts in Rom in Erinnerung geblieben.
Da ich das Glück hatte diese Woche ein paar Tage dort verbringen zu dürfen, habe ich natürlich die Gelegenheit genutzt und alle mir noch so bekannten römischen Snacks und Gerichte durchprobiert. Nachdem die ersten Orientierungsprobleme am ersten Tag schnell verschwunden waren, habe ich mich sofort wieder eins mit der Stadt gefühlt. Die einzigartige Geräuschkulisse, der Geruch und die Geschmäcker der Stadt – all dies sind Dinge, die viele Erinnerungen und Assoziationen hervorrufen. Einzigartig ist hierbei natürlich nicht ausschließlich positiv gemeint, so hat die Stadt wie viele italienische Großstädte natürlich auch nicht ganz so schöne Seiten. Die Tage in Rom haben wir somit großenteils damit verbracht durch die Stadt zu schlendern, sich zwischendurch als Stärkung Pizza al taglio oder Supplì zu holen, in jeder zweiten Bar meinen geliebte  cafè zu trinken, abends in gemütlichen Restaurants zu sitzen, um danach noch den späten Abend mit einem Glas Wein in Trastevere ausklingen zu lassen. Hier habe ich nun für euch ein paar Bilder des viel zu kurzen Aufenthalts in Rom zusammengestellt mit ein paar Tips, welche Restaurants ich empfehlen würde und von welchen man lieber die Finger lassen sollte.

 

Wer eine leckere, dünne, römische Pizza in typisch italienischer Atmosphäre essen möchte, sollte in die Pizzeria ai Marmi in Trastevere gehen. Hier bereiten die drei Pizzabäcker vor den Augen der Gäste innerhalb von 10 Minuten mindestens 50 Pizzen zu. Dabei wirbeln sie durch die kleine Küche, sprenkeln Olivenöl umher, rufen lauthals die Bestellungen durchs Restaurant, winken zwischendurch immer mal wieder bekannten Gesichtern auf der Straße zu und schaffen es, in höchster Geschwindigkeit und perfekter Zusammenarbeit die leckersten Pizzen herzustellen. Sehr zu empfehlen sind die Pizzen mit Bresaola und Ruccola oder auch mit Salsiccia oder Prosciutto. Dazu bekommt man innerhalb kürzester Zeit einen gut termperierten Hauswein und Wasser und kann in aller Ruhe das bunte Treiben um einen herum genießen.

In das Restaurant “Maccheroni” in der Nähe des Pantheons sind wir aufgrund zahlreicher positiver Bewertungen gegangen. Als Vorspeise hatten wir Büffelmozzarella mit Bottarga und danach Pastagerichte ausprobiert. Die Atmosphäre und Stimmung ist sehr angenehm, jedoch war der Mozzarella leider nicht von der Qualität, die ich erwartet hatte und die Pasta recht übersalzen und ziemlich trist.

Auch wenn als “beste Eisdiele” in Rom oft Giolitti genannt wird, bevorzuge ich auf jeden Fall diese hier: Gelateria La Romana. Während Giolitti touristisch sehr überladen ist, besticht diese Eisdiele mit sehr freundlichem Personal, moderaten Preisen und wirklich köstlichem Eis. Für gerade mal 2 Euro kann man hier die Spitze der Eiswaffel mit einer Schokoladensorte seiner Wahl füllen lassen und sich eine Art Topping wie Zabaione wählen. Sehr zu empfehlen sind Pistazieneis, Joghurt, Croccante di amarena und dunkle Schokolade.

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