Trudi Canavan – Priester

Trudi Canavan – Priester

Priester. Das Zeitalter der Fünf 01. 

Kurzbeschreibung: Die junge Auraya ist auserwählt, eine Priesterin der Weißen zu werden. Doch diese Ehre bedeutet auch, dass sie ihre Heimat für immer hinter sich lassen muss. Dabei könnte Auraya die Hilfe ihrer alten Freunde nun dringend gebrauchen. Denn geheimnisvolle, schwarz gekleidete Zauberer sind ausgeschwärmt – und verfolgen anscheinend nur ein Ziel: die totale Auslöschung des Weißen Ordens …

Mit ihrer neuen Fantasy-Trilogie taucht Trudi Canavan erneut in eine umfassende Welt voller Intrigen, Liebe und Magie ein. Dabei zieht sie alle Register.

Die Welt der Weißen, der Zirkler und ihrer Feinde ist liebevoll, wenn auch oft etwas langatmig gestaltet.

Zu Beginn kommt man leider nur schwerlich in die Geschichte hinein. Es ist zwar alles verständlich und logisch, doch die Spannung fehlt einfach.

Auraya hat allerlei besondere Fähigkeiten, die ihr den Alltag vereinfachen und die Handlung drumherum beschränkt sich auch auf teilweise sinnloses Geplänkel.

Erst mit dem Beginn von einer großen, überaus mächtigen Bedrohung für die Weißen kommt Leben in den Roman.

Es wird alles interessanter, über einige hundert Seiten muss man den Roman geradezu verschlingen.

Auraya geht ausgerechnet mit einem von den Heiden eine Affäre ein, was für zusätzlichen Stoff sorgt. Nur leider scheint ihr Geliebter nicht der zu sein, für den er sich ausgibt.

Zahlreiche liebenswerte Figuren und Charaktere hat die Autorin uns aber auch hier bereitgehalten. Da wäre zuerst einmal Aurayas Schoßtierchen, ein Veez. Er heißt Unfug und sorgt für so manchen kleinen Lacher in der Handlung. Auch sind da Siyee, ein friedfertiges, liebenswertes Volk.

Die verschiedenen Sichtweisen machen den Roman noch interessanter. Hat man von Auraya teilweise genug, ist man im nächsten Kapitel bei Emerahl, einer kleinen aber dennoch wichtigen Nebenfigur. Sie führt ihre ganz eigene kleine Handlung, die aber dennoch irgendwie dicht mit den Weißen verstrickt ist. Wie, wird leider nur angedeutet.

Das Ende wird bewusst offen gelassen, schließlich sind da ja noch zwei weitere Teile zu lesen.

Man darf also gespannt sein, wie es mit den Weißen, ihrer gewonnenen Schlacht und natürlich der geheimnisvollen Doppelgestalt Mirar/Leiard weitergeht.

Ich gebe dem Buch keine ganz volle Punktzahl, da es seine Schwächen hat. Wer hier keinen langen Atem hat, wird das Buch auch schnell zur Seite legen. Doch ich kann nur sagen, es tun sich doch nachher noch neue Gesichter dieses Buches auf, die man natürlich nicht außer Acht lassen darf. Also würde ich sagen, es ist unter Vorbehalt zu empfehlen. Vielleicht sollte man es vor einem Kauf anlesen oder ausleihen.


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