Training November & Dezember 2017: an den Trainingsplan klammern

Besser als nichts. Manchmal muss man sich mit wenig zufrieden geben. Immerhin. - Sätze wie diese gehen mir durch den Kopf, wenn ich auf die beiden Trainingsmonate zurückblicke. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich nicht so recht aus den Puschen gekommen bin. Die Dunkelheit und das elendig graue Wetter hängen wie schwere Wolken über meinem sonnigen Gemüt. Ich glaube, ich brauche Luftveränderung... Wobei ich immer wieder Energie aufbringen konnte und frischen Wind in mein Training brachte. Sei es mit TRX, Yoga, Treppentraining,...

WARUM LÄUFT DAS LAUFTRAINING NICHT?

Was sich am Anfang der beiden Monate so herrlich entspannt anfühlte, wurde irgendwie verkrampft. Ich war wie eine Rakete unterwegs. Als es gerade so richtig super lief, wurde es schlagartig zäh. Das lag wieder einmal an meinem Rücken. Ich musste in den Schongang zurückfahren, die Rolle glühen lassen und mich vermehrt von den Laufschuhen weg rüber zum Rad bewegen. Immer wenn es etwas besser lief, konnte ich an der Kraftausdauer mit Treppentraining arbeiten. Das macht zwar die Beine auch nicht leichter. Es gab mir aber ein gutes Gefühl, auf einem anständigen Weg zu sein. Dennoch war ich beim St Pauli X-Mass Run in Hamburg froh, dass es sich nur um fünf Kilometer handelte. Gerade Ende des Monats konnte ich wieder etwas mehr laufen und absolvierte fast die kompletten Kilometer in den letzten zwei Wochen nach meiner rückenbedingten Zwangspause. Es gab einige wirklich schöne Tage, die mich zum Glück immer wieder vor die Tür lockten. Gleichzeitig ging ich das erste Mal nach Monaten zum Höhentraining. Ein tolles Gefühl.

Manchmal sind die Schritte klein, die Distanzen kurz. Aber ich komme langsam in Schwung.

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DIE MITTE BRENNT BEIM YOGA & STABITRAINING

Letztlich sind mit Yoga weit über 40 Stunden pro Monat zusammengekommen. Die Hälfte vom Yoga war so anstrengend, dass ich mich wirklich währenddessen fragte, wie ich jemals das Ziel einer Langdistanz erreichen konnte. Unglaublich!

Stabilisationstraining, Athletik - ich muss aktuell sehr vorsichtig mit meiner Körpermitte sein. Ich war natürlich selbst schuld mit meinem Rücken. Was muss ich auch immer so selbstständig sein und lang ausgedehnt die Blumenkübel hin und her schleppen, um sie Winterfest zu machen... In jedem Fall zeigte mir das aber, was aktuell wichtig ist. Sowohl beim Yoga als auch beim Stabitraining ging es maßgeblich um eins: Hardcore Training für den Rumpf.

Im Fokus stehen immer wieder Gleichgewicht, innere Stärke und Balance.

Dabei hilft mir natürlich auch Yoga. Umkehrhaltungen wie Handstand und Kopfstand machen dieses Training wunderbar leicht. Natürlich ist das mit ordentlich Schweiß verbunden. Ich habe nun auch einen Kopfstandhocker. Darüber verrate ich dir demnächst mal mehr. In jedem Fall ist es damit ein Leichtes, den gesamten Körper auf sanfte Weise zu trainieren, zu stabilisieren und ja, auch die Welt und sich selbst mal aus einer anderen Perspektive zu sehen und zu spüren.

Die letzten Tage im Dezember verbrachte ich zudem täglich mit meinem neuen TRX-System, das ich von meiner Familie geschenkt bekam. Meine Schwärmerei nach dem Ausflug zu den FitGesund Tagen an die Ostsee war wohl nicht zu überhören. Ich habe mein Programm direkt erweitert auf die Arme und den Schulterbereich. Da gibt es ebenfalls einiges nachzuholen, weil ich wieder einmal nicht Schwimmen war.

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WAS IST SCHWIMMEN?

MyGoal Team Trainerin Anke* scherzt mittlerweile, ob sie die Nicht-Schwimmeinheiten weiterhin einplanen soll. Sie zweifelt scheinbar arg an meiner Motivation. Nun ja. Was soll ich sagen. Es fehlt mir extrem. Nicht die Motivation sondern das Schwimmen. So eine ruhige, schwimmlose Zeit hatte ich noch nie. Zumal ich das Schwimmtraining auch immer zur Regeneration vom Laufen und Radtraining nutzte. Grundsätzlich habe ich natürlich Lust dazu. Aber ich sehe immer dieses müffelnde, stickige Schwimmbad vor mir, in dem mir ganz sicher die Decke auf dem Kopf fallen wird. Wenn mich nicht vorher die volle Bahn so nervt, dass ich das Bad fluchtartig verlasse.

Ich muss wirklich an meiner Einstellung arbeiten.

Denn so langsam verblasst das Gefühl, überhaupt mal im Wasser gewesen zu sein. Bevor ich also zukünftig mit Schwimmflügel ins Wasser muss, sollte ich das Wasser mal wieder aufsuchen...

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DIE ROLLE BEIM RADTRAINING GLÜHEN LASSEN

Es kostet natürlich jedes Jahr aufs neue Überwindung nur drinnen zu trainieren. Aber ich finde meist schnell meinen Spaß nicht zuletzt wegen eines ganzen Unterhaltungsprogramms.

Langeweile. Langeweile. Kommt erst gar nicht auf mit einem ausgeklügelten Spaßprogramm.

Es fällt mir aber mittlerweile ziemlich leicht, auch mal zwei Stunden oder mehr in Ruhe für mich ins Pedal zu treten. So kamen einige Kilometer zusammen, die natürlich nicht so einfach aus den Beinen zu schütteln waren, wie bei sechs Stunden draußen auf dem Land. Ich fand es besonders gut, dass ich aufgrund meiner Laufpause im Dezember dazu gezwungen war, mal einen intensiveren, längeren Block am Stück mit in den Plan aufzunehmen. Das war wie mein persönlicher Startschuss für den Körper sich auf das intensivere und längere Winterprogramm auf der Rolle einzustellen.


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