Toulouse: Zwei Festnahmen im Fall des Motorroller-Mörders Mohamed Merah!

Die Ermittlungen im Terrorfall des Mohamed Merah, der zwischen dem 11. und 19. März 2012 in den Städten Toulouse und Montauban insgesamt 7 Menschen, darunter drei Kinder kaltblütig erschossen hat, bevor er am 22. März praktisch vor den Augen des in der Stadt anwesenden Staatspräsidenten Sarkozy von einer gewaltigen Übermacht des Staates gestellt, belagert und schließlich erschossen wurde, verlaufen schleppend.

Dazu trägt sicher der Regierungswechsel von Sarkozy zu Hollande ebenso bei, wie der Versuch der Behörden die unrühmliche Rolle des französischen Inlandsgeheimdienstes DCRI, der Zentraldirektion für Innere Sicherheit, zu verschleiern.

Die Angehörigen der Opfer, die kürzlich vom neuen Innenminister Manuel Valls empfangen wurden, beschwerten sich über zahlreiche Fälle von Verschleppung und forderten erneut die volle Aktenfreigabe, die Valls erneut aus Sicherheitsgründen verweigerte.

Statt dessen gab es zwei erneute Festnahmen in Toulouse. Zwei junge Männer von 28 und 30 Jahren, einer davon ein Jugendfreund der Merah Brüder Mohamed und Abdelkader, werden verdächtigt Informationen zu den Anschlägen besessen zu haben, oder gar zur Ausführung geholfen zu haben. Sie stammen aus dem Wohnviertel der Brüder und sollen zu derem ständigen sozialen Netzwerk gehört haben. Diese Männer waren aber schon länger der Polizei bekannt und es ist nicht klar warum sie gerade jetzt festgenommen worden sind, ausser vielleicht den Grund, den Opferangehörigen und der Öffentlichkeit Aktivitäten zu demonstrieren.

Ausserdem verwarf Minister Valls die These vom „einsamen Wolf“ Merah und wies auf die Unterschiede zum Fall des Norwegers Anders Breivik hin. Merahs Taten hätten der sorgfältigen, minutiösen Planung, der Hilfe bei der Vorbereitung und womöglich auch bei der Tatausführung bedurft.

Bereits am 4. Dezember 2012 war der 38-jährige Charles Mencorelli, ein zum Islam konvertierter Sinti oder Roma, für vier Tage festgenommen worden. Diese 96 Stunden sind in Terrorismusfällen die längste legale Frist der Verwahrung durch die Polizei, bevor der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt werden muss. Dieser ließ den Sinti damals umgehend wieder frei.

Mit den beiden jetzt Festgenommenen wird es wohl ähnlich kommen, denn beide werden bereits seit längerem von der Polizei beobachtet und neue Erkenntnisse sind nicht bekannt.

Zu Mohamed Merah selbst gibt es auch ein neues Detail: Sein „eigentlich echter“ Pass, mit dem er nach Pakistan gereist war, war auf rafinierte Art gefälscht, manipuliert worden. Lediglich durch die Fälschung des Geburtsmonates  von Oktober zu Februar, verwandelte sich der Polizeibekannte Islamist in einen gleichnamigen und gleichaltrigen, wegen relativ harmlosen Prügeleien ebenfalls polizeibekannten aufstrebenden französischen Amateurboxer!

Da es diesen Mann wirklich gibt und er im Sinne der Geheimdienste harmlos ist, eine ebenso simple wie perfekte Tarnung! Da stellt sich natürlich automatisch die Frage, wer Mohamed Merah hier „beim Fälschen zur Hand ging“?



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