Tipps zum Einstieg in den Golfsport

Ich hatte Euch ja gerade erst von meinen ersten Erfahrungen und der ersten Saison in Sachen Golf geschrieben. Heute geht es mal um Tipps rund um den Einstieg. Wenn man noch nie einen Golfschläger in der Hand hatte, dann sollte man eine sogenannte “Schnupperstunde” in einem Golfclub in der Nähe mal ausprobieren. Am besten auf einen Platz, wo man auch ohne Platzreife die erste Runde drehen kann. Golf kann man in jeder Altersklasse spielen und am Anfang ist auch keine besondere Fitness notwendig. Auch braucht man zum “schnuppern” auch nicht gleich Golfschuhe, da reichen Turnschuhe mit einer gröberen Sohle. Was man von der ersten Stunde an unbedingt braucht ist Zeit! In einer Schnupperstunde wird in Gruppen über die grundsätzlichen Sachen wie Golfschwung, verschiedene Schläger und das Putten gesprochen. Und wenn man irgendwas vom “Golfchinesisch” nicht verstanden hat, dann wir kein Pro beleidigt sein, wenn man nachfragt. Oft bieten die Clubs nach so einer Schnupperstunde die Möglichkeit an auf dem Platz (wenn es denn ohne Platzreife erlaubt ist) eine 5 oder 9 Loch Runde zu spielen.

Das erste Erfolgserlebnis hat man schon, wenn man mit einem Eisen überhaupt den Ball trifft. Wohlmöglich fliegt er dann auch schon ein paar Meter und wenn man ganz viel Glück hat, auch noch in die richtige Richtung ;-) .  Aber selbst wenn das nicht gleich passiert, man aber grundsätzlich Gefallen an Golf gefunden hat, dann sollte man vielleicht noch 2-3 mal einen Schnupperkurs besuchen. Auch lohnt es sich dann mal einen anderen Club zu besuchen. Was ich ganz wichtig finde ist ob die “Chemie” zwischen einem selbst und dem Pro stimmt. Denn mit dem wird man voraussichtlich dann auch in der Zukunft öfter zu tun haben. Aber dazu später mehr!

Wenn man sich dazu entschieden hat Golf als Freizeitbeschäftigung auszuüben, dann sollte man sich über folgende Punkte im klaren sein:

  • Damit man dann auf einen 18 Lochplatz spielen kann braucht man die sogenannte Platzreife! Ich nenne das immer den Führerschein für den Golfplatz. Das kostet schon mal Geld!
  • Eigene Schläger und das ganze drum herum, wie Schuhe, Bälle usw. schlagen dann auch mit 500 bis 600 Euro zu buche.
  • In welchen Club will man dann regelmäßig spielen und was kostet dort der Beitrag?

2012-10-09-27Ich will Euch damit nicht vom Golfsport abhalten, denn ich habe noch keinen Eure bereut, den ich in der ersten Saison investiert habe. Wenn Ihr die nötige Zeit und das “Kleingeld” habt, dann kann man den nächsten Schritt wagen. Die Platzreife ist fällig. In der lernt man das grundsätzliche Rund um den Golfsport. Sowohl die Praxis als auch die Theorie sind hier gefragt. Aber keine Angst, ich habe noch niemanden kennengelernt, der bei der Prüfung durchgefallen ist. Und sind wir mal ganz ehrlich, was bringt es jemanden nicht die Platzreife auszustellen, denn damit verliert man ja ein mögliches Mitglied. Wenn man die dann in der Tasche hat und wohlmöglich auch schon Mitglied in einem Golfclub ist, dann geht es um die Golfschläger. Das “Werkzeug” um auf der Runde auch etwas zu erreichen. Hier ein ganz wichtiger Tipp, bevor Ihr einfach zu einem Einsteiger Set greift, geht in den Pro-Shop in Eurem Club oder in den Fachhandel, wenn dieser ein sogenanntes Fitting anbietet. Denn Golfschläger ist nicht gleich Golfschläger. Ich habe das am eigenen Körper spüren dürfen. Meine ersten Runden drehte ich mit “geerbten” Golfschlägern, bei denen der Schaft der Standardlänge entsprach. Auf einer 5 oder 9 Loch Runde machten sich noch keine Probleme bemerkbar. Aber nach der ersten 18 Loch Runde, die gefühlte 5 Stunden dauerte ;-) hatte ich Rückenschmerzen! Da kann man dann schnell die “Schnauze voll” haben! Grund war einfach, das die Golfschläger einfach zu kurz waren. Also hatte ich mich dann aufgemacht und nach einem Laden gesucht, der mich mal golftechnisch vermisst.

Das Ergebnis war, dass ich mit einer Körpergröße von 189cm Golfschläger brauche, die 1 Inch (2,54 cm) länger sind. Außerdem brauche ich dickere Griffe. Nachdem ich diese Eckdaten in der Tasche hatte, suchte ich nach einen Schlägersatz und da war für mich klar, dass ich als Anfänger keinen Schlägersatz für 600-700 Euro benötige. Zum Glück ist für Linkshänder die Auswahl nicht besonders groß und so hatte ich relativ schnell Schläger gefunden. Auch kann man bei der Anschaffung überlegen, ob man unbedingt gleich einen ganzen Schlägersatz benötigt.

Welche Schläger braucht man zum Einstieg?

Also ich glaube in der ersten Saison kann man gut mit einem halben Schlägersatz leben. Auch braucht man nicht unbedingt einen Driver, denn das ist einer der Schläger, die am schwersten zu spielen sind. Aber folgende Golfschläger braucht man schon zum Einstieg:

  • Eisen 7
  • vielleicht Eisen 8
  • Eisen 9
  • Pitching Wedge
  • Sand Wedge
  • Putter

Ich kann euch sagen, dass Ihr mit diesen Golfschlägern schon eine Menge Spaß haben könnt. Und sollte sich der Erfolg schneller einstellen, dann ist man bestimmt gewillt noch den einen oder anderen Euro in die Ausrüstung zu stecken. Stand heute muss ich Euch auch sagen, dass mich sich den Drive (Holz 1) fast als letztes Anschaffen kann. Ich würde dann eher ein 3 oder 5er Fairwayholz vorschlagen. Mit diesen Schlägern erschlägt man gleich zwei “Fliegen”. Denn man kann auch mit einem Fairwayholz tolle Abschläge vom Tee machen und kann diesen Schläger dann auch bei langen Löchern auf dem Fairway nutzen.

Was wird noch benötigt?

2012-07-17-006Man braucht dann noch ein Golfbag, Golfschuhe, Golfbälle und einen Golfhandschuh. Beim Golfbag sollte man überlegen ob man das “Werkzeug” über den Platz tragen möchte, oder ob man das Material gerne vor sich hin schieben möchte. Wenn man sich für die tragenden Variante entscheidet, dann sollte man ein leichtes aber robustes Tragebag/Standbag kaufen. Bei der anderen Variante braucht man neben dem Carbag/Trolleybag dann noch einen Trolley auf dem man das Bag dann auf der Runde entweder hinter sich her ziehen kann oder vor sich her schieben kann. Aber da lasst Euch am besten vom Profi beraten. Der zweite Punkt sind Golfschuhe. Da kann man durchaus auch auf die Modelle der Vorsaison zurück greifen. Ganz wichtig ist hierbei, dass der Schuh passt. Denn Ihr seit mit den Schuhen 18 Löcher unterwegs und da können schon mal in der anfangszeit 10-12 km Wegstrecke zusammen kommen. Da sind Blasen an den Füssen – “tötlich”! Auch sollte er “wasserdicht” sein, denn es kann immer mal ein Regenschauer aufziehen und dann will man ja nicht im Wasser stehen. Das Thema Golfbälle ist sehr von der Werbung geprägt. Aber da muss ich ganz ehrlich sagen, ich selbst habe erst nach 6-7 Monaten intensiven Golfen einen Unterschied zwischen 1 Euro Lakeball und 3 Euro Markenball gemerkt. Und das bezog sich auch nur auf die Länge der Schläge. Ich behaupte mal, dass man in der ersten Saison durchaus Lakeballs nutzen kann. Als Lakeball bezeichnet man einen Ball, der in einem der Wasserhindernisse auf den Golfplatz gelandet ist und der dann sozusagen aufgearbeitet wieder verkauft wird. Nutzt dazu einfach mal Google um Anbieter zu finden. Da gibt es auch unterschiedliche “Klassen”. Beim Golfhandschuh ist es wie beim Golfschuh – der muss passen!

So jetzt habe ich Euch einen kleinen Roman geschrieben und hoffe, dass die eine oder andere Hilfe für Euch dabei war. Solltet Ihr Fragen haben, dann schreibt einfach in das Kommentarfeld und ich werden dann kurzfristig darüber antworten. In diesem Sinne wünsche ich Euch vie Spaß beim Einstieg in den Golfsport und ich kann Euch nur noch mal sagen – Golf ist geil!

Euer Stephan


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