Tipps für lange Autofahrten mit Kleinkindern

Tipps für lange Autofahrten mit KleinkindernUnsere Tochter fährt gern Auto und ich fahre ab und zu mit ihr um den Block, damit sie gut schläft – besonders im Moment ist das Auto mein Lebensretter, denn sie bekommt Zähne. Die längste Fahrt, die wir bisher unternommen haben, hat 5 Stunden gedauert (ein super Kurzurlaub in Berlin), aber das ist gar nichts im Vergleich zu dem, was wir für diese Jahr planen: mit Kind und Hunden im Auto an den Gardasee.

Über das Autofahren mit Hunden habe ich im letzten Jahr schon berichtet. Heute geht es um Kleinkinder im Auto, denn mit ein paar Tipps und Tricks werden die Nerven aller Beteiligten geschont und die Vorfreude auf den Urlaub wird nicht bei der Anreise getrübt.

Sicherheit

Klar, Sicherheit geht vor. Unsere Kleine bleibt im Kindersitz und wird während der Fahrt nicht herausgenommen. Als wir nach Berlin gefahren sind, haben wir eben auf halber Stecke Pause gemacht, um sie zu wickeln und auf der mitgebrachten Decke krabbeln zu lassen.

Neben dem Kindersitz ist uns auch das Trenngitter ganz wichtig, denn alles, was im Kofferraum ist, kann bei einem Unfall nach vorn fliegen – da unsere Tochter in einem Reboarder sitzt, möchte ich mir gar nicht ausmalen, was ohne Trenngitter alles passieren könnte…

Tipps für lange Autofahrten mit Kleinkindern

Wer im Sommer reist, der muss das Auto unbedingt mit Sonnenschilden oder Rollos ausstatten, die die schädlichen UVA-Strahlen abhalten. Ein Hitzeschutz ist übrigens nicht nur im Hochsommer angesagt, denn auch im Frühjahr oder Herbst kann die Sonne stark genug sein, um eine Sonnenallergie beim Kind auszulösen.

Reisezeit

Im Hochsommer würde ich nicht mit dem Auto in den Urlaub fahren, denn das wäre ein Horror für unsere Tochter und für die Vierbeiner. Wer keine Kinder im schulpflichtigen Alter hat, der kann seinen Urlaub auch so planen, dass er nicht in der Ferien- bzw. Stauzeit liegt (ist sowieso billiger).

Samstags und sonntags gibt es übrigens die wenigsten Staus auf den Autobahnen, es sein denn, es sind gerade Ferien: dann vervielfacht sich die Menge der Staukilometer. Wir fahren an einem Sonntag los, da unser Urlaub nach den Osterferien stattfinden wird und wir möglichst LKW-freie Autobahnen haben möchten.

Fahrzeit und Pausen

Es ist nicht ratsam, mehr als 500 km am Tag zu fahren, wenn man ein kleines Kind dabei hat, denn selbst der beste Kindersitz ist nicht für eine so lange Zeit ausgelegt und der Rücken der Kleinen könnte Schaden nehmen. Nach Italien sind es 950 km und daher wird unsere Fahrt in zwei Etappen unterteilt. Das ist ein bisschen teurer, weil wir ein hundefreundliches Hotel für die Übernachtung buchen müssen, aber anders geht es eben nicht.

Auf unserer Fahrt nach Berlin haben wir nach ca. 3 Stunden Fahrt eine Pause gemacht. Vorher habe ich bei Autohof.net nach kinderfreundlichen, vom ADAC getesteten Raststätten geschaut, denn eine runtergekommene Raststätte mit Ekelklos wollte ich der Family nicht antun.

Ich kann übrigens auch die Serways-App empfehlen, denn da kann man gucken, wie weit man von der nächsten Raststätte entfernt ist, wie gut diese ausgestattet ist und ob man vielleicht doch lieber bis zum nächsten Rasthof weiterfährt.

Wenn es das Wetter erlaubt, machen wir während der Pause ein Picknick und lassen die Kleine auf der Krabbeldecke krabbeln, denn nicht nur die Eltern und Hunde brauchen zwischendurch Bewegung!

Unterhaltungsprogramm

Auf längeren Fahrten sitze ich hinten neben dem Kind (ich würde zwar lieber neben meinem Mann sitzen, aber was tut man nicht alles für die Kleine!). So kann ich sie mit Kuscheltieren, Keksen und Getränken bespaßen. Eine Hauptmahlzeit wird sie vor der Fahrt bekommen, denn satte Babys schlafen besser.

Wir singen im Auto auch gern und im Moment ist es unserer Tochter noch total egal, ob es sich bei der Musik um ein Kinderlied oder etwas aus dem Radio handelt. Wäre ich mit Kindergartenkindern unterwegs, würde ich die Musik mischen, damit ich nicht nur Musik hören muss, die mich nervt.

Notfalldinge

Die Wickeltasche steht griffbereit, das ist klar. Kleidung zum Wechseln finde ich auch ganz wichtig (nicht nur für Babys), denn wenn dem Kind schlecht geworden ist, möchte man sicher nicht erst die Koffer aufmachen und nach frischen Sachen suchen.

Notfall-Medikamente packe ich nicht in den Koffer, sondern in meine Handtasche. Außerdem habe ich Feuchttücher, Zewa und eine Mülltüte im Seitenfach, denn irgendwas geht immer daneben.

Gibt’s noch etwas, das ich vergessen habe? Wie macht ihr das auf langen Autofahrten? Über eure Kommentare würde ich mich freuen! Und wer sich über Platzprobleme mit Hunden und Kindern im Auto Sorgen macht, der könnte sich übrigens auch mal diesen Beitrag anschauen.