Tipp: Skiwochenende im Ötztal

Skitouren, Frühlingsskifahren und Abschalten im Bäckelarwirt in Sölden.

Du willst den Winter gemütlich ausklingen lassen? Frühlingsskilauf auf freien Pisten genießen und die letzten Höhenmeter auf Skitour in den Tiroler Bergen sammeln? Hier kommen unsere Tipps aus dem Ötztal

Vom Bett auf die Piste

Piep, piep, piep. Es ist sieben Uhr morgens und meine Suunto läutet uns beharrlich aus dem Schlaf. In einer halben Stunde öffnet das Frühstücksbuffet. Vorher müssen wir uns noch für den Skitag fertig machen.

Obwohl wir gestern ein Vier-Gänge-Menü genossen haben – es gab feinen Fisch und Steak – knurrt schon wieder der Magen. Wir schlüpfen in die Skihosen, krempeln die Hosenbeine nach oben, ziehen gemütliche Hoodies über und nehmen den Lift vom vierten Stock ins Erdgeschoss. Es duftet nach frischem Kaffee in der Lobby des Bäckelarwirts.

Tipp: Skiwochenende im ÖtztalAnkommen im Hotel Bäckelarwirt in Sölden.

Wirt Simon und seine Frau haben uns eingeladen, übers Wochenende die Gegend rund um Sölden auf Skiern zu erkunden. Die Einladung haben wir ohne Zögern angenommen, waren wir doch noch nie auf den Pisten und den Gipfeln der Ötztaler Alpen unterwegs.

Wir füllen unsere Tassen mit Café Latte und unsere Teller mit Vollkornbrot, Rührei, frischen Aufstrichen, Gemüse und Obst. Kraft wollen wir tanken. Die werden wir brauchen, denn der ehemalige Skirennfahrer Florian Scheiber wird uns heute sein Heimatskigebiet zeigen. Er ist ein guter Freund des Hauses und erwartet uns nach dem Frühstück an der Rezeption.

Das Skivergnügen ist nicht weit. Keine 200 Meter Fußweg vom Hotel entfernt bringt uns die Gondel auf über 3.000 Meter. Auf ein Auto ist man hier nicht angewiesen. Der Bäckelarwirt liegt zentral im Ortskern von Sölden – wir können einfach die Skier schultern und in den Tag starten. Vom Bett auf die Piste sozusagen.

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„Im Sommer haben wir das Hotel auf Radfahrer und Downhiller ausgerichtet“, erzählt uns Wirt Simon am Abend an der Bar. Der Bäckelarwirt war eines der ersten Hotels im Ötztal, das sich auf diesen Bereich spezialisiert hat. Eine gute Idee – soll in Sölden in den nächsten Jahren doch eines von Europas größten Bike-Zentren entstehen. Weil wir im Sommer gerne Radl fahren, machen wir spontan aus, dass wir im Juni wiederkommen. An Sommerabenden veranstaltet Simon auf seiner Terrasse sogar kleine Live-Konzerte. „Das taugt euch bestimmt“, schmunzelt der Wirt.

Den Bäckelarwirt können wir euch nur wärmstens empfehlen. Die Besitzer und die Mitarbeiter sind extrem freundlich und zuvorkommend, das Essen ist spitze und die Lage kaum zu übertreffen. Die Zimmer sind modern und gemütlich eingerichtet und nach dem Skifahren kann man super im Wellnessbereich entspannen.

Für aktuelle Infos kannst du dem Bäckelarwirt auf Instagram folgen!

Frühjahrsskilauf in Sölden

Das Skigebiet in Sölden kannten wir bislang nur aus dem Fernsehen, wenn wir im Herbst den Auftakt des Alpinen Skiweltcups verfolgt haben. Unsere Erwartungen waren ziemlich hoch und wir können euch vorweg verraten: sie wurden nicht enttäuscht.

Gemeinsam mit Florian Scheiber nehmen wir die Gaislachkogel-Bahn, die uns auf 3.000 Meter bringt. Was sofort auffällt: die Anlagen sind modern – die Gondeln geräumig, die Sessellifte beheizt. Der Blick hinab auf die Pisten verspricht noch mehr. Die Hänge sind breit und mittelsteil. Perfekt, um die Skier von oben bis unten laufen zu lassen. Flo zeigt uns seine Lieblingspisten am Gaislachkogel. Danach fahren wir hinüber nach Hochsölden und von dort aus weiter zum Rettenbach- und Tiefenbachferner.

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Mit 3.250 Metern ist die Bergstation am Rettenbach-Gletscher der höchste Punkt im Skigebiet. Wir genießen die geniale Aussicht über die Ötztaler Alpen. „Die Abfahrt von hier zurück ins Tal ist rund 15 Kilometer lang“, erklärt uns Flo. „Fast 2.000 Meter Höhenunterschied überwindet man dabei.“ Okay, jetzt sind wir angespitzt. Wenig später schießen wir mit Full-Speed durchs Rettenbachtal. An der Talstation verabschieden wir uns von Flo. Er muss nach Hause zu Frau und Kind.

Tipp: Skiwochenende im ÖtztalBlick vom Skigebiet in Sölden in die Ötztaler Alpen.

Wir steigen noch einmal in die Gondel hinauf auf den Berg. Es ist zwar schon nach Mittag, aber die Pisten sind immer noch einwandfrei. Trotz der warmen Temperaturen und der starken Sonneneinstrahlung. Obwohl wir heute viele Abfahrten gesammelt haben, sind wir selten eine Piste zweimal fahren. Sölden ist abwechslungsreich. Nach vier weiteren Abfahrten kehren wir in der Löple Alm ein. Auf der Terrasse lassen wir uns Radler und Kaffee schmecken und unsere Gesichter bräunen.

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Vor dem Abendessen regenerieren wir in der Sauna des Bäckelarwirts. Morgen müssen die Beine fit für eine lange Skitour sein.

Skitour auf die Seewerspitze – ein Tal für uns alleine

Tipp: Skiwochenende im Ötztal

Wir sind allein. Einzig eine eingewehte Skispur zeigt an, dass vor uns schon jemand da war. Sie muss von gestern sein. Schnurgerade zieht die Spur durch das Gaisbergtal bei Obergurgl hinauf zum Gaisbergferner. Wir folgen ihr und sind froh darüber, die acht Kilometer bis zum Gipfel der Seewerspitze (3.286 m) nicht spuren zu müssen. Der Talboden und der Gletscher sind von frischem Pulverschnee bedeckt. Wir können unser Glück kaum fassen, dieses Paradies für uns alleine zu haben.

Tipp: Skiwochenende im Ötztal

Die meisten Tourengeher tummeln sich am Eiskögele und im Rotmoostal. Wir haben uns bewusst für eine unbekannte Tour entschieden und sind ins Nachbartal ausgewichen. Das Gaisbergtal ist mindestens gleich schön, aber um vieles einsamer.

Tipp: Skiwochenende im Ötztal

Der Weg zurück zum Gletscher ist weit. Hütten gibt es hier keine. Und neben dem Hochfirst und der Liebenerspitze auch keine namhaften Gipfel. Weil die Lawinensituation angespannt ist, steuert die beiden Paradeberge heute niemand an. Wir finden uns völlig einsam im Gaisbergtal wieder.

Tipp: Skiwochenende im Ötztal

Die Skitour auf die Seewerspitze führt über mittelsteiles Gletschergelände und zuletzt über einen kurzen Gratanstieg bis an die italienisch-österreichische Grenze. Vom Gipfel blickt man hinab ins Schnalstal und weiter bis in die Dolomiten. Nördlich ragen die Wildspitze und viele andere bekannte Berge der Hohen Tauern empor.

Tipp: Skiwochenende im Ötztal

Die Abfahrt über die drei Steilstufen zurück ins Gaisbergtal war sicher eine der besten, die wir in diesem Winter genossen haben. Unverspurter, 30 Zentimeter tiefer Pulverschnee – das 1.000 Höhenmeter lang. Das letzte Stück zurück zum Auto wedeln wir auf der Piste des Skigebiets in Obergurgl.

Tipp: Skiwochenende im Ötztal

Lust auf mehr? Hier gibt’s die ganze Tourenbeschreibung inkl. GPS-Track!

Unser Wochenende als Video-Blog


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