Tiere machen Zazen! (102 kg)

"Sawaki Rôshi war nicht mein 'wahrer Lehrer'. Auch er war ein Getäuschter (bombu)." 

(Kôshô Uchiyama kurz vor seinem Tod)

"Sawaki war nicht mein Freund. Ich war arm und er ein Tycoon. Er hatte bloß Mitleid mit mir."
(Katô Kôzan kurz vor seinem Tod)Tiere machen Zazen! (102 kg)Solcher Art ist das seltsame Necken von Zenmeistern. Uchiyama Rôshi pflegte Sawaki, als er gebrechlich war; wovor er warnen wollte ist, sich nicht auf einen Lehrer zu verlassen, sondern den Lehrer in sich selbst zu finden.    Kôzan Rôshi war Sawakis Freund, sie lernten sich im Yôsenji kennen, Sawaki half Kôzan und seiner Familie in einer finanziellen Notlage, im Alter verbrachten sie die Neujahrstage zusammen. Beide liebten Zazen, Kôzan aber auch die Kôan. "Sawaki und ich waren wie eine Tempelglocke und eine Papierlaterne. Er war ein rechter Gelehrter und ich ungebildet. Aber wir kamen ganz gut miteinander aus." Die Worte, die Kôzan Stunden vor seinem Tod sprach, hätten von Sawaki sein können: "Ich glaube, dass Zazen der höchste Weg ist. Ich mache so weiter. So zu üben, das nennt man satori."    Besonders gerne zitiere ich Katô Kôzan mit dem Satz. "Auch Tiere sind erleuchtet." Zu diesem Thema hat er noch mehr gesagt. 
"Wer noch nicht zu seiner wahren Natur erwacht ist, hat seine Mission als Mensch nicht erfüllt. Andere Wesen, selbst Insekten, haben es nicht nötig, zu erwachen. Sie sind Natur, so wie sie sind. Die Menschen sind aufgrund ihrer Täuschung aus ihrem natürlichen Zustand herausgefallen. Sie erwachen dann also zu diesem ursprünglichen Gefühl, ihrer ursprünglichen Natur, dass alles eins ist. Die Mission der Menschheit ist, keine Gedankenwellen mehr zu erzeugen, wie sie bis heute aufgrund von Selbstsucht entstehen. Ist das geschafft, wird ein Mensch zum ersten Mal richtig geboren; das ist die Definition eines Menschen. Egal wie bekannt und herausragend jemand ist und was er historisch geleistet hat, ja - entschuldigt, dass ich das sage -, selbst wenn es sich um den Kaiser handelt: Ohne diese Erfahrung ist er bloß ein Halunke, ein Krimineller, der auf den Galgen wartet ... Also müssen wir Zazen machen. Es ist das Wichtigste in einem Menschenleben. Andere Tiere machen ganz von selbst Zazen, sogar Insekten, Käfer und Würmer, und müssen sich dafür nicht extra anstrengen.    Hunde und Katzen unterscheiden. Aber auf die wahre Art. Menschen täuschen sich beim Unterscheiden. Hunde, Katzen und Insekten sind heiß, wenn es heiß ist, und kalt, wenn es kalt ist, aber sie unterscheiden das nicht so illusionär wie Menschen. Auch die Menschen werden, wenn sie Zazen praktizieren, auf natürliche Weise diesen Zustand erlangen."  
[Foto von Arthur Braverman. Langes Zitat aus: derselbe: Living and Dying in Zazen. Weatherhill 2003.]

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