[Themenwoche] Amok: Mein Beitrag zum Thema Trauer

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Im Buch “Es wird keine Helden geben” ist die Trauer und Verzweiflung allgegenwärtig und daher ein großes Thema.
[Themenwoche] Amok: Mein Beitrag zum Thema Trauer
Ich habe mich mit Versen und Sprüchen zum Thema “Trauer” auseinander gesetzt.
Manche kann man über Sterbeanzeigen lesen, andere wurden von Prominenten geäußert. Solche Zeilen sollen Trost und Zuversicht spenden, aber manchmal hilft es auch, wenn man sich in einer Trauersituation einfach nur verstanden fühlt.

Aus dieser Vielzahl habe ich einige wenige Zitate und ein Sprichwort herausgesucht, und ich möchte aufzeigen, wo sich diese Worte im Buch, hauptsächlich in Miriams Gefühlswelt, spiegeln.

Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Für Miriam waren es keine Jahre, sondern nur Monate, die sie mit Tobi verbringen durfte. Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass dieser eine Augenblick auf dem Schulflur ihr das größte Glück entrissen hat. Das schlimmste für sie ist, dass sie sich schwere Vorwürfe macht und ständig darüber nachdenkt, ob sie etwas an seinem Tod hätte ändern können.

Nicht das Sterben, das Überleben ist hart.“ (Peter Rosegger)

Bedenke, den eigenen Tod stirbt man nur, doch mit dem Tod der anderen, muss man leben…“ (Mascha Kaleko)

Genau so empfindet Miriam, und sie fasst es im Buch auch in ähnliche Worte.
Es gibt Situationen, in welchen sie sich wünscht, sie könnte mit Tobi oder einem der anderen Todesopfer tauschen. Sie hasst das Leben, sie trauert, ist wütend und verzweifelt, und sie will mit allen Gefühlen alleine fertig und in Ruhe gelassen werden. Doch die Ruhe, die sie sucht, findet sie lange Zeit nicht. Das Überleben kann sehr hart sein…

Wir sollen die Liebe,
welche wir den Toten mit ins Grab geben,
nicht den Lebenden entziehen.“
(Wilhelm Raabe)

Es dauert lange bis Miriam dies beherzigen kann. Die schockierenden Erlebnisse sitzen zu tief, sie braucht Zeit alles zu verarbeiten. Irgendwann ist sie zumindest bereit sich auf einige wenige Personen einzulassen.
Bei Miriams Freundinnen kann man sehen, dass es noch andere Wege gibt mit einer solch dramatischen, traumatischen Situation umzugehen. Besonders bei Miriams Freundin Joanne hätte ich mir gewünscht, dass ihr dieser Satz geholfen hätte.

Es sind die Lebenden,die den Toten die Augen schließen.Es sind die Toten,die den Lebenden die Augen öffnen.
(Slawisches Sprichwort)

Durch Tobis Tod wird Miriam von ihrer Vergangenheit eingeholt, und denkt viel darüber nach. Manchmal verzweifelt sie an ihren Erinnerungen, denn sie machen ihr mehrerlei klar. Ihre Liebe zu Tobi war für sie einzigartig, und das ist eine schmerzliche, später allerdings auch eine schöne Erinnerung. Viel schlimmer ist es für Miriam, dass sie an Erlebnisse mit dem späteren Attentäter denken muss. Darüber wird ihr einiges in erschreckender Weise klar. Lange Zeit kreisen ihre Gedanken um die Frage: trägt sie eine Mitschuld an den Vorfällen?

Anfangs wollt ich fast verzagen
Und ich glaubt ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber fragt mich nur nicht wie.“
(Heinrich Heine)

Diese Verse spiegeln Miriams Entwicklung sehr gut wieder.
Ich glaube auch, dass sie rückblickend nicht unbedingt sagen kann, wie sie es geschafft hat sich aus diesem tiefen Tal der Trauer und Verzweiflung zu befreien, wohingegen sich Andere aufgegeben haben.


Man stirbt nicht, wenn man in den Herzen der Menschen weiterlebt, die man verlässt“ (Samuel Smiles)

Als Miriam wieder ins Leben zurück findet, ist sie nicht mehr die gleiche, und auch ihr Leben hat sich verändert. Doch sie selbst sagt von sich, dass sie Tobi nie vergessen wird, dass er immer einen Platz in ihrem Herzen behalten wird und so weiterlebt.

Ich hoffe euch haben die Zeile gefallen.
Abschließend noch ein Video, dass auch sehr gut zum Thema passt.


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