Theater des Denkens an der PH Ludwigsburg

Theater des Denkens an der PH Ludwigsburg

Es gibt Fragen, die beschäftigen uns seit Jahrtausenden - neu ist die Art, wie wir mit ihnen umgehen. In der Tradition der griechischen Agora holt Dr. phil. Matthias Gronemeyer seit Kurzem die Philosophie mit der Veranstaltungsreihe "Theater des Denkens" auf die Bühne und kombiniert sie mit neuen Kunstformen.

Und er hat eine plausible Begründung dafür: "Ich bin es seit jeher gewohnt zwischen den Stühlen zu sitzen. Mit dem Theater des Denkens mache ich dies nun zum Programm", so der freie Autor und Publizist und Lehrbeauftragter für Philosophie und Ethik an der PH Ludwigsburg.

"Die akademische Philosophie kreist vielerorts nur noch um sich selbst und insbesondere die deutschsprachige Philosophie verscherbelt sich an etwas, was sie für die scientific community hält" bemängelt Gronemeyer. "So kommt das Denken nicht voran. Besser ist es, man macht Erfahrungen, irgendwo, und denkt und bringt das zum Ausdruck."

Allerdings: "Das Faszinierende und zugleich Problematische an der Philosophie ist seit jeher, dass sie sich mit einem Gegenstand befasst, der schwer greifbar ist, nämlich dem Denken, und dies auch noch mit einer Methode tut, die mit diesem Gegenstand identisch ist: denkend.

Nun gibt es aber kein Denken an sich, sondern immer nur jemanden, der denkt - und so lässt sich der philosophische Gedanke nicht vom Prozess des Denkens und dieser wiederum nicht vom Denker oder der Denkerin trennen. In dieser Subjektivität ist das philosophische Denken eher den Künsten zuzurechnen als den Wissenschaften, wenngleich es doch Wissen schafft, und wohl umso mehr, je weniger wissenschaftlich es ist."

Der Schritt zur Philosophie auf der Bühne liegt also nahe: "Dem Theater des Denkens geht es darum sichtbar zu machen, wie Erfahrungen in das Denken einfließen und wie daraus neue Denkerfahrungen entstehen.

Das Theater des Denkens will die Philosophie zu einem Ereignis machen und bringt das Denken dazu in Form von Schauspiel, Tanz, Poesie, Installationen und vielem mehr auf die Bühne."

In dieser Form - so glaubt nicht nur Matthias Gronemeyer - wird "Philosophie on stage" der Ganzheitlichkeit des Denkprozesses und seiner Sozialität gerecht.

Wie anderes Theater auch, spiegelt das Theater des Denkens Entwicklungen der Gesellschaft und besonders der Wissenschaftsgesellschaft, die es kritisch kommentiert.

Während es in Österreich seit rund zehn Jahren eine Szene der „Philosophy on Stage" gibt, wurde in Deutschland vor drei Jahren mit „soundcheck.philosophie" an der Universität Magdeburg das erste performative Format begründet. Die PH Ludwigsburg bindet nun performative Philosophie "nach Gronemeyer" erstmals in den Lehr- und Forschungsbetrieb ein.

Zur nächsten Philo-Performance entert der Tübinger Slam-Poeten und Impro-Künstler Harry Kienzler die Bühne, mit Gronemeyer und weiteren Gästen "in den Köpfen so richtig aufzuräumen". Macht Euch gefasst auf spannende Beiträge, beispielsweise zum Thema Willensfreiheit, Bewußtsein und Sex.

Die Bühne ist außerdem offen für alle, die ihr Denken präsentieren wollen, egal ob als Solo-Theater, Pantomime, Poesie oder Multimedia-Performance. Interessierte können sich - möglichst schnell - unter info((ät))theaterdesdenkens.de melden.Unter seinem Pseudonym Matthias Grabow veröffentlichte Gronemeyer übrigens den Roman "Hannah", der für manche Kritiker eine der stringentesten Erzählungen der Gegenwartsliteratur ist - ein wild-lakonischer Roman von dem es Auszüge in unserer Kunstsammlung G:sichtet Band 1 "humaNature" zu lesen gibt.Theater des DenkensPhilosophie on stage12. Februar 201520 UhrEintritt 7 Euro, ermäßigt 4 EuroBild- und TheaterzentrumCampus der PH LudwigsburgReutealle 46Ludwigsburgwww.theaterdesdenkens.de


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