The Weekend Watch List: Master and Commander

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The Weekend Watch List: Master and Commander

10Action-Drama

Bei Geschichten mit großen Schiffen und Schlachten auf hoher See denkt man leider viel zu oft an die lächerliche Fluch der Karibik-Reihe, anstatt an Peter Weirs Meisterwerk Master and Commander.

Während den napoleonischen Kriegen jagt der aufbrausende und tollkühne, aber taktisch ebenso brillante britische Kapitän Jack Aubrey (Russell Crowe) mit seiner treu ergebenen Besatzung einem französischen Kriegsschiff hinterher. Es entfacht ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mitten im Ozean rund um Südamerika. Während Aubrey alles daran setzt, seinen Feind zu schnappen, respektive ihm zu entkommen um am Ende siegreich aus der Konfrontation hervorzukommen, ist der Schiffsarzt Dr. Stephen Maturin (Paul Bettany) darum bemüht die eigene Besatzung am Leben zu erhalten, seine evolutionstheoretische Forschung weiter zu betreiben und als beruhigendes Ying zu Aubreys oftmals tobendes Yang zu fungieren.

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Bei Master and Commander stimmt alles. Man ist fast geneigt, ihn als einen jener seltenen, perfekten Filme zu bezeichnen. Angefangen von der Handlung und wie geschickt sie erzählt wird, ohne je zu übertreiben oder aufs Auge zu drücken, über die allesamt gut ausgearbeiteten Figuren, wo man das Gefühl hat, jede noch so kleine Randfigur hat ihr eigenes Leben, bis hin zur Besetzung, Regie und Kamera, hier passt alles zusammen. Klar, es mag sein, dass man diese Art von Abenteuerfilmen nicht mag oder kein Fan von Russell Crowe ist, oder irgendwas dergleichen, aber Fakt ist, dass Master and Commander abseits der persönlichen subjektiven Präferenz, rein objektiv gesehen also, alles richtig macht. Wenn man dann auch noch auf diese Art von Filme steht oder sich darauf einlässt, dann unterhält Master and Commander noch dazu von Anfang bis Ende auf höchstem Niveau.

Abseits von Weirs grandioser Regie (und dem gemeinsam mit John Collee geschriebenen Drehbuch) und der einmaligen Kameraarbeit von Russell Boyd, sind es die Schauspieler, die bis in kleine Nebenrollen perfekt besetzt sind, die den Film tragen. Russell Crowe, ob man ihn mag oder nicht, liefert eine seiner besten Leistungen ab und zeigt, dass er mit dem richtigen Drehbuch und Regisseur zu einer physischen und emotionalen Bandbreite in der Lage ist, die viele andere gegenwärtige Schauspieler erblassen lässt. Peter Weir beweist einmal mehr was für ein brillanter und gleichzeitig zurückhaltender Filmemacher er ist. Master and Commander zählt zweifellos zu seinen besten Arbeiten und es ist schade, dass daraus nicht eine längere Filmreihe wurde (immerhin gibt es insgesamt 21 Romane von Patrick O’Brian über Jack Aubrey und Dr. Stephen Maturin, also genug Stoff für ein paar Fortsetzungen), ändert aber nichts an diesem durchwegs gelungenen Meisterwerk.

Regie: Peter Weir, Drehbuch: Peter Weir, John Collee, basierend auf den Romanen von Patrick O’Brian, Darsteller: Russell Crowe, Paul Bettany, James D’Arcy, Chris Larkin, Filmlänge: 138 Minuten, DVD/Blu-Ray Release: 05.09.2014


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Autor

Marco Rauch

Aufgabenbereich selbst definiert als: Kinoplatzbesetzer. Findet den Ausspruch „So long and take it easy, because if you start taking things seriously, it is the end of you” (Kerouac) sehr ernst zu nehmend.



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