The Raveonettes „Raven In The Grave“

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The Raveonettes „Raven In The Grave“ (Rykodisc)
Man möchte sich gern einreden, die Raveonettes hätten die eigene Kritik am letzten Album „In And Out Of Control“ gelesen – zu nett, zu harmlos, zu glatt im Vergleich zum formidablen „Lust Lust Lust“ - was natürlich Nonsens ist, und doch klingt „Raven In The Grave“ zu großen Teilen so, also könne man den Abgesang auf das Dänenduo noch mal als Wiedervorlage auf die berühmte lange Bank schieben.
Der Start ist natürlich, im buchstäblichen Sinne betrachtet, nur die halbe Wahrheit, denn von einer Revolution zu sprechen, wäre doch etwas vermessen. Rückbesinnung würde besser passen. Wenn auf dem besagten Vorgänger mit „Boys Who Rape...“ nur ein leidlich akzeptabler Knaller war, so findet man auf der aktuellen Platte problemlos derer fünf: „Recharge And Revolt“ mit einem schönen, um einen Halbton versetzten Anfangsriff, das elegant schrammelnde „War In Heaven“, auch „Apparitions“ perlt schön. Nach kleineren, musikalisch wie textlich arg überzuckerten Durchhängern („Forget That You’re Young“/“Summer Moon“), gelingt ihnen mit „Ignite“ und „Evil Seeds“ ein veritabler Doppelschlag aus flottem, bassgetriebenem Gitarrenpop, zwei Songs, die mit ihrer mollgefärbten, hallenden Melodieführung fast schon eine Art Mustercharakter für die Raveonettes darstellen dürften.
Offensichtlich hat ihnen also diese rückwärtsgewandte Auffrischung recht gut getan, ein erfreulich inspiriertes Album ist „Raven In The Grave“, das war, noch einmal, nicht unbedingt zu erwarten. Back in black.


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