The Legend of Zelda: Link’s Awakening

The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(1)

The Legend of Zelda: Link’s Awakening

7RPG

Wenn man so durch eine Sammlung verstaubter Gameboy-Titel blickt fällt es gar nicht leicht Spiele hervorzuheben, die bis heute nichts an Relevanz verloren haben.

The Legend of Zelda: Link’s Awakening sitzt da problemlos an der Spitze: Mit pointiertem Minimalismus das komplexe Zelda-Konzept auf den kleinen Gameboy-Screen zu pressen war damals eine beachtliche Leistung und macht durch bis heute gute Laune. Die verspielte Leichtigkeit, mit der Link durch die monochromen Pixel-Landschaften streift, entfaltet einen speziellen Charme und so ist die Wahl, das Abenteuer für eine Neuauflage auf der Switch auf den großen TV Screen aufzublasen, auf jeden Fall gewagt.

Die neue Switch-Version ist nämlich eine 1-zu-1 Umsetzung des Originals. Jedes Blatt und jeder Stein bleibt am selben Platz, nur hat der Spieler eben Einblick auf größere Teile der Landschaft zugleich. Mit HD-Spielzeug-Look und einem stimmigen Soundtrack ist das Grundgerüst neben simplen Quality-of-Life-Verbesserungen praktisch unberührt.

Ein paar neue Collectibles sind in der überschaubaren Welt versteckt und zudem gibt es ein neues Minispiel, in dem man aus vorgefertigten Bausteinen eigene Dungeons zusammensetzt und die spezielle Kriterien erfüllen müssen. Das alles ergibt auch ein unterhaltsames Erlebnis – doch irgendwie stimmt etwas nicht.

Es mag daran liegen, dass The Legend of Zelda: Link’s Awakening viele gute Ideen etabliert hat, die allesamt in mehrfach gesteigerten Spannungsbögen in unzähligen Zelda-Ablegern weitergeführt wurden, aber auch daran, dass ein Gameboy-Spiel eben kurz und knackig sein musste, um das Batterieleben des Handhelds zu schonen.

Die viele Aspekte des Spiels fühlen sich dabei gänzlich redundant an. Auf einer Konsole ist ein Bosskampf, der knapp eine Minute dauert und auch nur aus einer Phase besteht, eben kaum noch ein Höhepunkt, zumal man eben die selben Bosskämpfe immer wieder in anderen Zelda-Ausgaben mit gesteigerter Komplexität erleben durfte.

Dieser Faden zieht sich durch das ganze Erlebnis: Alles ist kurz und knapp, auf das Allernötigste reduziert. In Windeseile hat man da die Credits gesehen und muss sich die Frage stellen, ob ein 20 Jahre altes Gameboy-Spiel wirklich in unveränderter Art und Weise mit aktuellen Ablegern mithalten kann.

The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(2) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(3) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(4) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(5) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(6) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(7) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(8) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(9) The-Legend-of-Zelda-Links-Awakening-(c)-2019-Nintendo-(10)

The Legend of Zelda: Link’s Awakening ist und bleibt ein Klassiker, der mit seiner exzentrischen Persönlichkeit auch heute noch punkten kann. Als aktueller Release ist es aber ein Einsteiger-Titel. Der ideale erste Schritt in eine Serie, die bis heute die Spieleindustrie unverkennbar prägt. Wer die Zelda-Formel aber schon verinnerlicht hat, der wird wenig Fleisch an diesem Knochen finden und muss sich die Frage stellen, ob der volle Preis gerechtfertigt ist, zumal es angesichts des minimalistischen Ports eine Leichtigkeit gewesen wäre, neuen Content einzubauen.

Plattform: Switch (Version getestet), Spieler: 1, Altersfreigabe (PEGI): 7, Release: 20.09.2019, Link zur Hompage


wallpaper-1019588
Ich weiß nicht was ich will.
wallpaper-1019588
Galaktische Sexualkunde im Auftrag des Königs
wallpaper-1019588
Hausmannskost: Kalb, Kartoffel und Lauch
wallpaper-1019588
World Happiness Report der UN
wallpaper-1019588
Snowy vs. Jason Williamson: All fucked up
wallpaper-1019588
Tindersticks: Vertrauter Nucleus
wallpaper-1019588
Nick Cave: Unermüdlich
wallpaper-1019588
Die Hitlerpartei NSDAP lässt grüßen!