Zwischen Glanz und Schatten geht ein Herz den schwersten Weg, trägt Funken alter Wunden, die niemand außer ihm versteht. Doch wo die Kronen prüfen, wächst ein leiser, neuer Mut und aus dem tiefsten Dunkel hebt sich endlich wieder Glut.

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" data-image-meta="{" width="643" data-medium-file="https://cleobe.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/02/img_7462.jpg?w=188" loading="lazy" aperture="aperture" />Cover von The Cursed Queen: Prüfung der KronenWo Worte schweigen müssen, beginnt die Wahrheit still zu brennen. Und manchmal zeigt erst das Dunkel, wer wir wirklich sind.
Zwischen Glanz und Dunkel: ein Atemzug, der sich selbst trägt – Es gibt Geschichten, die einen nicht einfach weiterlesen lassen. Sie ziehen einen hinein, schieben die Welt zur Seite und atmen anstelle des Lesers weiter. Genau so fühlt sich „The Cursed Queen – Prüfung der Kronen“ – erschienen beim Kampenwand Verlag – an. Ein Roman, der unmittelbar dort ansetzt, wo Band 1 endete, aber die Intensität auf eine Weise steigert, die gleichzeitig schmerzt, bebt und fasziniert.
Juliane Maibach führt uns in einen Palast voller Licht und Schatten, in dem Luxus nur eine andere Form von Gefangenschaft ist und Vertrauen eine Währung, die sich ständig im Wert verändert. Es ist ein Fantasyroman über Macht und Verletzlichkeit, über Lügen, die seidig glänzen, und Wahrheiten, die wie Dolche schneiden. Und mittendrin Elana – eine junge Frau, die gelernt hat zu überleben, selbst wenn ihr Herz dabei zerbricht. Wenn du jetzt neugierig bist und wissen möchtest, wie es weitergeht, dann kommt mit auf eine Lesereise. Auf geht’s…
Gefangen im Glanz: Der Palast als Bühne der Täuschungen – Elanas Erwachen im königlichen Palast ist kein Neuanfang, sondern ein Albtraum in Gold. Die Steinmauern Tenebris’ werden ersetzt durch Marmor, Brokat und höfische Höflichkeiten, doch ihre Freiheit ist ebenso weit entfernt wie zuvor. In dieser verzerrten Welt aus Etikette, Machtspielen und höfischer Maskerade wird Elana zur Spielfigur eines Plans, den sie nie durchschaut hätte – und den sie noch weniger akzeptieren kann.
Was Juliane Maibach hier wunderbar zeichnet, ist die bedrückende Diskrepanz zwischen äußerem Glanz und innerem Zerfall. Der Palast lebt, atmet, beobachtet. Hinter jedem Fächer, jedem Lächeln und jeder Verbeugung lauert eine Absicht. Elana spürt diesen Druck in jeder Szene, und als Leser fühlt man ihn mit – wie ein unsichtbares Band, das sich immer enger zieht.
Elana & Riven: eine Dynamik voller Brüche, Funken und unausgesprochener Wahrheiten – Dass ausgerechnet Riven Thornevale ihr Wächter wird, ist ein Schicksalshieb, der tief sitzt. Der Mann, dem sie vertraute. Der Mann, der sie verriet. Und der Mann, der sie nun nicht mehr aus den Augen lassen darf. Zwischen den beiden entsteht eine Spannung, die nicht nur prickelt; sie atmet, zögert, stößt ab und zieht wieder an. Dieses Hin und Her ist so fein und gleichzeitig schmerzhaft geschrieben, dass jede kleine Geste, jeder Blick und jedes unausgesprochene Wort eine Wucht entfaltet. Es ist eine Beziehung auf Augenhöhe: rau, verletzlich, intensiv. Das Spicy-Element wird hier unglaublich klug eingesetzt: nie zu viel, nie maßlos, sondern genau dort platziert, wo die emotionale Last es verlangt. Es trägt, statt abzulenken. Es vertieft, statt zu dominieren. Es fühlt sich genau richtig an.
„Five Shades of Pastellrosa“: Humor trifft Intrigen – Neben all der Spannung überrascht Band 2 mit einer frisch aufleuchtenden humorvollen Note: den fünf Damen, die Elana liebevoll und entnervt „Five Shades of Pastellrosa“ nennt. Mit Smartphone, Ringlicht und einer Art Palast-Influencer-Energie stürzen sie sich in jede Szene und bringen einen charmanten Kontrast zur ansonsten düsteren Atmosphäre. Ihre Auftritte sind kleine Inseln der Leichtigkeit: perfekt dosiert, um die Handlung nicht zu bremsen, sondern ihr neue Facetten zu schenken. Sie nerven, sie glitzern, sie stolpern… und sie funktionieren grandios.
Die Prüfung der Kronen: ein Spiel, das keine Sieger kennt – Anstelle der blutigen Arena aus Band 1 treten Elana diesmal in ein politisches Schachbrettspiel ein, das mit höfischen Regeln weitaus tödlicher ist. Die „Prüfung der Kronen“ verlangt nicht nur Stärke, sondern Klugheit, Anpassungsfähigkeit und den Mut, hinter Fassaden zu blicken. Hier entfaltet sich einer der stärksten Aspekte des Romans: Die Spannung entsteht nicht aus Schwertkämpfen, sondern aus Entscheidungen. Aus Worten. Aus Blicken.
Intrigen und Manipulation weben sich durch jede Szene. Und doch verliert die Geschichte nie an Tempo; ganz im Gegenteil. Die Abwesenheit dauerhafter Action öffnet Raum für Charaktertiefe, innere Konflikte und eine stetig wachsende Bedrohung, die leise, aber unerbittlich ihre Schatten vorauswirft.
Die Suche nach dem „Dolch der Thanatos“:,Vergangenheit als Kompass – Elanas Reise in ihre eigene Vergangenheit bildet ein atmosphärisches Rückgrat des Romans. Die Orte ihrer Kindheit, die Spuren, Erinnerungen, das Unausgesprochene, all das führt sie näher an die Wahrheit heran, die schmerzlicher ist, als sie erwarten konnte. Der Dolch ist nicht einfach ein Relikt. Er ist Symbol. Er ist Macht. Er ist die Verbindung zwischen dem, was sie war, und dem, was sie werden muss. Diese Suche ist emotional und erzählerisch ein Höhepunkt des Buches – kein reines Quest-Element, sondern eine Reise zu sich selbst.
Der König, ein Verlobter und ein Herz, das sich weigert, zu verstummen – Der Moment, in dem der König Elana einen Verlobten präsentiert, ist ein Wendepunkt. Ein politischer Schachzug, ein persönlicher Stich ins Herz und der Beginn eines emotionalen Chaos, das man beim Lesen regelrecht fühlt. Die Szenen zwischen Elana und Riven in dieser Phase sind von einer solchen Intensität, dass man unwillkürlich innehält. Das Kribbeln, die Wut, die Verletzlichkeit, die Hoffnung, alles schwingt gleichzeitig. Diese Beziehung lebt nicht von großen Gesten, sondern von kleinen Wahrheiten. Und das macht sie so unfassbar stark.
Spannung, Tempo & ein Finale, das den Atem raubt – Obwohl weniger Action als im Vorgänger vorhanden ist, bleibt die Spannung konstant hoch. Intrigen, Enthüllungen, Machtspiele und die immer größer werdende Gefahr rund um die Prüfung der Kronen halten den Roman auf Kurs. Und dann kommt der Cliffhanger. Ein Schlag. Ein Einfrieren. Ein Moment, der einen zurücklässt wie jemand, der eine Tür öffnet und dahinter nur einen Abgrund findet. Das Warten auf Mai wird schwer.
FAZIT: Ein goldener Käfig, der jedes Leserherz gefangen nimmt – Dieser Roman, der zweite Band, bekommt natürlich eine 100%ige Leseempfehlung. „The Cursed Queen – Prüfung der Kronen“ ist eine eindrucksvolle, tiefgehende Fortsetzung, die nicht nur an Band 1 anschließt, sondern ihn überstrahlt. Der Roman ist emotionaler, vielschichtiger und reifer, ohne die Wucht seiner Fantasy-Welt zu verlieren. Juliane Maibach gelingt es, Licht und Dunkelheit so miteinander zu verweben, dass die Geschichte gleichzeitig brennt und schmerzt. Elanas Entwicklung, ihre Identitätssuche, die Dynamik mit Riven, die Intrigen im Palast, die leisen humorvollen Einwürfe – alles fügt sich zusammen zu einem zweiten Band, der die Reihe auf ein neues Level hebt und ein Finale verspricht, das groß, gewaltig und unvergesslich werden könnte. Ein Roman voller Magie, Verletzlichkeit, Mut und Sehnsucht. Ein Roman, der bleibt.
Persönliches Schlusswort – Ich habe diesen Band verschlungen. Nicht aus Hast, sondern aus purer Verbundenheit mit Elanas Weg. Es gibt Bücher, die liest man. Und es gibt Bücher, die fühlen einen zurück. „The Cursed Queen – Prüfung der Kronen“ gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Es war ein ständiges Auf und Ab zwischen Herzklopfen und Nachdenklichkeit, zwischen Hoffnung und Schmerz. Ich habe gelacht (Danke, Pastellrosa-Truppe), ich habe geschluckt, ich habe mitgefiebert, und ich habe diesen goldenen Käfig so klar vor mir gesehen, dass ich die Luft darin spüren konnte.
Dass ich nun warten muss, ist fast grausam, aber es zeigt mir, wie sehr mir diese Figuren ans Herz gewachsen sind. Wenn ein Buch das schafft, dann hat es etwas Tiefes richtig gemacht. Juliane Maibach hat mich erneut berührt, überrascht und begeistert. Und Elana? Sie ist längst eine Heldin geworden, die sich ihren Weg zwischen Glanz und Schatten selbst erschreibt. Ich freue mich auf das, was kommt. Mir bleibt jetzt nur noch die eine schöne Lesereise zu wünschen, denn dies ist kein Band, den man liest. Dies ist ein Band, in dem man versinkt, bis die Welt für einen Moment stiller wird.
Wieder habe ich ein sehr tolles Buch beendet – es hat mich gefesselt und berührt und es möchte doch jetzt schnell Mai werden. Aber bis es soweit ist, schau ich auf meinem Reader mal, was ich für tolle Bücher habe, die gelesen werden wollen. Bleibt also neugierig und bis bald 
