Test: Game of Thrones – A Telltale Games Series


Basierend auf der preisgekrönten Fernsehserie erzählt Telltale Games mit „Game of Thrones – A Telltale Games Series“ die Geschichte des Hauses Forester. Insgesamt sechs Episoden wurden über die letzten Monate veröffentlicht. Doch wie gut ist das Gesamtwerk?

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In Ironrath, das vor über 1.500 Jahren erbaut wurde, herrschen allzeit die Forester. Eine Familie, die dank des größten Ironwood-Waldes von Westeros, stets einen gewissen Vorteil besaß. Doch der Krieg der Fünf Könige brachte das Gleichgewicht durcheinander und die Forester, stets dem Haus der Starks loyal, geraten in einem teuflischen Strudel aus Rache und Intrigen. Als Spieler schlüpft man die Rolle verschiedener Mitglieder des Haushalts und bestimmt mit seinen Handlungen das Schicksal der Familie.

Wie für Telltale Games typisch steht auch dieses Mal nicht zwangsläufig das Gameplay im Mittelpunkt sondern vielmehr die Geschichte. Dementsprechend erwarten dem Spieler abgesehen von gelegentlichen Kampfszenen mit leichten Tastenkombinationen überwiegend Dialoge, in denen man mit der Wahl von vorgegebenen Antworten die Handlung bestimmt. Ein durchaus interessantes System, das eine gute Alternative zu den sonstigen Videospieltiteln darstellt. Je nachdem für welche Antwort ihr euch entscheidet, ändert sich die Stimmung des Gesprächspartners und sorgt dadurch wiederum für entsprechende Handlungen. Im Gegensatz zu anderen Projekte der Entwickler wie beispielsweise „The Walking Dead – A Telltale Game Series“ kann dieses System dieses Mal jedoch nicht auf ganzer Linie überzeugen. Denn die vorgefertigte Handlung bietet im Gesamten zu wenig Spielraum. Viele Entscheidungen haben nämlich nur kurzfristige Auswirkungen.

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Doch die Geschichte kann fesseln. Zwar stellt die gesamte Handlung quasi ein Abbild des Schicksals der Starks aus der populären Serie dar, dennoch treffen in Game of Thrones-Manier immer wieder Schockmomente ein, die man am liebsten verhindert hätte und so versucht man seine Entscheidungen stets unter Berücksichtigung möglicher langfristiger Folgen zu treffen. Da meist ein Zeitdruck vorhanden ist, entsteht eine gewisse Anspannung, wodurch der Titel den Spieler geschickt in seinen Bann ziehen kann. Leider springt man aber zu häufig zwischen den zahlreichen Charakteren hin und her. Was in der TV-Serie problemlos klappt, funktioniert hier eher weniger. Denn eine Bindung zu einer bestimmten Person baut sich schwierig auf. So sind die angesprochenen Schockmomente meist nur kurz von Bedeutung und langfristig gesehen schnell vergessen.

Während der Sound im Großen und Ganzen in sich stimmig ist und hervorragend den Flair von „Game of Thrones“ erzeugen kann, gibt es deutliche Abzüge bei der Grafik. Man ist zwar von Telltale Games keine HD-Grafik gewöhnt, die hier auch keinesfalls notwendig ist, dennoch ist der Spieler nahezu dauerhaft mit schwammigen Texturen konfrontiert. Schade. Ebenfalls negativ sind die Dialoge bzw. die Sprache der Gespräche, diese sind nämlich in Englisch. Für all diejenigen, die hierbei Probleme haben – es sei gesagt die Dialoge sind gut verständlich – gibt es einen deutschen Untertitel. Und nun tritt die eigentliche Problematik auf, denn vor allem wenn verschiedene Antwortmöglichkeiten auftauchen und dazu noch ein Timer läuft, kann es immer wieder vorkommen, dass man kurzzeitig den Überblick verliert und somit eventuell auch eine nicht gewollte Antwort wählt.

Was hier durchaus nervig sein kann, macht aber gleichzeitig wieder das gewisse Etwas aus. Denn man versucht nach einer falschen Wahl zwangsläufig, die Situation noch zu retten. Obwohl man das Gesamtgeschehen kapitelweise wiederholen kann, empfiehlt es sich, das genau nicht zu tun, da hierdurch die sehr gute Spannung verloren gehen kann.

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Fazit:

„Game of Thrones – A Telltale Games Series“ fügt sich perfekt in die Welt der beliebten Serie ein und kann den Spieler über einen längeren Zeitraum fesseln. Jedoch drücken die matschigen Texturen und der zu geringe Spielraum der Gesamthandlung den Spielspaß. Alles in allem ein guter Titel, aber auch der schwächste von Telltale Games.

7/10


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