"Telepolis" über einige Hintergründe der Pariser Anschläge

Wie aus diesem Interview hervorgeht, ist sich der Publizist Schuhler sicher, daß „der Westen" die Terroranschläge von Paris nutzt, um in der Auseinandersetzung mit Russland über einen massiven Militäreinsatz in Syrien seine geopolitischen Interessen besser vertreten zu können. Seine Argumentation ist durchaus schlüssig, insbesondere wenn er auf geheimdienstliche Aspekte hinweist. Im Interview werden explizit die diversen Ungereimtheiten in der politischen und medialen Behandlung angesprochen.   Gleich eingangs sagt Schuhler: „Die Übereinstimmungen zwischen dem Anschlag auf „Charlie Hebdo" am 7.1. und den Attentaten am 13.11. in Paris sind frappierend. Offenbar handelt es sich in beiden Fällen um denselben Typ von Tätern. Junge, in Frankreich sozialisierte Muslime. Und anscheinend wussten die Sicherheitsbehörden nichts von der Vorbereitung der Aktionen, um sofort danach fertige Interpretationen über Taten und Täter zu verbreiten. Bei einem der Selbstmord-Attentäter wurde ein syrischer Pass gefunden. Bei den Brüdern Kouachi im Januar war ein Pass in ihrem Auto gefunden worden. Beides ist extrem unwahrscheinlich. Ein Selbstmord-Attentäter kommt nicht mit dem Pass in der Tasche zur letzten Tat, weil er damit Hinweise auf sein Netzwerk liefern würde. Die Kouachi-Brüder haben wie perfekte Killer-Maschinen agiert, aber ihren Pass im Auto vergessen? Das riecht sehr faul."   Ja, gerade diese merkwürdigen Funde dürften wirklich zu denken geben. Denn das riecht wirklich oberfaul und erinnert zu sehr an geheimdienstliche Machenschaften... Und man sollte sich auch hier zuallererst die alte Frage „Cui bono?" stellen.   Auf die Frage nach möglichen Motiven der Attentäter (und der herrschenden Politik) antwortet der Interviewte deshalb: „Mir geht es nicht um die Behauptung, die Geheimdienste hätten diese Fälle inszeniert. Vielmehr darum, dass die Verbrechen für die eigenen politischen Vorteile instrumentalisiert werden. Die Morde an den Hebdo-Mitarbeitern wurden genutzt zu einer demagogischen Offensive gegen die ausgegrenzte und oft muslimische Bevölkerung der französischen Unterschicht in den heruntergekommenen Vorstädten. Dazu werden jetzt auch die neuen Gräueltaten wieder hergenommen werden. (...) Außerdem (und vielleicht vor allem) geht es der NATO darum, freie Hand zu erhalten für eine militärische Intervention in Syrien. Die NATO will den Vormarsch der Russen stoppen, die als einzige wirklich gegen den IS kämpfen."   Denn, so Schuhler, „das vorrangige Ziel des Westens ist es nicht, den IS zu bekämpfen. Er will den Vormarsch der Russen in Syrien stoppen. Ginge es dem Westen, der NATO, um die Niederringung des IS, wäre ihm das leicht möglich. Der IS lebt davon, dass er täglich Öl im Wert von 2 Millionen Dollar vor allem über das NATO-Mitglied Türkei verkauft. Ohne die Türkei, Saudi-Arabien und Katar gäbe es keinen Terror mehr in dieser Größenordnung. Und alle drei Terrorpaten erfreuen sich politischer, militärischer und finanzieller Unterstützung durch Deutschland und andere NATO-Länder."   Er verweist dann auf die Resultate der militärischen Angriffe der USA und ihrer „Koalition der Willigen" auf Afghanistan, auf den Irak, auf Libyen: „Der Westen steckt nun in dem Dilemma, gegen den IS vorgehen zu wollen, ohne die Russen und ohne Assad zu stärken. In der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA und in ihrem Gefolge der NATO sind die drei Hauptgefahrenherde für ihren Frieden so angegeben: der Terrorismus, China, Russland. Auf einer Ebene. Als dem Sicherheitsberater von US-Präsident Carter, Brzezinski, vorgehalten wurde, die USA hätten die islamistischen Terrorgruppen in Afghanistan erst hochgepäppelt, erwiderte er: 'Was wollen Sie denn, dafür haben wir die Sowjetunion ins Grab gelegt.' In diesem mörderischen Spannungsfeld steckt die Militärpolitik des Westens noch heute, statt der Sowjetunion sind heute Russland und China die Feinde."   Im weiteren geht es im Interview noch sehr ausführlich um Religionen allgemein, um Religionskritik und vor allem um die Frage der Menschenrechte, die „vom Westen" immer wieder beschworen wird, wenn es um Überfälle der USA und der NATO auf „unbotmäßige" Länder geht.   Auf die „westliche" Menschenrechtspropaganda eingehend, formuliert Schuhler kurz und bündig: „Dabei ist es noch sehr die Frage, ob das verlangte 'Offensein' überhaupt eine zivilisatorische Qualität ist. Die westliche Wertegemeinschaft, zu der sich die Muslime hochhangeln sollen, ist ein ziemlich katastrophales Konstrukt. Jeder fünfte Mensch lebt unterhalb der absoluten Armutsgrenze. In Deutschland ist jeder fünfte von Armut bedroht. Ich kann nicht sehen, dass die Muslime einen zivilisatorischen Sprung machen müssten, um auf diese Höhen zu kommen. Die Kritik an rückständigen Elementen des Islam muss ausgedrückt werden, unabhängig davon, was die Rechten veranstalten. Aber sie muss stattfinden im Rahmen der Solidarität, der Achtung voreinander."   Dem ist nichts hinzuzufügen!   Siegfried R. Krebs

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