tauschen statt kaufen …

… teilen statt aneignen. Tauschen und teilen macht das Reduzieren von Gegenständenein übersichliches Zuhause und ‘Weniger ist mehr’ so unglaublich viel einfacher. Natürlich, wenn ich mir den Stubenwagen von einer befreundeten Bekannten, Bücher von den Eltern oder eine Kamera vom Schwiegervater ausleihe, muss ich den Überblick behalten. Denn dann gibt es da noch die Bücher für SozialMedizin, die ich einem Kumpel ausgeliehen habe, oder die DVD, die an eine Freundin ging oder der DampfSterilisator fürs Baby an die Nachbarin…

Das Teilen mit Menschen, die ich kenne, fällt mir persönlich recht leicht. Das Teilen mit Menschen, die mir fremd sind, war für mich früher schwierig. Der Gedanke nicht zu wissen, ob sie auch ‘pfleglich’ mit einem geliehenen Gegenstand umgingen, war sehr präsent. Während meines Studiums wurden StadtteilAutos ‘modern’. Heute gehören sie zum Stadtbild m.E. zwingend dazu. Das Teilen und Eintauschen von Gegenständen finde ich heute, nach etwa sieben Jahren großartig. Es ist die Möglichkeit sich von unserem GeldSystem mit all seinen schwierigen und durchaus schädlichen Nachteilen, für die wir selbst verantwortlich sind, ein bisschen zu befreien.

Jedenfalls: Ein ArbeitsKollege meines Mannes hat uns die vergangenen Wochen einen Packen Zeitschriften ausgeliehen, weil wir mit dem Gedanken eines Abonnements gespielt haben. Entschieden haben wir uns so gut wie. (Das dauert inzwischen immer was länger.)

Beim Durchblättern stießen wir auf einen winzigen Artikel, in dem es ums Tauschen und Teilen ging. Das, was uns gerade so sehr beschäftigt. Vorgestellt wurde ‘a social innovator’. Ihr Name ist Rachel Botsman und ihre Art mit Konsum in unserer Gesellschaft umzugehen, finde ich inspirierend.

Vor einiger Zeit habe ich mir unser Spielzeug mal vorgenommen. Gesichtet, aussortiert, verschenkt, weggepackt und dadurch aufgeräumt. Dabei fiel mir ein, dass Freunde in England von einem ‘Bus’ erzählt haben, in dem Familien sich Spielzeug ausleihen können. Damals fand ich den Gedanken seltsam. Heute denke ich, ‘Das ist die Idee!’. Auf die Frage, warum es das zumindest in meinem Umkreis noch nicht so richtig gibt – Büchereien haben ab und an ja auch Spiele, aber das sind in der Regel nur Gesellschaftsspiele - , habe ich inzwischen einen ersten Ansatz von Antwort bekommen: Es widerspricht unserem Konsum, unterwandert unser GeldSystem. Wieso sollte sich dafür jemand stark machen?!? (Ich muss mal darüber nachdenken, wie und mit welcher Hilfe ich an sowas mitwirken könnte.) Außerdem fördert es soziale Kommunikation und Interaktion. ‘Dinge’, die doch eigentlich viel wichtiger sind, als das ‘Tauschmittel’ Geldoder der Status ‘Ich besitze…’, oder?

Was denkt ihr?


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