Tagesausflug nach Bologna: Eine bräunliche Stadt mit Charisma

Von Lifesimplyrocks

Ein Tagesausflug nach Bologna war eine spontane Idee, die sich als exzellent herausgestellt hat. Bologna ist eine Stadt mit kilometerlangen Gängen, einem kulturellen Stadtzentrum sowie vielen begabten Künstlern – und sie wird uns für immer in unserem Herzen bleiben.

Nur noch wenige Stunden verblieben, bis wir unsere Rückreise antreten und uns von Italien verabschieden mussten. Von Alinas Freundin in Jesi nahmen wir einen Zug Richtung Bologna, wo wir einige Stunden verbringen wollten.

Tagesausflug nach Bologna: Was man in 8 Stunden sehen kann

Mittags kamen wir in dem zu diesem Zeitpunkt überfüllten Bahnhof in Bologna an. Uns verblieben rund acht Stunden, um die Stadt zu erkunden. Sofort verliebten wir uns in Bologna, als wir via dell’Indipendenza betraten; eine lange Straße, gefüllt mit Restaurants, Cafés und namenhaften Geschäften.

Den ersten Zwischenstopp legten wir in Cattedrale di San Pietro ein.

Ihr Inneres begeistert mit hohen, weißen Wänden sowie schönen Gemälden aus dem 13. Jahrhundert. Zur Sammlung der Kathedrale gehören unter anderem wertvolle, liturgische Artefakte aus dem 14. Jahrhundert.

Piazza Maggiore

Von der Kathedrale aus ging es Richtung Piazza Maggiore, dem größten Markt in Bologna und ein beliebter Treffpunkt lokaler Einwohner.

Gleich nebenan findet ihr Piazza del Nettuno und den berühmten Neptunbrunnen Fontana del Nettuno. Dieser wurde zwischen 1563 und 1566 von Giambologna errichtet. Am Fuße der 3,5 Meter hohen Statue befinden sich vier kleine Engel, die die damals bekannten Flüsse repräsentieren: Gange, Nil, Amazon, Donau.

Richtet eure Aufmerksamkeit unbedingt auf die zahlreichen wichtigen Gebäude in Piazza Maggiore, darunter Palazzo del Podestà aus dem Jahr 1200. Dieses Gebäude war früher der Amtssitz der Polizei und Justiz. Einige Jahre nach der Errichtung des Gebäudes wurde Palazzo Re Enzo angehängt. Dieser Anbau war nach Enzio von Sardinien benannt, dem Sohn von Kaiser Friedrich II.

Ebenfalls sehenswert ist das ehemalige Rathaus (Palazzo d’Accursio), das seit 2008 ein Museum sowie eine Bibliothek ist. Direkt vor dem Justizgebäude befindet sich die nie vollendete Fassade der Kirche Basilica San Petronio aus dem 14. Jahrhundert. Palazzo dei Banchi ist ein ehemaliges Bankenzentrum aus dem späten 16. Jahrhundert, welches als einziges Gebäude eine sehr simple Fassade besitzt.

In Maggiore findet ihr einen Infopunkt für Touristen, wo ihr Informationen bekommt und euch eine Stadtkarte holen könnt.

Quadrilatero

Von Maggiore aus schlenderten wir durch die Straße Via dell’Archinginnasio, wo wir den ersten Amtssitz der Universität Bologna (Palazzo dell’Archinginnasio) bewunderten; inzwischen beheimatet dieses Gebäude die städtische Bibliothek sowie das Theater Anatomic.

Einige Stunden lang vergaßen wir beinahe die Zeit und irrten durch die engen Gasse rund um Maggiore, wo sich auch das kommerzielle Zentrum Quadrilatero befindet. Dort gibt es unzählige kleine Läden, die mit frischem Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Käse gefüllt sind. Wir versprachen uns, beim nächsten Besuch in Bologna einige Monate hier zu verbringen, um mit diesen leckeren Zutaten zu kochen.

Nachdem wir einige Minuten ahnungslos durch die Gegend liefen, wurden wir hungrig. Da wir den Tagesausflug nach Bologna nicht verschwenden wollten, folgten wir den lokalen Einwohnern zu einer Pizzeria im ersten Stock, um nicht lange nach etwas zum Essen zu suchen. Alina entschied sich für eine köstliche Pizza mit Prosciutto di Parma sowie Squacquerone, einem leckeren Käse aus der Region Emilia Romagna. Natürlich haben wir auch leckeres Eis gekostet.

Die Türme der Stadt Bologna

Nach unserem kulinarischen Abenteuer wollten wir in den Turm Asinelli steigen. Man sagt, dass es früher 180 Türme in der gesamten Stadt gab. Diese wurden zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert von den adeligen Familien gebaut. Davon übrig geblieben sind lediglich 20. Bologna ist bekannt für die Türme Asinelli und Garisenda.

Ersterer ist mit seinen 97 Metern der höchste Turm der Stadt.

Um oben anzukommen, müsst ihr 498 alte, hölzerne Stufen betreten; die Treppen sind sehr eng, jedoch lohnt sich der Aufstieg. Einmal oben angekommen habt ihr eine 360-Grad-Ansicht über die gesamte Stadt. Nebenan ist noch der Turm Garisenda zu finden, der 47 Meter hoch ist; für Touristen ist er leider geschlossen. Der Aufstieg in den Turm Asinelli kostet rund drei Euro; geöffnet ist er täglich von neun bis 18 Uhr.

Die Universität von Bologna

Zu den Bologna-Sehenswürdigkeiten gehört der Campus der Universität von Bologna. Sucht nach der Straße Via Zamboni, um die im Jahr 1088 gegründete, älteste Universität Europas zu finden. Der Campus ist sehr bunt und es tummeln sich hier unzählige Studenten, die diesem Stadtteil Leben einhauchen. Wir haben uns hier einige Minuten hingesetzt und den Studenten beim täglichen Treiben zugeschaut.

Das war dann auch unser letztes großes Erlebnis in dieser Stadt, denn unser Tagesausflug nach Bologna nahm sein Ende. Mit unserem Gepäck ging es Richtung Flughafen. Wir machten noch eine kleine Pause im Parco della Montagnola, einen Park aus dem 17. Jahrhundert. Dort gibt es interessante Statuen, ansonsten lohnt sich der Besuch, um sich einfach auszuruhen.

Im Bahnhof angekommen warteten wir auf unseren Bus (Aerobus von TPER), der uns zum Flughafen in Bologna bringen sollte. Erneut machten wir ein Versprechen, irgendwann nach Bologna zurückzukehren. Diese Stadt hat so viel zu bieten und wir haben ihr Potenzial kaum entdeckt. Alina will unbedingt mit den frischen Zutaten kochen und Deian will seine Höhenangst bewältigen, wenn er erneut den Turm Asinelli hinaufsteigt.

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