Tag 74: Servus Holbox, hallo Tulum!

Datum: Sonntag 23.12 | Ort: Holbox & Tulum

Frühstücken im Bulli-Cafe in Holbox

Heute geht es schon wieder weiter. Also heißt es packen und Wohnung kontrollieren. Wir Reisen von Holbox nach Tulum.

Zunächst gehen wir jedoch ein letztes Mal in Holbox frühstücken. Wir gehen zu einer Straßenbude, die nach außen hin einige Plastikstühle hat. Unter einem kleinen Vordach steht ein alter VW Bulli mit neuem Anstrich. Als wir uns setzen wollen, fragt uns der Kellner, ob wir uns lieber hinein setzen möchten.

Hinter dem Bulli geht es weiter in das Lokal hinein. Dort ist ein großer Raum, der bis zum strohgedeckten Dach reicht. Es ist relativ finster hier. An den Wänden hängt allerlei Tand und Deko. An zwei Wänden hängen außerdem Fernseher auf denen Footballspiele übertragen werden.

Wir bestellen Sandwiches. Das Essen dauert ziemlich lange. Irgendwie ist der ganze Laden auch ziemlich chaotisch. Wie viele Leute hier tatsächlich arbeiten, was sie arbeiten und wo eigentlich die Küche ist, wird nicht so ganz klar. Doch die Sandwiches sind letztlich ganz okay.

Fähre von Holbox nach Chiquilla

Nun geht es zurück zur Fähre und mit der Fähre zurück aufs mexikanische Festland. Die Tickets für die Fahrt kaufen wir an einem Schalter im Ort. Eine Fähre haben wir knapp verpasst, aber es stört uns nicht eine halbe Stunde auf die nächste zu warten. Wir setzen uns in das Zelt am Hafen, schauen den anderen Passagieren zu und hören Weihnachtsmusik.

Max zickt ein bisschen herum, weil ihn der Geruch meiner Schuhe, die außen im Rucksack stecken, stört. Doch es findet sich zum Glück auch noch eine Plastiktüte, um ihn ruhigzustellen.

Dann endlich kommt unsere Fähre. Wir sitzen heute oben und genießen den Fahrtwind und den Ausblick. Als wir die entgegenkommende Fähre kreuzen winken wir alle ganz begeistert.

Am Hafen in Chiquila bekommen wir schnell unser Gepäck wieder und laufen in die Stadt hinein. Mehrmals werden wir auf dem Weg angequatscht und Leute wollen uns Taxis und Touren aufschwatzen. Wir lassen uns stattdessen von ihnen den Weg zur ADO-Station beschreiben. Das funktioniert außerordentlich gut.

ADO-Station in Chiquila

Die Busstation ist die triste Eingangshalle eines heruntergekommenen Hotels aus dem letzten Jahrtausend. Ein kurzer Blick in die Halle und auf die Uhr reicht uns um zu beschließen lieber bei dem kleinen Markt gegenüber zu warten. Hier gibt es kalte Getränke, eine Toilette, Muffins und Knabberzeug. Das hat auch genau in dieser Reihenfolge gerade Priorität für uns. Außerdem gibt es laute Musik. Auf die hätte ich allerdings verzichten können.

Nachdem wir einige Zeit da sitzen gesellt sich ein großer Pitbull zu uns. Am Anfang betrachten wir ihn etwas skeptisch, doch schnell freundet man sich an. Einige Minuten später knuddeln wir und er sitzt beinahe auf meinem Schoß.

Ein paar Minuten vor Abfahrt gehen wir dann doch noch zur Busstation. Der Bus hält nicht vor dem Gebäude sondern unübersichtlicherweise im Hof daneben. Das Einladen des Gepäcks geht auch relativ chaotisch von statten.

Im Bus läuft bereits beim Einsteigen eine Serie über die Restauration eines Oldtimers. Wenn man die Sprache nicht versteht, ist die Sendung recht langweilig.

Abgesehen von dem langweiligen Entertainment ist die Fahrt mit ADO aber wie immer recht angenehm.

Mc Donalds in Playa del Carmen

Als wir in Playa del Carmen ankommen haben unserer zwei Snackosaurier Lust auf Fastfood. Also begleiten Jessi und ich sie. Die Fastfoodkette hat ihre Filiale praktischerweise auch direkt gegenüber vom Busbahnhof. Der Eingang ist jedoch mit dem Gepäck etwas umständlich, denn es geht eine sehr steile Treppe nach oben. Dort stehen allerdings schon die Leute am Schalter und den Toiletten an, so dass wir uns hindurch drängen müssen.

Die Männer stehen wegen Essen an, Jessi bewacht unser Gepäck und ich entschuldige mich kurz auf die Damentoilette. Ich muss beinahe zehn Minuten warten, bis ich an der Reihe bin. Als ich aus der Kabine trete, stelle ich mit einiger Verwunderung fest, dass es kein Waschbecken gibt. Das ist mir zwar bereits in einigen Kneipen in Mexiko passiert aber noch nie in einer Filiale von Mcdonald’s. (Tipp am Rande: In Spülkästen kann man die Hände notfalls auch zumindest mit Wasser waschen – wenn vorhanden). Zum Glück habe ich in meinem Rucksack inzwischen immer Handdesinfektionsmittel dabei und Jessi gibt mir ein feuchtes Tuch. Trotzdem ist es irgendwie eklig Pommes zu essen, wenn man sich die Hände nicht waschen konnte.

Auch ADO-Busse sind nicht immer pünktlich

Nach dem Essen gehen wir zurück zum Busbahnhof, denn hier fährt unser Anschluss nach Tulum. Obwohl es nur wenige Meter vom Lokal sind, sind plötzlich Chris und Jessi weg. Wir brauchen beinahe zehn Minuten, um sie wieder zu finden. Wie sie es geschafft haben, am falschen Eingang zu enden ist mir ein absolutes Rätsel.

Wir sind dennoch noch gut in der Zeit. Der Bus dagegen eher weniger. Bisher waren all unsere Busse mit ADO immer relativ pünktlich. Daher werden wir bereits nervös, als er zur geplanten Abfahrtszeit noch immer nicht angekommen ist. Im fünf Minuten Takt nerven wir abwechselnd einige Angestellte. Sie alle sind relaxed und die Grundaussage lautet: “ Der wird schon noch auftauchen”

Da es allerdings ein rechtes Gewusel ist auf diesem Bahnhof, haben wir dauernd Angst den Bus zu verpassen oder nicht mitzubekommen, wenn das Boarding beginnt. Daher sind wir ein wenig mit den Nerven am Ende, als er mit einer viertel Stunde Verspätung endlich eintrifft.

Im Bus läuft eine Teeniekomödie, die wohl eine Verwechslungskomödie sein soll, in der es aber eher um Identitätsdiebstahl und Freiheitsberaubung geht. Ich stehe in diesem Fall ganz eindeutig auf der Seite der Antagonistin. Danach läuft ein Folge How I met your Mother.

Unser Hostel in Tulum

Als wir in Tulum ankommen regnet es in Strömen und die Sonne geht bereits unter. Wir springen in das nächstbeste Taxi und lassen uns zum Hostel fahren, in dem wir über Weihnachten bleiben wollen.

Es liegt ein gutes Stück außerhalb. Als wir ankommen ist die Rezeption zunächst nicht besetzt. Kurz darauf kommt eine blonde junge Frau und wir können einchecken. Was etwas seltsam ist, ist dass auf der Rechnung Chris Name steht, obwohl Max zahlt. Chris muss also unterschreiben, dass Geld von Max Konto abgebucht werden darf. Ganz rechtssicher ist das nicht.

Wir werden zu unseren Zimmern gebracht. Zunächst gehen wir durch ein großes Gebäude ohne Seitenwände mit Strohdach. Hier ist der Speiseraum, in dem es drei mal täglich Essen gibt, und eine Bar an der es den ganzen Tag bis abends Getränke gibt. Im Garten gibt es eine zweite Bar, die nachts noch länger offen hat.

Dahinter sind die Zimmer in zwei langen Gebäuden. Ihnen gegenüber ist eine Baustelle, in der offenbar gerade neue Hütten gebaut werden.

Unser Zimmer ist recht klein aber zweckdienlich. Es gibt ein Bett, in dem unten zwei Leute und oben nochmals eine Person schlafen könnte. Außerdem gibt es einen Fernseher. Bis auf ein Ablagebrett an der Wand war es das dann auch.

Mit unserem Gepäck wir es allerdings fast etwas eng hier. Aber wir können es auf das obere Bett stapeln.

In der großen Halle gibt es inzwischen Abendessen, Es ist schon ein bisschen kalt, aber es schmeckt nicht schlecht. Eine Beschriftung der Gerichte würde ich mir allerdings wünschen. So muss Max für mich vorkosten, ob es auch ja vegetarisch ist, denn Personal ist auch keines da. Es ist ein bisschen finster hier und heute ist es auch relativ kalt. Daher hole ich mir meine Decke und wir lümmeln uns mit Cocktails auf ein Sofa und ratschen.

Später am Abend ziehen wir zur zweiten Bar um. Chris und Max machen es sich in ein paar Liegestühlen gemütlich und unterhalten sich. Ich lass mir derzeit von einem Holländer mit ecuadorianischen Wurzeln Reisetipps für Ecuador geben. Jessi spielt derzeit mit einer Gruppe Amerikanern Bierpong.


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